Die Waffenrüstung Gottes – 
Der Helm des Heils und der Panzer der Gerechtigkeit
Daniel Bäumner
Ev. Gemeinschaft Frankenberg, 26.07.2026
Das Viedo zur Predigt finden sie hier

 

Ich möchte mit euch heute wieder über die Waffenrüstung Gottes reden. Wir hatten im Laufe der letzten Wochen schon einige Themen dazu. Wir haben über den Gürtel der Wahrheit nachgedacht, über das Wort Gottes als Schwert und auch über den Schild des Glaubens.
Heute möchte ich mit euch über zwei Dinge nachdenken: Den Helm des Heils und den Panzer der Gerechtigkeit. Ich glaube nämlich, dass diese beiden Dinge eng miteinander verbunden sind. Warum brauchen wir das? Gott sagt uns durch Paulus, warum das für unser Leben wichtig ist, weil wir nämlich Angriffe bekommen werden, weil wir beschossen werden. Die Bibel beschreibt, dass es eine physische Welt gibt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können und um uns herum auch eine Welt ist, die wir nicht mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Und deswegen heißt es: zieht die Waffenrüstung Gottes an.

Ich möchte mit euch am Anfang ganz kurz überlegen, und ihr könnt für euch selbst auch überlegen: Was erzählen sie uns über Gott? Was erzählen sie uns über den Vater? Was erzählen sie uns über sein Herz? Das heißt, der Vater ist Gerechtigkeit und will Gerechtigkeit in unserem Leben. Der Vater ist die Wahrheit und er will die Wahrheit für uns. Der Vater will glauben. Der Vater will für uns den Helm des Heils, den Brustpanzer der Gerechtigkeit. Er hat uns das Wort gegeben, mit dem wir zurückschlagen können. Und er hat Schuhe für die Bereitschaft, das Evangelium zu verkünden: die gute Nachricht. Der Vater hat die gute Nachricht. Wenn ihr jetzt überlegt, dass uns das der Vater gibt, damit wir geschützt sind. Was glaubt ihr, womit arbeitet die Gegenseite? Was erzählt uns die Waffenrüstung über die Gegenseite? Dass es jemanden gibt, der nur Unheil will. Dass es jemanden gibt, der nur Ungerechtigkeit will. Es gibt jemanden, der will keinen Glauben. Es gibt jemanden, der will Unwahrheit schaffen. Und er hat eine schlechte Nachricht. Und ich finde es so schön, was uns das über Gott erzählt. Ich finde an dieser Darstellung können wir ganz gut erkennen, zwischen welchen Welten wir uns befinden: zwischen dem, der nur Gutes will, der nur Gutes hat und dem, der zerstören will. Und was erzählt uns Jesus über den, der zerstören will? Er ist ein Mörder und ein Lügner von Anfang an. Aber Gott sagt, ich habe eine Waffenrüstung für euch. Wenn ihr angegriffen werdet, könnt ihr in dieser Waffenrüstung reagieren.

Ich möchte mit euch jetzt kurz eine kurze Reise zum Beginn der Zeit machen, um zu sehen, was die Gegenseite will. Da ist ein Bericht den wir ganz am Anfang in der Bibel finden. Die Schlange und die Folge, was daraus entsteht. Das heißt, es gibt einen Gegenspieler Gottes, den Teufel und seine Mächte. Sie wollten zerstören. Und was zerstörten sie? Die Identität, zu der Adam und Eva geschaffen waren, zu der wir als Menschen geschaffen sind. Und das müssen wir verstehen, was am Anfang geschehen ist. Und dadurch verstehen wir dann auch, warum der Teufel so arbeitet, wie er arbeitet und warum Gott uns sagt, hey, ihr braucht einen Schutz für euer Leben. Es geht dem Teufel darum, zu zerstören, kaputt zu machen, die Identität zu rauben.  Das heißt, wozu wir geschaffen wurden am Anfang , das ist Leben, ist Ebenbildlichkeit, ist Reinheit, ist Friede. Und durch diese Situation ist Böses, Unreines, Falschheit und Sünde in diese Welt gekommen. Wenn wir gleich über Heilung und Gerechtigkeit nachdenken, müssen wir verstehen, was uns geraubt wurde, nämlich das Heil. Und was wurde gebracht? Unheil wurde stattdessen gebracht. Und gleichzeitig müssen wir überlegen, was ist denn das, was Jesus uns gebracht hat wenn Unreinheit, Falschheit, gebracht und Ebenbildlichkeit geraubt wurden. Was ist das, was wir am Kreuz sehen? Was wir sehen in dem Moment, als Jesus für uns gestorben ist? Jesus hat wieder hergestellt. Er hat wieder zurückgebracht. Er hat Vergebung gebracht. Er hat Freispruch gebracht. Er hat Identität gestiftet. Er hat eine neue Schöpfung hervorgebracht. Er hat einen Wert hervorgebracht.

Wenn wir das alles in einem Wort zusammenfassen, dann ist es das, was am Kreuz geschehen ist: aus Unheil, aus Zerstörung, wurde Wiederherstellung und Heil. Das ist das, was Jesus getan hat. Aus Tod wurde Leben. Und das Spannende ist ja jetzt, wenn wir über diesen Text nachgehen mit der Waffenrüstung Gottes, an wen richtet sich das? An Gläubige oder an Ungläubige? An Gläubige! Das heißt, wir werden angegriffen. Aber warum werden wir angegriffen? Und wie werden wir angegriffen? Weil er uns etwas rauben will, eure Gedanken über unser Heil. Er kann es uns nicht rauben. Aber das ist der Versuch, uns wegzuziehen, wegzureißen, uns schlecht zu machen. Warum? Damit wir diese gute Nachricht nicht weitergeben können. Damit wir uns schlecht fühlen, damit wir schlecht über uns denken. Die Frage ist nicht, ob wir angegriffen sind, sondern wann. Und dann ist es schlecht, wenn wir nicht angezogen sind mit der Waffenrüstung.
Schauen wir uns mal die Waffenrüstung Gottes an. Die Dinge, die wir hier sehen, sind alle passiv. Bis auf das Schwert eigentlich. Und vielleicht das Schild. Kann man auch mit Gas geben. Man kann auch mit dem Helm natürlich in jemanden reinrennen. Aber eigentlich sind das alles eher Verteidigungswaffen. Warum werden nicht Pfeile und Bogen beschrieben? Oder ein Katapult? Oder ein Speer, mit dem wir angreifen? Wir werden doch angegriffen. Warum nicht? Weil es darum geht, dass jemand schon gewonnen hat. Nämlich Jesus. Und es geht darum, dass wir uns in unserem Leben in seinen Sieg hineinstellen. Es geht nicht darum, da wird ja nicht genannt, holt das Speer raus und das Katapult und haut das diesen Mächten um die Ohren, sondern wir sollen uns mit diesen Dingen kleiden. Und was wird passieren, wenn wir uns damit kleiden? Die Brandpfeile werden an uns abprallen, weil Jesus schon gewonnen hat. Im Prinzip ist ja die Menschheitsgeschichte am Ende fast schon langweilig. Wir wissen ja schon, wer gewinnt. Wir wissen ja schon, wer Sieger ist. Wir wissen ja, wer am Ende der König wird, wenn Jesus wiederkommt. Das ist ja überhaupt ein ungleicher Kampf. Diese Mächte haben ja am Ende gar keine Macht, weil Jesus der Sieger ist, weil sie zerstört werden. Unsere Aufgabe in unserem Leben als Gläubige von Jesus ist, dass wir uns in diesen Sieg hineinstellen. In seine Gerechtigkeit und in sein Heil hineinstellen. Deswegen möchte ich mit euch heute über diesen Brunspanzer der Gerechtigkeit und den Helm des Heils nachdenken.
Was ist das, was der Feind immer wieder tun will? Die Identität rauben. Das hat er am Anfang auch gemacht. Wir sind geschaffen worden als Ebenbilder Gottes, als seine Geschöpfe, sein Gegenüber und das wurde geraubt. Und es ist interessant, dass manchmal Gott und der Teufel die gleiche Frage stellen, aber mit einem ganz anderen Ton. Gott fragt uns, weißt du eigentlich, wer du bist? So stellt der Teufel auch manchmal die Frage, weißt du eigentlich, wer du bist? Aber abfällig, mit einem Unterton. Und das, was der Teufel will, ist immer wieder das Bild von Gott verfälschen, das Bild von mir verfälschen. Das Bild von allem Guten verfälschen, er hat eine zerstörerische Neigung, eine perverse Neigung. Er will kontrollieren, manipulieren, blenden, täuschen und zerstören. Und mit diesem Wissen im Kopf, dass der Teufel so ist, und das Gott gut ist, möchte ich mit euch diese zwei Aspekte anschauen. Helm und Brustpanzer.

 

1. Was ist das, was der Helm schützt?
Der Helm schützt unseren Kopf. Und es ist interessant, dass der Helm des Heils genannt wird. Okay, was soll das schützen? Unsere Gedanken. Dafür steht der Kopf, dafür steht der Helm, der schützen soll. Was soll der Panzer schützen? Was schützt der Panzer am Körper? Die Organe und unser Herz. Wir lesen in der Bibel auch, über alles aber achte auf dein Herz. Schütze dein Herz. Das heißt, der Teufel hat unsere Gedanken kaputt gemacht, unser Herz kaputt. Es gibt aber ein Gegenmittel dafür, und zwar, wenn uns bewusst ist, dass uns das Heil erworben wurde und dass uns die Gerechtigkeit erworben wurde. Und wisst ihr, da sind ja schon bedeutende Dinge, so ein Gehirn und die Organe. Das heißt ja nicht, du kriegst einen Fuß gebrochen oder einen Bein gebrochen. Das ist glaube ich so, weil es total wichtig ist, zu verstehen, das Heil Gottes zu verstehen und die Gerechtigkeit Gottes zu verstehen. Und ich glaube, dass diese Dinge eng miteinander verbunden sind. Und dass diese beiden Dinge, das Heil und die Gerechtigkeit, eng mit diesem Ort zusammenhängen: Das Kreuz von Jesus und das leere Grab. Ich möchte euch das jetzt an einem Beispiel erklären. Ich habe hier ein T-Shirt mit. Und dieses T-Shirt steht für die Dinge, die in meinem Leben sind: Mord, Ehebruch, Lüge, Undankbarkeit… Und jetzt denkst du vielleicht, ah, die sind vielleicht in deinem Leben Mord oder so, aber doch nicht in meinem Leben! Ok, schon für dich in meinem Leben. Das Problem ist ja, dass wenn wir über die Definition von Dingen nachdenken, wie Mord, dass Jesus ja sagt, ha, ihr müsst ein bisschen tiefer gehen, ihr könnt in die Bergpredigt ja mal reingucken. Jesus hat das ja noch verschärft. Er hat ja gesagt, Mord ist nicht nur, wenn du jemanden umbringst, sondern schon  wenn du deinen Bruder oder Schwester verfluchst oder schlecht über sie denkst. Das heißt, Jesus sagt im Prinzip damit, Leute, ihr müsst wissen, ihr habt diese Dinge an euch. Und wenn du denkst, du hast sie nicht an dir, dann belügst du dich selbst. Das heißt, das sind Dinge, die wir an uns tragen. Von Anfang an. Der Teufel hat die Menschheit verflucht, verführt und uns in diese Sumpf mit hineingezogen. Die Menschheit hätte sich ja dagegen entscheiden können. Ja, Adam und Eva haben es aber nicht getan. Und deswegen haben wir von Geburt an diese Dinge in uns und tun immer wieder diese Dinge. Jetzt kannst du sagen, nein, so schlimm bin ich gar nicht. Irgendwie komme ich schon allein vor Gott klar. Das wird eng. Die Frage ist ja, was ist das, was Jesus für uns erworben hat, als er am Kreuz starb? Als Jesus am Kreuz für uns starb, hat er mein T-Shirt genommen. Er hat mir ein neues gegeben. Wir müssen verstehen, dass ich nichts alleine dafür tun kann, um diese Dinge, die hier standen, aus der Welt zu schaffen. Ich möchte mit euch einen sehr wichtigen Vers anschauen. Aus dem Römerbrief 3, 23-25:
Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verloren, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hat. Ganz unverdient, aus reiner Gnade lässt Gott sie vor seinem Urteil als gerecht bestimmen. Und hier ist die Überschneidung, der Panzer der Gerechtigkeit. Und wie werden wir nun gerecht gemacht für Gott? Aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist. Ihn hat Gott als Südzeichen aufgerichtet vor aller Welt. Sein Blut, das am Kreuz vergossen wurde, hat die Schuld getilgt. Und das wird wirksam für alle, die es im Glauben annehmen. Damit hat Gott seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt.
Das heißt, was ist nun der Panzer der Gerechtigkeit? Dass ich verstehe, dass ich alleine für mein Heil und meine Gerechtigkeit nichts tun kann. Aber dass jemand das alles für mich getan hat und ich nun so vor Gott stehen lasse. Was die bösen Mächte nun tun wollen, ist dir zu erzählen, dass es anders ist. Das, was der Teufel tut, ist, du gehst irgendwo spazieren, er schmeißt dich in die Güllgrube rein, dann kommst du raus und dann erzählt er dir, wie schmutzig du bist, wie schlecht du bist. Aber das tut Jesus nicht. Jesus sagt, nimm diesen Schmutz und leg ihn bei mir an. Ich habe alles für dich getragen. Das ist der Panzer der Gerechtigkeit. Was dafür aber wichtig ist, es gibt zwei Wahrheiten, die wir dabei unbedingt verstehen mussten. Der erste Wahrheit ist, du musst verstehen und akzeptieren, wie kostbar du bist. Ich habe mir einen Geldschein mitgebracht. Dieser Geldschein ist 10 Euro wert. Eigentlich ist es nur ein Stück Papier. Wir sprechen ihm den Wert zu, weil jemand den Wert mal drauf hat. Wie viel ist er jetzt noch wert? Immer noch 10 Euro, oder? Wie viel ist er jetzt wert? Immer noch 10 Euro, oder? Verrückt! Ich kann sogar Leid reißen. Ich weiß nicht, wie oft ich den Teil reißen kann, bis ich ihn verliere. Wie viel ist er jetzt noch wert? Immer noch 10 Euro. Verrückt, oder? Komplett zerstört. Aber das Entscheidende ist ja nicht, wie der Geldschein sich fühlt. Zerknittert und kaputt. Zerrissen. Das Entscheidende ist, welcher Wert ihm zugesprochen wird. Und vielleicht fühlst du dich so, wie der Geldschein. Dass du denkst, wer bin ich schon? Oder was kann ich schon? Oder was ich schon wieder getan habe? Und dann sagt der Teufel, ja guck doch mal, wie zerknittert du bist. Du kannst doch gar nichts. Aber dann sagt Gott dir: doch,
schau auf das Kreuz, dann weißt du, wie kostbar du für mich bist, dass ich den höchsten aller Preise für dich bezahlt habe.
Das Entscheidende ist nicht, was du von dir selber denkst, auch nicht, was andere mit dir getan haben, was andere über dich denken. Das Entscheidende ist, dass du erkennst, was dein Schöpfer über dich sagt. Und dein Schöpfer sagt zu dir, ich habe den höchsten aller Preise für dich bezahlt.
Und das ist wichtig zu akzeptieren und anzunehmen. Und manchmal fällt es uns schwer, das anzunehmen. Aber in dem Moment, wo wir das nicht annehmen, dass Gott unser Heil will, dass Gott unsere Gerechtigkeit will, lüften wir halt ein bisschen unseren Panzer oder unseren Helm und dann werden unsere Gedanken beeinflusst und unser Herz beeinflusst. Wir müssen aber diese erste Tatsache akzeptieren: ich bin kostbar. Das zweite, was wir akzeptieren müssen, ist, dass ich nichts und wirklich nichts zu meinem eigenen Heil beitragen kann. Du bist unfassbar kostbar und Gott spricht dir das zu. Alleine können wir aber nicht vor Gott bestehen. Ich möchte es in einem Beispiel erklären.
Stell dir vor, Gottes Gericht ist wie ein Supermarkt und Gott sitzt in der Supermarktkasse. Und alles, was du in deinem Leben so angesammelt hast, das sind diese Dinge, die eben auf dem T-Shirt draufstanden (Mord, Ehebruch, Lüge, Undankbarkeit…), landen in deinem Einkaufswagen. Es kommen immer Einkaufswagen, Einkaufswagen, Einkaufswagen dazu. Vielleicht hast du drei Einkaufswagen, manche haben zehn Einkaufswagen, andere haben auch 40 Einkaufswagen, so wie ich. Und manche, keine Ahnung, wie viel du hast. Das Entscheidende ist aber nicht, wie viele Einkaufswagen du hast. Du kannst denken: Guck mal, ich habe nur drei Einkaufswagen voller Sünde, guck mal da hinten, der hat aber 40, ich bin viel besser. Das Entscheidende ist aber nicht, wie viele Einkaufswagen und Sünde du angesammelt hast. Das Entscheidende ist, ob du was in der Tasche hast zu bezahlen. Und wir haben alle nichts an dieser Stelle, um alleine zu bezahlen. Das Entscheidende ist, dass Jesus an dir vorbeigeht mit der goldenen Kreditkarte, sie auf den Tresen legt und sagt, ich habe das alles bezahlt. Und das ist das Zweite, was wir akzeptieren müssen. Wir von alleine können nicht unser Heil erwerben. Wir von alleine können nicht unsere Gerechtigkeit erwerben. Wenn wir das denken, mindern wir das Kreuz. Das ist übrigens auch das, was der Teufel tun will. Dass wir Hochmut bekommen. Dass wir besser vor uns denken. Ach komm, so schlimm bist du gar nicht, guck mal: dein Nachbar. Wir müssen zwei Sachen akzeptieren:
Du bist unfassbar kostbar. Und das Zweite ist, du kannst alleine nichts für dein Heil tun.

 

Es gibt Leute, die lassen sich sehr gerne beschenken und es gibt Leute, die haben Probleme, Geschenke anzunehmen. Wozu gehörst du? Vielleicht fällt es dir leicht, das als Geschenk anzunehmen. Vielleicht sagst du aber, ich will auch selbst irgendwas dafür tun. Wir müssen akzeptieren, dass wir für unsere Gerechtigkeit vor Gott nichts zu bringen haben. Das Einzige, was wir tun müssen und könne, ist, unsere Hände aufzumachen und zu empfangen, um anzunehmen und zu sagen, danke für das, was du getan hast.
Ich möchte das an einem Beispiel deutlich machen. Und zwar an dem letzten Passaabend und dem letzten Abendmahl von Jesus. Als Jesus das Passafest gefeiert hat mit seinen Jüngern, beim Passafest gibt es vier Becher. Und diese vier Becher haben alle eine Bedeutung. Am Anfang wird der Becher der Heiligung. Dann gibt es verschiedene andere Dinge. Dann kommt der Becher des Gerichts. Dann kommt der Becher der Erlösung. Und dann kommt der Becher des Lobpreises. Einen von diesen vier Bechern hat Jesus genommen und daraus das Abendmahl gestiftet. Kleine Quizfrage. Was denkt ihr, welchen von diesen vier Bechern hat Jesus genommen? Die nächste Frage, Jesus sagt etwas und zwar ebenso nahm er nach dem Essen den Becher mit Wein und sagte nun etwas. Welcher Becher wird nach dem Essen getrunken? Der Becher der Erlösung! Dort heißt es Lukas 22, 20:
Ebenso nahm er nach dem Essen den Becher mit Wein und sagte, dieser Becher ist Gottes neuer Bund, der in Kraft gesetzt wird. Wodurch wird der Bund in Kraft gesetzt? Durch sein Blut, das für euch vergossen wird.

 

Jetzt müssen wir das nächste verstehen. Wenn Gott einen Bund schließt, dann steht er treu zu seinem Bund. Gott hat früher mit Abraham einen Bund geschlossen. Das heißt nicht, dass die Nachkommen von Abraham, das Volk Israel, bis heute immer alles richtig machen. Auf keinen Fall. Aber Gott steht zu seinem Bund. Nun, an diesem Abend hat Jesus einen Bund geschlossen. Mit allen, die dieses Blut von Jesus annehmen, diese Erlösung annehmen. Was heißt das? Wenn Jesus sagt, du bist gerettet, du bist neu gemacht, du bist erlöst, dann ist es so. Warum? Nicht wegen uns, aber weil ER alles getan hat. Weil das die einzige Möglichkeit war, Rettung zu bekommen. Weil das die einzige Möglichkeit war, Erlösung zu bekommen.
Wisst ihr, ich habe manchmal in meinem Leben, ich glaube, das war so ein bisschen als Jugendlicher, junger Erwachsener, habe ich mir manchmal die Frage gestellt, was ist, wenn am Ende mein Glaube nicht reicht? Was ist, wenn am Ende Jesus wiederkommt oder ich sterbe und habe kurz vorher Sünde getan? Was ist, wenn ich am Ende fünf Sünden zu viel gemacht habe? Dann hatte ich immer ein Gefühl der Angst dabei. Vielleicht kennt ihr das. Vielleicht habt ihr das auch schon gehabt. Wenn ihr es noch nicht gehabt habt, Halleluja! Habt ihr es besser verstanden als ich damals? Was ich damals aber nicht verstanden habe, ist, dass Gott einen Bund mit mir geschlossen hat. Und das heißt, er hat mein dreckiges T-Shirt genommen, er hat es getragen und hat mir sein Neues angezogen mit der Gerechtigkeit. In dem Gleichnis vom verlorenen Sohn ist es so schön, da wird dem verlorenen Sohn ein Mantel übergeworfen, der Mantel der Gerechtigkeit. Dieser Mantel der Gerechtigkeit soll nachher zum Brustpanzer der Gerechtigkeit werden, an dem die Pfeile des Bösen abtreiben. Warum? Weil ich dann verstanden habe, dass er mein Heil erworben hat und mich nichts und niemand, auch keine bösen Mächte, aus seiner Hand reißen kann.
In Römer 8, 38 heißt es so schön, Niemand und nichts kann uns aus seiner Hand reißen. Warum? Dieser Becher ist Gottes neuer Bund. Und Gott steht zu seinem Bund. Und Gott steht zu seinem Bund mit Israel, obwohl sie oft genug den Bund gebrochen haben. Was tut Gott jetzt? Ich mache den Bund weg? Nein! Das heißt, wenn du dich einschlägst in seinen Bund, wenn du das annimmst, bist du ein Kind Gottes. Du hast eine neue Identität. Du bist neu gemacht. Warum? Weil er es dir zuspricht.
Das Ganze ist also nicht von mir und meinem Tun abhängig. Das heißt natürlich nicht, dass ich denken kann, ah, alles klar, ich kann jetzt machen, was ich will. Ja, ich muss das Herz Gottes verstehen und versuchen, ihm ähnlicher zu werden. Also nicht, ich muss, ich darf! Eigentlich das ein Privileg. Aber es ist wichtig zu verstehen, dass er alles für mich getan hat und dass ich dadurch in einen Bund mit ihm eingestiegen bin. Gott bindet sich an diesen Bund und er ist treu. Das heißt, wenn du ein Kind Gottes bist, und wir sagen das manchmal so leicht daher, ich bin ein Kind Gottes.
Als Jesus getauft wurde, was hat Gott über Jesus gesagt? Dies ist mein geliebter Sohn, der meine ganze Freude ist. Und dann heißt es, allen aber, die ihn aufnahmen, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden (Johannes 1,12). Das heißt: du bist auch Sohn oder Tochter. Und das ist das was Gott dir zuspricht. Und wisst ihr, was der Teufel getan hat, 40 Tage nachdem Jesus getauft wurde? Das Erste, was er gesagt hat, wenn du Gottes Sohn bist, dann. Das heißt, er stellt die Identität in Frage. Und das macht er ja auch bei uns. Schau dich mal an, hast du wieder nicht Bibel gelesen? Hast du wieder etwas nicht gemacht? Okay, aber das ändert nichts daran wer ich bin, weil er es mir zuspricht. Das heißt, du bist in Gottes Familie hinein adoptiert, du bist gerecht gesprochen, du bist frei geworden, du bist wiederhergestellt. Und in Kolosser 2, 14-15 heißt es:
Den Schuldschein, der uns wegen der nicht gefolgten Gesetzesvorschriften belastete, hat er für ungültig erklärt, er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt.
Und jetzt kommt etwas, ich liebe das weil, wir reden hier darüber dass wir angegriffen werden durch böse Mächte. Mächte und Gewalten, die diesen Schuldschein gegen uns geltend machen wollten. Die sagen, guck dich doch mal an mit deinem T-Shirt, was da alles draufsteht, wie schlecht du eigentlich bist. Und jetzt:
Die Mächte und Gewalten, die diesen Schuldschein gegen uns geltend machen wollten, hat er entwaffnet und vor aller Welt zur Schau gestellt, er hat sie in seinem Triumphzug mitgeführt – und das alles in und durch Christus.
Das heißt, wir müssen verstehen, der Sieg ist errungen. Was wir tun müssen ist, dass wir uns unter seinen Sieg stellen und immer wieder bewusst machen, wer wir sind und was für uns erworben wurde.
Es ist interessant, dass bei diesen ganzen Waffenrüstungen ja nicht irgendwie aufgeschrieben wird, du musst besonders fromm sein und damit wehrst du es ab, du musst besonders gut sein, du musst besonders gut spenden oder irgendwas machen, steht da ja nicht. Nein, wir wehren die Eingriffe des Teufels ab, indem wir uns in seinen Sieg hineinstellen, in sein Heil und in seine Gerechtigkeit. Das Einzige, was wir tun können, ist, auf die Knie zu gehen, und Danke zu sagen. Danke Jesus für das, was du für uns erworben hast.
Das heißt, Gott spricht mich durch sein Blut gerecht. Und Teil dieser ganzen Dinge sind nicht meine Taten, nicht mein Wille, auch nicht meine Religiosität, auch nicht mein „noch mehr Anstrengen“. Dadurch wirst du vor Gott nicht gerecht. Und dadurch erwirbst du dir auch nicht dein Heil, sondern zu akzeptieren, wie kostbar du bist, dass du dein Heil nicht selbst erwerben kannst, weil dir alles geschenkt wurde. Eure Rettung ist wirklich reine Gnade und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk. Ihr habt sie nicht durch irgendein Tun verdient, denn niemand kann sich über irgendetwas rühmen. Es ist ganz und gar Gottes Willen. Kannst du das für dein Leben annehmen? Ist es das, wenn du morgen früh aufstehst, dass du sagst, hey, ich bin so kostbar und Jesus hat alles für mich erworben?
Satan geht es nur um eine Sache. Er will zerstören und kaputt machen. In Gefangenschaft führen, Lügen, Identität rauben, Zweifel gegenüber Gott säen und dir dein Heil absprechen, meinen Panzer der Gerechtigkeit, meinen Helm des Heils. Darum geht es eigentlich bei der ganzen Waffenrüstung,  zu verstehen was Jesus für mich getan hat und das nur sein Blut mich neu gemacht hat. Das heißt, wenn Dämonen und irgendwelche Mächte und der Teufel dich ankreiden will und irgendwelchen Pfeilen auf dich schießt, musst du dich nur in seinen Sieg stellen. In seine Hände, in die Hände des Heils, und der Panzer der Gerechtigkeit leuchtet ihm das Gesicht. Warum? Weil er weiß, dass er verloren hat. Und warum noch? Weil er weiß, dass er am Kreuz zur Schau gestellt wurde. Wie alle anderen Dämonen. Weil dein Schuldschein vernichtet ist. Das heißt, du kannst immer wieder Dinge in deinem Leben tun, die nicht gut sind. Fliegen sie an dich und wisst du, was passiert? Es prallt einfach ab. Es kann dir nichts mehr anhaben, weil sein Blut dich neu gemacht hat und dich schützt.

 

Es gibt in dem Ganzen zwei Gefahren. Es gibt die Gefahr der Selbstüberhöhung. Das heißt, so schlecht bin ich doch gar nicht und ich bin doch eigentlich gut genug und ein bisschen Heil kann ich mir schon selbst erwerben. Das heißt auch nicht, dass ich die ganze Zeit denken möge, wie schlecht bin ich. Es geht aber darum, dass wir verstehen, dass wir gegenüber Gott der perfekt ist, mein heilig sein, mein Gutsein vielleicht doch nicht ganz reicht. Das heißt Überhöhung. Das ist übrigens das, warum Jesus die ganze Zeit mit den Pharisäern geredet hat. Es gab eine Selbstüberhöhung. Überhöhst du dich manchmal selbst? Dann nehmen wir den Helm des Heils ein bisschen zur Seite und schieben den Brustpanzer ein bisschen hoch.
Das zweite, was wir manchmal, die zweite Gefahr, über die ich reden möchte, ist die Selbsterniedrigung. Das heißt, ich bin doch viel zu schlecht für das, was getan ist. Reicht das Kreuz? Reicht das, was Jesus getan hat? Bin ich überhaupt gut genug? Wenn wir das tun, sind wir auch wieder angreifbar. Was wir tun müssen ist zu verstehen, unfassbar kostbar, aber unfähig alles allein zu regeln. Und zu verstehen, Jesus hat alles für dich getan. Ich möchte euch einen kurzen Moment Zeit geben, um zu überlegen, bist du gut ausgerüstet aktuell? Hast du den Helm des Heils auf deinem Kopf? Hast du den Brustpanzer an dir? Oder weißt du vielleicht gar nicht, dass du gerecht gesprochen bist, wie es mir damals ging, als ich dachte, was ist wenn mein Glaube nicht genügt? Und wenn du gut ausgerüstet bist, ist das super. Immer weiter ausgerüstet bleiben, wenn nicht, aber auch zu überlegen, hey, wo kommt das her? Ich kann manchmal ein bisschen  in meine Biografie hineingehen, dass ich vielleicht als Kind gelernt habe, ach, vielleicht bin ich doch nicht gut genug. Oder zum Beispiel, dass man vielleicht auch ein Vaterbild hat, was vielleicht nicht dem Vater im Himmel entspricht und deswegen vielleicht manchmal denkt, ich muss was leisten, um gut genug zu sein. Wie ist es aktuell bei dir? Bist du gut mit dem Helm ausgerichtet? Hast du dem Panzer die Gerechtigkeit an dir? Einen kleinen Moment, um nachzudenken für euch. In die Mitte der Geschichte hat Gott auf einer Müllkippe ein Kreuz gestellt. Und dieser Ort ist der Ort des Heils. Dort hat der Sohn Gottes um dich gekämpft wie ein Löwe, um das Heil für dich zu erwerben, um dir die Gerechtigkeit umzulegen, wie ein Panzer oder ein Mantel. Dieser Ort ist der Ort des Heils. Warum hat er das getan? Weil es einen Vater gib, der jeden Tag vor seinem Haus steht und wartet, dass seine verlorenen Söhne und Töchter nach Hause kommen. Er hat einen bewegenden Abend auf dem Sola und da haben wir über das Vaterherz Gottes nachgedacht. Wisst ihr, was der Teufel immer mehr tun will? Zu sagen, der Vater wartet gar nicht auf dich. Du bist überhaupt nicht gut genug für den Vater. Aber der Vater steht jeden Tag vor seiner Tür und wartet darauf, dass wir nach Hause kommen. Und den Weg nach Hause hat Jesus mit seinem Blut gebahnt. Und was der Teufel tun will, ist dafür zu sorgen, dass du nicht zu Hause in die Arme des Vaters läufst. So perfide ist das. Und dann noch zu sagen, der Vater ist schlecht oder du bist es gar nicht würdig, um nach Hause zu kommen. Aber der Vater steht dort und wartet, dass seine verlorenen Söhne und Töchter nach Hause kommen. Und als der verlorene Sohn in die Geschichte nach Hause kommt, was hat der Vater gesagt? Geh dich erstmal duschen? Dann setz dich erstmal hin und rede über das, was du gemacht hast? Nein! Er hat über den schmutzigen Typen, über die schmutzige Biotonne, die nach Hause kam, einfach den Mantel der Gerechtigkeit gelegt, das Mastkalb geschlachtet und ein Freund festgefeiert.
Am Ende geht es bei den ganzen Waffenrüstungen darum das Herz des Vaters zu verstehen. der den Sieg erworben hat und du dich wirklich in diesen Sieg hineinstellen darfst. Und vielleicht bist du hier oder schaust zu und du sagst, das ist ja total schön, habe ich aber nicht getan. Worauf wartest du zurück zum Vater zu laufen, der alles für dich erworben hat? In der Bibel lesen wir, dass die Engel ein Fest gefeiert haben. Es ist ein Trubel im Himmel, wenn du nach Hause kommst. Und der Vater sagt nicht, wie schlecht du bist. Der Vater sagt, mein Sohn hat für dich bezahlt. Das müssen wir immer wieder neu tun und uns in seinen Sieg hineinstellen. Dann können die Pfeile abprallen und brechen einfach auseinander. Das wünsche ich dir und uns.
Lass uns zusammen beten.
Jesus, danke, dass du meinen Heil abhauen hast. Danke, dass du unser Heil abhauen hast. Danke, dass du der König über alles bist. Und wie kostbar müssen wir sein, wenn der König der Könige, vor dem sich jedes Knie beugen wird, der das A und O ist, Anfang und Ende, wenn er sagt, ich bin für dich gekommen und gestorben. Aber wie nötig war es auch, dass ich allein nicht gerecht werden konnte. Und Jesus, wir wollen lernen, uns jeden Tag neu in deinen Sieg zu stellen. Weil du gut bist, weil du voller Liebe bist, weil dein Blut genügt, weil wir uns in deinen Sieg hineinstellen wollen. Du siehst aber auch, wer von uns oder von anderen Gemeinden oder von unseren Geschwistern gerade diese Pfeile um die Ohren gepfeffert bekommt. Dann möchten wir füreinander da sein und uns halten und tragen. Wenn der Brustpanzer gerade nicht reicht, dann will ich meinen Brustpanzer vorhalten. Wir wollen füreinander da sein in diesen Kämpfen. Du siehst auch die nächste Woche Sola, du siehst auch die letzte Woche Sola, du siehst auch Kämpfe, die dort waren und auch Kämpfe, die kommen. Wir wollen dein Heil und dein Blut über dieses Lager aussprechen, damit Menschen nach Hause kommen. Jesus, vielen Dank für das Heil. Wir wollen das nicht abmindern, indem wir uns selbst erhöhen oder erniedrigen. Wir wollen uns in dein Licht stellen vor dir.

 

Amen

 
 

Siehe auch: Wer ist Jesus?
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