Das Video zur Predigt finden Sie hier
Wir sind heute morgen in unserer Serie unterwegs: Erfüllt mit dem Heiligen Geist leben. Wir haben darüber gesprochen, wie elementar wichtig der Heilige Geist als Teil der Dreieinheit für unser Leben mit Gott ist. Wir haben über das Ziel gesprochen, das er mit uns hat. Letzten Sonntag ging es um die die Früchte, die er wachsen lässt, also unseren Charakter, den er immer mehr in das Bild Jesu verändern möchte und heute geht es um Gaben, mit denen er uns ausstattet.
Dazu eine kleine Geschichte als Einstieg:
Um in das Thema tiefer einzusteigen, lese ich uns einen Bibeltext aus 1. Korinther 12, 7-21:
Bei jedem zeigt sich das Wirken des Geistes auf eine andere Weise, aber immer geht es um den Nutzen der ganzen Gemeinde. 8 Dem einen wird durch den Geist die Fähigkeit geschenkt, Einsichten in Gottes Weisheit weiterzugeben. Der andere erkennt und sagt mit Hilfe desselben Geistes, was in einer bestimmten Situation zu tun ist. 9 Einem dritten wird – ebenfalls durch denselben Geist – ein besonderes Maß an Glauben gegeben, und wieder ein anderer bekommt durch diesen einen Geist die Gabe, Kranke zu heilen. 10 Einer wird dazu befähigt, Wunder zu tun, ein anderer, prophetische Aussagen zu machen, wieder ein anderer, zu beurteilen, ob etwas vom Geist Gottes gewirkt ist oder nicht. Einer wird befähigt, in Sprachen zu reden, die von Gott eingegeben sind, und ein anderer, das Gesagte in verständlichen Worten wiederzugeben. 11 Das alles ist das Werk ein und desselben Geistes, und es ist seine freie Entscheidung, welche Gabe er jedem Einzelnen zuteilt. 12 Denkt zum Vergleich an den menschlichen Körper! Er stellt eine Einheit dar, die aus vielen Teilen besteht; oder andersherum betrachtet: Er setzt sich aus vielen Teilen zusammen, die alle miteinander ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Genauso ist es bei Christus. 13 Denn wir alle – ob Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie – sind mit demselben Geist getauft worden und haben von derselben Quelle, dem Geist Gottes, zu trinken bekommen, und dadurch sind wir alle zu einem Leib geworden. 14 Und wie jeder Körper besteht dieser Leib aus vielen Teilen, nicht nur aus einem. 15 Wenn der Fuß behaupten würde: »Weil ich nicht die Hand bin, gehöre ich nicht zum Körper!«, würde er trotzdem nicht aufhören, ein Teil des Körpers zu sein. 16 Und wenn das Ohr behaupten würde: »Weil ich nicht das Auge bin, gehöre ich nicht zum Körper!«, würde es trotzdem nicht aufhören, ein Teil des Körpers zu sein. 17 Wenn der ganze Körper nur aus Augen bestünde, wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur aus Ohren bestünde, wo bliebe der Geruchssinn? 18 Tatsache jedoch ist, dass Gott, entsprechend seinem Plan, jedem einzelnen Teil eine besondere Aufgabe innerhalb des Ganzen zugewiesen hat. 19 Was wäre das schließlich für ein Körper, wenn alle Teile dieselbe Aufgabe hätten? 20 Aber so ist es ja nicht. Es gibt einerseits viele verschiedene Teile und andererseits nur einen Körper. 21 Das Auge kann nicht einfach zur Hand sagen: »Ich brauche dich nicht!« oder der Kopf zu den Füßen: »Ich brauche euch nicht!«
Lasst uns an den Text mal rangehen mit 4 Fragen:
- Was sind Geistesgaben
- Gibt es Geistesgaben auch heute noch
- Wozu sind Geistesgaben
- Wie kann ich sie erkennen und einsetzen?
- Was sind Geistesgaben?
Die Bibel spricht von sogenannten Charismen, die der Heilige Geist schenkt. Übersetzt bedeutet das Gnadengabe. Geistesgaben sind also Gaben, die Gott uns schenkt, oder mit denen er uns ausstattet Und in dem Wort Gnade steckt: sie sind ein unverdientes Geschenk. Außerdem, das besagt V11: es ist seine freie Entscheidung, wem er welche Gabe schenkt. Dazu später noch mehr
Bei diesen Gaben handelt es sich nicht um unsere natürlichen Fähigkeiten und Begabungen, die wir von Geburt an haben oder im Laufe unseres Lebens entwickeln, sondern um übernatürliche Fähigkeiten, die Gottes Geist schenkt.
In den Versen 8-10 bekommen wir einen Eindruck davon, wie das aussehen kann, diese übernatürlichen Gaben des Heiligen Geistes. Manche hören sich ganz normal an, und manche sind auch von der Art her einfach übernatürlich. Ich kann hier auch nicht auf alle Gaben eingehen, sonst müssten wir das Mittagessen ausfallen lassen und wären den ganzen Sonntag noch hier. Aber 2015 haben wir da im Einzelnen darüber gepredigt, ihr könnt euch an der Technik Aufnahmen dazu besorgen und wenn euch eine Gabe mehr interessiert empfehle ich euch auch dieses Buch von Heinrich Christian Rust: Charismatisch dienen, gabenorientiert leben.
Darin geht er auf jede Gabe einzeln ein, beschreibt sie, geht auf ihre Anwendung in der Bibel, in der Gemeinde- und Missionspraxis ein, gibt Hilfen zum Erkennen und Entwickeln der Gaben, zum Anwenden in der Praxis und geht auch auf Gefahren bei der Anwendung ein.
- Weisheit
- Erkenntnis
- Glaube
- Heilung
- Wundertaten
- Prophetie
- Unterscheidung der Geister
- Sprachengebet
- Auslegung des Sprachengebets
- Apostel
- Lehre
- Dienen
- Geistliche Leitung
- Organisatorische Leitung
- Ermutigung
- Geben
- Barmherzigkeit
- Evangelisation
- Hirtendienst
- Gastfreundschaft
- Gebet
- Kreativität (z.B. Musik und Tanz)
- Handwerk (im Alten Testament schenkt Gott Menschen beim Bau der Stiftshütte die Fähigkeit, mit Material umzugehen, von dem sie keine Ahnung hatten. Und so glaube ich auch, dass diese Liste nicht vollständig ist, sondern dass Gott uns beschenken kann mit Gaben, die wir nicht haben, aber in irgendwelchen Situationen für ihn brauchen)
Bevor wir an dieser Stelle aber tiefer einsteigen, müssen wir noch eine wichtige Frage klären, nämlich:
- Gibt es Geistesgaben auch heute noch?
Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen stückweise; wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden.
Wenn das Vollkommene kommt… werden Weissagung und die anderen Gaben enden.
Manche Ausleger sagen jetzt: Das Vollkommene, das kam zum damaligen Zeitpunkt, als Paulus das geschrieben hat, ist die Bibel. Also der Abschluss der Kanonbildung, der Zeitpunkt, als das letzte Buch der Bibel geschrieben war und die Bibel so vollständig war, wie wir sie heute lesen können. Denn dann ist auch unsere Erkenntnis nicht mehr stückweise, weil wir dann ja die Bibel haben. Und dann hören auch die übernatürlichen Gaben des Heiligen Geistes auf.
Als allererstes möchte ich mal fragen: Ist unsere Erkenntnis heute Stückwerk oder glaubt irgendwer hier, alles erfasst zu haben? Lesen wir mal weiter:
Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels, undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.
Wann wird dieses dann denn sein? Wann werde ich erkennen, wenn Jesus wiederkommt? Bei dem Vollkommenen geht es um die Wiederkunft Jesu. Wenn wir ihn einmal sehen werden, dann wird auch unsere Erkenntnis vollkommen sein und wir werden umgewandelt in sein Bild. Dann werden die Gaben aufhören, denn dann brauchen wir sie nicht mehr. Bis dahin aber spricht die Bibel davon in unserem Text und auch in 1. Petrus 4,10, werden wir gleich noch lesen, dass jeder, der an Gott glaubt und mit ihm lebt, mindestens eine dieser Gnadengaben besitzt. Mindestens. Und wie man im Text erkennen kann, auch nicht jeder die gleiche sondern unterschiedliche, die einen so und die anderen so. In den Versen 29-30 heißt es:
Sind etwa alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Natürlich nicht! Es sind auch nicht alle dazu befähigt, Wunder zu tun; nicht alle haben die Gabe des Heilens; nicht alle können in einer von Gott eingegebenen Sprache reden oder das Gesagte in verständlichen Worten wiedergeben.
Deshalb ist auch die Sprachenrede kein Erkennungszeichen für den Heiligen Geist, wie es in manchen Kreisen gelehrt wird. Nicht jeder hat diese Gabe, aber jeder hat mindestens eine.
- Wozu sind Geistesgaben da?
In unserem Text in 1. Korinther 12,7 schreibt Paulus: Immer geht es um den Nutzen der ganzen Gemeinde. In 1. Korinther 12 und 1. Korinther14 geht es um die Gaben des Heiligen Geistes. Dazwischen kommt ein Kapitel, das gerne auf Hochzeiten gelesen wird. Es geht um die Liebe. Diese drei Kapitel sind so aufgebaut, dass sie einen Gottesdienst in der damaligen Zeit beschreiben. Im Mittelpunkt steht die Liebe. Paulus zeigt dadurch auf, dass egal was wir für Jesus tun und wieviel wir tun, es nur dann einen Wert hat, wenn es aus Liebe geschieht. Die ganze Frage der Gaben hat nichts damit zu tun, wie ich mich selber verwirkliche, oder wie ich eine Aufgabe finde, die mich erfüllt. Bei Paulus geht es darum: Wie bin ich für andere da und in welcher Haltung lebe ich die Gaben aus, die der Heilige Geist schenkt. Es geht darum, anderen damit zu dienen.
Petrus schreibt das genauso: 1.Petrus 4,10
Jeder soll den anderen mit der Gabe dienen, die er von Gott bekommen hat. Wenn ihr das tut, erweist ihr euch als gute Verwalter der Gnade, die Gott uns in so vielfältiger Weise schenkt.
Deshalb sind auch alle Gaben außer der Gabe des Sprachengebets für andere, innerhalb der Gemeinde und auch außerhalb. Vielleicht merke ich in meinem Leben, das ich etwas brauche, das ich nicht habe. Zum Beispiel in seelsorgerlichen Gesprächen: Da fragen Menschen nach einem Rat und ich habe keinen. Und ich sage: Gott, ich brauche was von dir, nämlich die Gabe der Weisheit, weil ich nicht weiter komme. Manchmal schenkt uns Gott eine Gabe nur für eine Situation, manchmal verändern sich Gaben auch im Laufe eines Lebens. Während der Heilige Geist bei den Früchten etwas in uns tut, tut er bei den Gaben etwas durch uns.
Epheser 4, 16 fasst das schön zusammen:
Jeder einzelne Teil erfüllt seine Aufgabe, und so wächst der ganze Leib hin zu Christus und baut sich durch die Liebe auf. Wir wachsen also als Gemeinde hin zu Jesus und helfen uns dabei in Liebe.
An dieser Liebe untereinander werden auch andere Menschen Gott erkennen. Wir erinnern uns an das Ziel des Heiligen Geistes: Er möchte Jesus groß machen. Es geht also bei den Gaben nicht darum, dass ich groß rauskomme. Sie sind ein Geschenk, ich kann mir darauf nichts einbilden. Der Heilige Geist möchte die Gaben gebrauchen, damit wir dadurch ermutigt werden und seine Gemeinde auf übernatürliche Weise erbaut wird und ein Zeugnis für Jesus in dieser Welt ist.
- Wie kann ich Gaben erkennen und einsetzen
Erinnern wir uns an das Bild des Körpers aus 1. Korinther 12:
Ich habe früher in meiner Jugend, oh man, so alt bin ich schon, also ich habe früher gerne Gabentests gemacht. Aber Gabentests haben mehrere Haken. Sie funktionieren in der Regel nur, und wirken dann wie eine Bestätigung, wenn ich schon ausgiebig Erfahrungen gesammelt habe. Deshalb ist es ganz wichtig, wenn wir uns mit unseren Gaben beschäftigen, sich als erstes zu informieren.
- Welche übernatürlichen Gaben gibt es überhaupt.
- Was beinhalten sie.
- Wie wirken sie sich aus.
Als zweites ist es wichtig, sich auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.
- In verschiedenen Bereichen einfach mal mitzumachen, mit verschiedenen Menschen und Dingen zu arbeiten.
- Einen Eindruck, den ich habe, einfach mal weiterzugeben
Als drittes ist es wichtig, sich immer wieder Rückmeldung von anderen zu holen.
- Was denkst du, was ich gut kann?
- Wie ist das gelaufen, was ich gemacht habe?
- Siehst du darin eine besondere Begabung, die ich weiterverfolgen sollte, oder soll ich lieber was anderes machen.
Es reicht nicht, wenn du denkst, du kannst gut singen, aber andere sich dabei lieber die Ohren zuhalten würden. Wir brauchen wie Timotheus einen Paulus, einen, der es gut mit uns meint und uns ehrlich Feedback gibt, aber der uns auch ermutigt, dran zu bleiben. Sich nicht entmutigen zu lassen, wenn es beim ersten Mal nicht klappt oder auch nach langen Jahren mal Rückschläge gibt. Gaben müssen trainiert werden, Paulus sagt Timotheus: 1. Timotheus 4,15: Gebrauch deine Gabe und übe dich darin, damit deine Fortschritte allen sichtbar werden. Ich stehe hier vorne nur, weil mich jemand vor vielen Jahren gefragt hat, ob ich nicht im Teenkreis unserer Gemeinde mitarbeiten möchte. Ich konnte mir das nicht vorstellen, aber diese Person hat etwas in mir gesehen und mich an die Hand genommen.
Als viertes ist es wichtig, sich immer wieder zu fragen:
- Was fällt mir leicht, was kann ich gut, was mache ich gerne, wofür schlägt mein Herz? Was mir leicht fällt, das merken wir oft gar nicht. Aber es ist ein Hinweis auf das, was wir gut können.
- Was können wir gut.
- Wo habe ich in meinem Leben Frucht gebracht und wurde von anderen bestätigt.
- Was mache ich gerne:
Seine Gaben einzusetzen ist zwar auch Arbeit, aber es macht auch unheimlich viel Spaß.
Und die letzte Frage: wofür schlägt mein Herz.
Wofür mein Herz schlägt kann ein Hinweis auf meine Gaben sein, oder ein Ansporn, Gott um eine besondere Gabe in diesem Bereich zu bitten.
Was fällt mir leicht, was kann ich gut, was mache ich gerne, wofür schlägt mein Herz? Schließlich kann ein Gabentest dann nochmal als Bestätigung oder Konkretisierung meiner Erfahrungen dienen. So ein Prozess braucht in unserer Gemeinde vor allem eins: Eine Offenheit für Fehler und Ausprobieren. Fehler dürfen passieren, sonst lernen wir nichts. Wir brauchen keine unnötige Angst haben, es darf auch mal schief gehen. Wenn jemand meint, dass Gott ihm aufträgt, für jemand anderen um Heilung zu beten, dann soll er das ausprobieren dürfen. Wenn jemand meint, ein prophetisches Wort zu haben, dann soll er das sagen dürfen. Wenn jemand eine Andacht oder Predigt halten möchte, weil ihm etwas wichtig geworden ist, dann soll er das dürfen. Wenn jemand gerne geben möchte, dann gebe ich ihm meine Kontonummer. Für all das finden wir einen geeigneten Rahmen zusammen, um sich auszuprobieren.
Paulus erlaubt eine Fehlerkultur. Er sagt in 1. Korinther 14 zum Thema Weissagung und Prophetie, die Zuhörer sollen prüfen. Und das gilt auch für die anderen Gaben. Alle machen sich Gedanken. Paulus gibt einen Rahmen in der Bibel, und auch wir haben entsprechend gesagt: Kommt zu uns als Leitung, und wir prüfen das, bevor etwas weitergegeben wird im öffentlichen Rahmen, und bei Einzelpersonen soll es jeder für sich prüfen.
Paulus ist sich also bewusst, dass so ein Gaben ausprobieren auch mal daneben gehen kann. Ich darf mich ausprobieren, ohne dass mich sofort einer runterzieht und sagt: Das war das letzte Mal in unserer Gemeinde. Man darf Fehler machen. Wie sonst soll ich zum Beispiel bei prophetischen Eindrücken lernen, Gottes Stimme von meiner eigenen zu unterscheiden. Daran merkt ihr aber auch, dass das Ausprobieren einen geeigneten Rahmen braucht, vielleicht nicht gleich im Gottesdienst, sondern in Kleingruppen, in Zweierschaften, und die Leute nicht gleich daher kommen und sagen: So spricht der Herr. Dazu gehört ein gewisses Maß an Demut und alle dürfen beurteilen. Vielleicht hätte die Frau aus meiner Anfangsgeschichte genau diesen Rahmen gebraucht.
Aus den 4 Fragen ergibt sich zum Schluss eine Aufforderung von Paulus:
- Strebt nach den Gaben!
Mit vielen der genannten Gaben haben wir keine Probleme, aber gerade bei den wirklich übernatürlichen bekommen manche ein mulmiges Gefühl. Das ist alles viel zu subjektiv und nicht greifbar. Mancher hat vielleicht einen Missbrauch dieser Gaben erlebt oder von Gottesdiensten gehört, wo Leute umfallen, andere unverständliche Laute sprechen und das alles ja auch so wie in der Prophetie mit Noah und Mose eindeutig nicht von Gott kommen kann. Da bleiben wir dann doch lieber bei der Bibel, wozu sollen wir auch soetwas brauchen.
Ich kann diese Gefühle verstehen. Bei manchen Dingen, die ich selber erlebt habe, ging es mir ähnlich. Aber nur weil etwas nicht so abläuft, wie Gott es sich vorgestellt hat, warne ich davor, alles dem Teufel zuzuschreiben, wie das manchmal geschieht und sich komplett zu verschließen Jesus selber ermutigt seine Nachfolger:
Lukas 11,13: Wenn schon ihr hartherzigen Menschen euren Kindern Gutes gebt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen Heiligen Geist schenken, die ihn darum bitten.
Auch in Korinth war es chaotisch, und trotzdem wirkte Gottes Geist. Aber deshalb gibt Paulus den Korinthern eine Anleitung zum Umgang mit Gottes Gaben. Nachzulesen in 1. Korinther 14, eine klare Ordnung unter der Autorität der Gemeindeleitung und alle sind aufgefordert, das Geschehen zu beurteilen. Und er betont besonders die Liebe und die Demut, mit der ich diese Gaben einsetzen soll.
Jeder von uns hat seinen Platz im Leib Christi, in der Gemeinde. Egal, wie alt du bist, egal wie frisch im Glauben, egal, ob Du denkst, du kannst fast nichts oder gar nicht weiß, was dein Platz sein könnte. Jedem hat Gott etwas gegeben, dass er einbringen kann, egal ob natürliche oder geistliche Fähigkeiten und Gaben. Ob es beten, putzen, kochen, Arbeit mit Kindern, mit Senioren, Technik, Leitung von Bereichen, Musik, Handwerk oder irgendetwas ist.
Wir haben aber meistens gute Einwände, uns nicht einzusetzen: Meine Gaben werden nicht gebraucht, ich kann das nicht, ich habe Angst, ich habe keine Zeit, ich bin zu alt, ich bin zu jung. Es gibt andere, die das besser können. Und ja, es gibt Menschen, die durch ihre persönliche Situation so herausgefordert sind, dass sie sich nicht oder nur wenig einbringen können. Wie gut, dass ihr beten könnt, denn das ist so wichtig. Und es gibt andere, die das Reich Gottes ganz bewusst dahinbringen, wo sie sind und z.B. die Aufgabe in einem Verein als den Platz sehen, an den Gott sie bewusst hingestellt hat, um Menschen für ihn zu erreichen. Das ist so gut und wir segnen euch.
Auf dem Infoständer findet ihr ein Heft mit unseren Arbeitsbereichen und Aufgaben. Schaut euch das gerne an und sprecht uns an. Wir helfen euch, einen Platz zu finden. Letztlich erlebt man selber Gottes Segen, wenn man sich von ihm gebrauchen lässt.
Amen.