Wir sind mittendrin in unserer Themenreihe „Heil werden“ und letzte Woche haben wir uns angeschaut: Was hat Gott für unser Leben vor, für dein Leben? Und zwar, dass wir in einer Welt leben, die zerbrochen ist, aber zerbrochen nicht das ist, was Gott für unser Leben will, sondern dass er sich wünscht, für unser Leben heil zu werden.
So, wir haben hier die Puppe hier. Wer von euch weiß noch, welche T-Shirt-Farbe sie letzte Woche hatte? Blau. Siehst du, hättest du mich gefragt, ob sie ein T-Shirt anhätte, hätte ich wahrscheinlich noch gerade Nein gesagt. Ja, so achtet ihr auf diese Puppe. Sehr gut! Blau. Die bleibt auch bei Blau heute, ja? Wir werden sie heute einbeziehen. Ich habe schon gedacht: Was ist mit dieser Puppe los? Nele heißt sie. Und sie begleitet uns heute ein bisschen.
Heute ist unser Thema: Wie sind wir geschaffen? Das heißt, Gott hat uns geschaffen. Wir sind kein Zufallsprodukt, das irgendwie mal durch Materien sich irgendwie zusammengesetzt hat. Und zufällig stehen wir heute hier, sondern Gott hat uns geschaffen. Wir sind sein, sein Ergebnis, ja, ausgedacht von ihm. Und trotzdem sind wir ja echt komplex, oder? Also, wenn du dich jetzt beschreiben würdest, wie bist du? Dann kann man sagen: „Ich habe einen Körper.“
Okay, und wir kleben mal einen Zettel dran. Wer hat schon mal in den Spiegel geguckt heute Morgen? So wie ihr ausseht, alle. Ja, schick seid ihr. Ja, also unser Körper ist uns bekannt, wobei manchmal die Prozesse, die in unserem Leben, in unserem Körper stattfinden ja schon auch komplex sind. Ja, wir haben auch ein Gehirn. Ich wollte erst Verstand draufschreiben, aber das ist ja auch nicht immer gegeben, ne? [lacht] Wir haben ein Gehirn. Ja, ich klebe das auch noch mal dran. Okay, damit sind wir ja fertig. Wir haben einen Körper, wir haben ein Gehirn, alles ready. Oder?
Vor ein paar Jahren starb mein Vater und, wir konnten abends noch mal in dahin gehen, wo er aufgebahrt war. Und dann habe ich seinen Leichnam gesehen und habe gesagt: „Er ist nicht mehr drin.“ Und das, was wir sehen von uns oft, ist der Körper und vielleicht auch Gehirn oder Verstand, je nachdem, wie das ausgeprägt ist. Ja, aber ist das alles von uns? Was ist das, wenn ich gesagt habe, er ist nicht mehr drinnen? Das ist ja gar nicht so einfach zu beschreiben, oder? Wer sind wir? Wer bist du? Was ist das, was in dir drinnen ist aber vielleicht gar nicht so sichtbar ist? Wir finden in der Bibel verschiedene Beschreibungen dafür und wir drehen die Nele (Puppe) mal um.
In der Bibel wird dieser Teil von uns, dieser unsichtbare Teil, mit Begriffen beschrieben, die voneinander getrennt sind und doch irgendwie ineinander übergehen. Und zwar wird beschrieben, dass wir als Mensch einen Körper haben, ein Gehirn, und auch einen Geist . Du hast ein Herz, nicht nur das Organ, sondern der Sitz deiner Gefühle und du hast eine Seele. Wenn dich heute Mittag jemand fragt: „Hey, beschreib doch mal, was ist der Geist, was ist Herz und was ist Seele?“, würde es aus uns rausdringen, oder? Das ist gar nicht so leicht. Wer sind wir? Was ist das, was in uns ist, was uns ausmacht, wie wir geschaffen wurden? Na klar, haben wir einen Körper bekommen, ein Gehirn, aber da ist auch etwas anderes, das in uns ist. Wenn wir darüber reden, dass wir heil werden kann es sein dass körperliche Heilung stattfindet, durch Ärzte oder auch durch andere Dinge. Aber wenn wir von Zerbruch reden, kann es auch sein, dass diese Dinge in unserem Leben Zerbruch haben und Gott aber hHeilung für uns möchte, für unseren Geist, für unser Herz und für unsere Seele. Und lasst uns mal zusammen ein bisschen in die Bibel hineinschauen, wie diese Dinge beschrieben werden. Das ist nämlich auch ein bisschen mysteriös.
Ich weiß noch in dem Moment wo ich mich für Jesus entschieden habe, ihm zu folgen, da habe ich gemerkt wie ich einen tiefen Frieden in mir spürte. Aber wo hatte ich diesen Frieden? Im Körper, im Gehirn oder in meiner Seele? Ja, wir sind für uns mysteriös. Das ist spannend. In Psalm 139 sagt David:
„Dass du mich so durch und durch kennst, das übersteigt meinen Verstand.“ (Psalm 139)
Da denke ich so: Ja, meinen auch. Ja, wie wir sind, wie wir gemacht sind, wie wir geschaffen sind, wie wir beschaffen sind als Menschen. Lass uns mal schauen, es gibt sehr viele Bibelstellen dazu. Wir schauen uns heute nur ein paar wenige an. Könnt ihr aber gerne selbst noch ein bisschen erforschen. Was sagt denn die Bibel über das Herz? Dort lesen wir:
„Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.“(Sprüche 4,23)
Heißt jetzt nicht nur: „Okay, wenn du mal Zeit hast, kümmere dich dein Herz, dann ist alles gut.“ Ich glaube, es geht jetzt nicht nur um das Organ sondern mehr um unsere Gefühle, unsere Persönlichkeit. Mehr als alles andere beschütze diesen Teil in dir, der oft nicht sichtbar ist, für andere. Oder dann steht dort weiter:
„Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig, wer kann es ergründen?“(Jeremia 17,9)
Okay, das ist jetzt eine Beschreibung des Herzens nicht so positiv ist, was wir vielleicht aber auch merken, wenn wir vielleicht auch Hass und negative Dinge empfinden. Und dann dieses Gebet von David:
„Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“(Psalm 51,12)
So, und hier kommen mir jetzt schon die beiden Begriffe vor. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, wasch mich rein, fülle mich neu und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Lass uns bei Geist weitermachen. Da haben wir schon gesehen: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“ Und was war das, als Jesus starb? Was sagte er?
„In deine Hände lege ich meinen Geist.“(Lukas 23,46)
Und wir merken, da sind Dinge in uns drinnen, die wir gar nicht so einfach fassen können. Machen wir mit der Seele weiter.
„Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele, oh Gott, nach dir.“ (Psalm 42,2)
Ist ja Wahnsinn, oder? Unsere Seele, die Seele jedes Menschen lechzt nach Gott, sehnt sich nach Gott. Es gibt einen Kirchenvater, Augustinus, der hat einmal gesagt:
„Unsere Seele ist unruhig, bis sie Ruhe findet in dir.“
Erst wenn wir bei ihm angekommen sind, findet unsere Seele Ruhe. Oder Psalm 42,6:
„Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?“
Vielleicht kennst du das, hast das schon erlebt, dass du eine Unruhe in dir hast. Und er beschreibt: „Was bist du so unruhig in mir, meine Seele?“ Der dritte Johannes: „Geliebter, ich wünsche dir, dass es dir in allem wohl gehe, alle Bereiche, und du gesund bist, wie es deiner Seele wohlgeht.“ Und dann sagt Jesus:
„Kommt her zu mir, die ihr müde und beladen seid. Bei mir findet ihr Ruhe für eure Seele.“ (Matthäus 11,28-29)
So, wenn mir jetzt jemand beschreiben soll: Was ist denn die Seele? Das ist nicht so einfach, ne. Aber wir sind so geschaffen. Und dieser Bereich in uns, das ist unsere Identität, ist wer ich bin, meine Existenz. Gott gab mir eine Seele, damit wurde ich zu einem lebendigen Wesen. Damit hat mein Dasein begonnen. Das ist meine Persönlichkeit, der Sitz meiner Gefühle. Damit erlebe ich Schmerz und Freude. Ich habe Gedanken, Erinnerungen, ich habe ein Bewusstsein und auch ein Unterbewusstsein und das unterscheidet mich auch sehr von Tieren. Ich habe die Möglichkeit, Sinnfragen zu stellen, zu planen, zu reflektieren, zu fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Nach dem Sinn des Lebens, nach Gott zu fragen, zu lieben, zu hassen, eine Moral zu entwickeln. Das macht einen Teil meiner Ebenbildlichkeit zu Gott aus, wie ich geschaffen wurde. Und doch ist es irgendwie mysteriös, oder? Also für mich schon. Das Interessante ist, manchmal, wir drehen mal kurz um.
Manchmal haben Menschen einen leeren Blick. Aber nur der Körper. Aber eigentlich erzählt das uns etwas über den Bereich dahinter. Das heißt, wir sehen manchmal den Körper von Menschen, aber eigentlich erzählt uns das etwas von der Seele, von dem Herz. Die Körpersprache eines Menschen erzählt uns von den Dingen dahinter, die die wir gar nicht so sehen. Und wenn ein Mensch stirbt, lassen wir den Körper als Hülle zurück. Wir gehen, lassen einen Teil zurück. Das heißt aber auch nicht, dass der Körper schlecht ist. Ja, es gab auch eine Zeit in der Kirchengeschichte, da gab es so eine Körperfeindlichkeit. Nur die Seele war wichtig. Nein, wir sind komplett geschaffen. Wir lassen aber irgendwann einen Teil zurück. Und der ist auch wichtig. Den sollten wir auch gut füllen, ja. In 1.Korinther 3,16 steht:
„Unser Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes (kein Tümpel).“
Ist nur ein paar Buchstaben? Aber ihr merkt, das ist ein Unterschied. Ja, ein Tempel des Heiligen Geistes, den wir auch so behandeln sollten, als Geschenk, würdevoll, respektvoll, so wie er gedacht ist. Aber auch nicht überhöhen. Mein Körper kann auch zu meinem Gott werden, wenn es nur noch Körperkult geht und so weiter. Das Interessante ist ja, dass diese Dinge aber einander bedingen. Also angenommen, da ist jemand, der wurde als Kind immer verletzt. Ihm wurde wehgetan. Und irgendwann fängt er an, aufgrund dieser Verletzung in seinen Körper immer mehr Essen reinzustopfen. Er wird dicker und dicker und irgendwann wird er krank , und dann beginnt vielleicht Soziale Isolation, weil die anderen sagen: „Mit dir spiele ich nicht.“ Ja, und dann geht’s weiter. Das macht etwas mit meinem Selbstwert. Wenn’s schlecht läuft, kriegst du Diabetes, Herzprobleme und so weiter. Das Ganze sind körperliche Auswirkungen, aber es hat begonnen in der Seele, im Herz. Vielleicht sagt deswegen der Psalmist in den Sprüchen:
„Über alles aber bewahre dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.“(Sprüche 4,23)
Und das kann auch andersrum sein. Manchmal kann es ja gut tun, meinem Körper was Gutes zu gönnen. Das ist auch wieder gut für meine Seele. Ja, für manche ist das Joggen, für manche auch nicht. Für manche ist es Schnee schippen, für manche auch Seilspringen. Ja, das ist kein Geheimnis. unserem Körper was Gutes tun ist gleichzeitig auch gut für unsere Seele. Manchmal kann es auch sein, dass wenn es meiner Seele gut tut, meinem Herzen auch gut tut, dass es auch Auswirkungen auf meinen Körper hat. kennt ihr den Spruch: Das ist mir auf den Magen geschlagen? Der Stefan hat vor zwei Wochen vom Vergeben berichtet auch. Wie seelische Prozesse da waren, als sie geheilt waren, dann hat sich auch im Körper etwas verändert. In der Wissenschaft nennt man das den Bereich der Psychosomatik. Das Zusammenspiel von Seele und Körper, also wie Gedanken, Gefühle, Stress und innere Konflikte körperliche Beschwerden beeinflussen können. Wir sind komplex geschaffen. Und das Interessante ist, dass jetzt dieser Bereich der Psychosomatik, ja, der vielleicht irgendwann in den letzten Jahren, Jahrzehnten erkannt wurde, in der Bibel schon lange beschrieben wird. Lass uns mal reinschauen.
Das ist so ungefähr tausend Jahre vor Christus, ist dreitausend Jahre her. Ich habe extra Luther genommen, das ist schön drastisch. „Ein fröhliches Herz tut dem Leibe wohl.“ Ja, ist egal, ob das fröhlich ist, oder? „Ein fröhliches Herz tut dem Leibe wohl, aber ein betrübtes Gemüt lässt das Gebein verdorren.“ Das heißt aber auch wenn der Bereich hier heil ist dann hat das Auswirkungen auf meinen Körper. Finde ich spannend. Vor dreitausend Jahren beschrieben. Oder hier: „Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben, aber Eifersucht“, und jetzt achten Sie darauf, „ist Eiter in den Gebeinen.“ Okay, also Auswirkungen aus dem Bereich, nicht sichtbaren Bereich, den wir hier vorne erleben.
„Halte dich selbst nicht für weise, fürchte den Herrn und weiche vom Bösen. Das wird deinem Leib Heilung bringen und deine Gebeine erquicken.“ (Sprüch 3,7-8)
Das ist ein sehr sensibles Thema. Ich will nicht damit sagen, dass jede Krankheit ausschließlich mit dem Bereich zu tun hat. Aber ich würde auch sagen, wir sollten es auch nicht unterschätzen, ja, wie wichtig und wertvoll unsere Seele ist und dass das Auswirkungen sogar auf mein ganzes Sein haben kann. Noch mal kurz zu dem von letzter Woche. Jesus hat gesagt: „Ich bin gekommen, um das Leben in Überfluss zu bringen.“ Was meint er damit? Ich glaube, dass er das Heil für diese Bereiche will und die Auswirkungen haben kann auf unseren ganzen Körper. Jesus ist gekommen, um das Heil in das Leben zu bringen. Und wisst ihr, wie der Abschnitt beginnt? „Ich bin gekommen, um Leben in Überfluss zu bringen.“ Da sagte Jesus:
„Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen, zu schlachten und ins Verderben zu stürzen. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.“ (Johannes 10,10)
Ah, jetzt kommt ein neuer Aspekt ins Spiel, ne? Ich bin gekommen, um Leben in Überfluss zu bringen, aber es gibt einen, der ist der Dieb. Und was hat er vor? Zu stehlen, zu schlachten und ins Verderben zu stürzen. Vielleicht für diesen Bereich. Wie ist Gott? Wir lesen in der Bibel: Gott ist Liebe, Gott ist Licht und Gott ist gut. Wenn ich also wissen will, wie der Dieb ist, muss ich einfach nur das Gegenteil beschreiben von dem, wie Gott ist. Das heißt, wenn Gott Liebe ist, dann ist der Teufel Hass. Wenn Gott gut ist, ist der Teufel schlecht. Wenn Gott Licht ist, ist der Teufel Dunkelheit. [Husten] Und wenn Jesus gekommen ist, um Leben in Überfluss zu bringen, was hat dann der Teufel vor für dein Leben? Ganz bestimmt nicht Gutes, Licht und Freude und Liebe und Heil sein. Was lesen wir hier? Der Dieb ist gekommen, um zu, um zu schlachten und zu stehlen und ins Verderben zu stürzen. Was er für unser Leben will, ja, für das, was du bist, im Gesamtpaket ist der Bruch. [Quietschen] Wir lesen im Neuen Testament: „Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, wir kämpfen gegen unsichtbare Mächte und Gewalten. Und dass der Teufel Menschen in einer Schlinge hat, um sie für seine Absichten zu missbrauchen und dass wir uns versöhnen sollen, weil wir sonst dem Versucher Chancen geben.“ Der Teufel will Zerbruch. Auf welchen Ebenen? Vermutlich auf allen, weil er einfach schlecht ist, weil er einfach Hass ist, weil er böse ist. Und seine Methoden ist: Ich säe Boshaftigkeit in diese Bereiche hinein. Ich überhöhe manche Bereiche. Ich mache vielleicht auch den Körper zum Gott, ja? Oder ich führe Menschen in Einsamkeit, in Isolation. Und ich schaffe es, dass Menschen uns herum in dieser Welt irgendwann denken: Oh, Gott muss aber langweilig sein und miesepetrig. Und da wäre das Schlechte für mich. Das ist ja total krank. Gott, der Liebe, Licht und Gut ist, [lacht] wird umgedreht zu dem, da, wo wir Heilung finden, ja, wird umgedreht und langweilig beschrieben. Ich möchte mit euch über zwei wichtige Verse sprechen, die ich glaube, dass sie diesen Bereich betreffen, die mir sehr wichtig sind. Lass uns mal hineinschauen. Hebräer zwölf, Vers fünfzehn steht: „Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden.“ Ich lasse mich mal kurz helfen mit diesem Satz. [lacht] Der ist nämlich nicht so leicht. „Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, die Gnade Gottes nicht erlebt, nicht erfährt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden…. Wer jetzt im Gartenanbau tätig ist, hat jetzt Vorteile. Also angenommen, du hast ein Gemüsebeet, dann könnt ihr euch vorstellen, in zwei Monaten, ihr müsst es mal pflegen. Ja, Unkraut raus. Wenn ihr Unkraut drinnen lasst, habe ich schon gemacht. [Kichern] Habe ich die nächsten Wochen keinen Spaß gehabt, weil das wird nicht kleiner, das wird größer. Und wenn ich mein Leben mit Jesus beginne, wird mein Gemüsebeet in meiner Seele einmal gereinigt. Das heißt aber nicht, dass im Laufe der Zeit immer mal wieder Sachen hineinkommen können, weil wir in einer Welt leben, in der Zerbruch ist und weil der Teufel schlechte Absichten für dich hat. Das ist also wie, wenn du dein Gemüsebeet im März einmal alles rausholst und trotzdem kommt irgendwann ein Löwenzahn reingeflogen, weil das so ist. Jetzt ist aber die Frage: Was mache ich damit? Jetzt kann ich das alles wachsen lassen. Schönen Dank! Dann hast du nicht mehr viel anderes, was da wächst. Und so stelle ich mir das mit unserer Seele vor. Wenn ich mit Jesus lebe, bin ich einmal befreit, rein gemacht. Das heißt aber nicht, dass nicht Dinge in mein Leben hineinkommen können, die destruktiv für mein Herz, für meine Seele und für meinen Geist sind. Sondern die Sachen kommen, also wie Verletzungen, schlechte Gedanken. Du, hier, du gehst nachher raus und du wirst in der nächsten Woche von irgendjemand verletzt werden. Vermutlich. Ich will jetzt keine prophetal, prophetischen Sachen sagen. [lacht] Ja, aber wir, wir Menschen sind so. Wir verletzen uns, wir erleben Verletzungen, wir treffen auf Menschen. Das passiert immer wieder. Die Frage ist: Lassen wir diese Dinge in uns wachsen oder reißen wir es raus, diese bittere Wurzel? Ich habe gestern Abend, ich hatte mal Spaß an ChatGPT und habe mal eingegeben: Erstell mir mal ein Bild zu diesem Vers. Es ist echt drastisch geworden. Schaut euch das mal an. Aber dann denke ich: Okay, das will ich nicht in diesem Bereich meines Lebens haben. Warum? Das hat echt schlechte Auswirkungen. Und das Blöde ist, so Unkraut, Unkraut wächst immer, ne? Kennt ihr diesen Spruch? Meine Tomaten gehen ein wie nichts, aber Unkraut wächst und das verteilt sich. Okay, Beikräuter könnte man auch sagen. Ich will jetzt hier auch nicht falsch sagen, aber ihr versteht, was ich meine. Und wenn Unkraut in meinem Leben ist, das kann sein, ich werde verletzt und ich lasse es wachsen. Und irgendwann wird es zu Zorn und zu Hass. Und das kann sein, vielleicht wurdest du als Kind schlecht behandelt und du trägst es dein Leben lang mit dir rum und es wächst und es wird gegossen und es wächst und die Sonne kommt und es wächst. Und es kann sein, dass du deine ganze Familie mit reinziehst und sie quasi damit befleckt werden und du für die Gnade gar keinen Raum lässt, weil du an dem Unkraut festhältst. Und ich muss sagen, das ist kein Spaß. Das ist eine Methode des Teufels, Zerbruch in unser Leben zu bringen. Er will nichts Gutes für dich. Der, der Gutes will, ist Gott, der heilen will, ja, der unseren Geist, unsere Seele und unser Herz neu machen will. Wenn wir aber zulassen, dass dieses Gift in unserem Leben ist, kann es sein, dass es eine bittere Wurzel wird und die wächst und wächst und so weiter. Das Zweite steht in zweite Korinther zehn, Vers vier: „Meine Waffen in diesem Kampf sind nicht die eines schwachen Menschen, sondern die mächtigen Waffen Gottes. Und jetzt, ich zerstöre, mit ihnen zerstöre ich feindliche Festungen. Ich bringe falsche Gedankengebäude zum Einsturz und reiße den Hochmut nieder, der sich der wahren Gotteskenntnis entgegenstellt. Jeden Gedanken, der sich gegen Gott auflehnt, nehme ich gefangen und an der Stelle eben den Befehl Christus.“ Darüber könnten wir den ganzen Tag machen. Es ist sehr intensiv, aber er spricht davon, dass es in unserem Leben feindliche Festungen geben kann. Wer ist der Feind? Okay, nicht Gott. Ja, Satan baut also Festungen in unserem Leben auf und falsche Gedankengebäude. Und er pflanzt Hochmut in unser Leben hinein. Ja, für die einen sind es falsche Gedankengebäude, für die Menschen auch Hochmut. Ja, da muss, muss man sich selbst überprüfen. Was heißt das aber? Der Satan pflanzt in dein Leben ein. Zum Beispiel: Wer bin ich schon? Oder so wie ich bin, kann Gott mich doch nicht mehr lieben. Oder liebt Gott dich wirklich? Oder kannst du Gott wirklich vertrauen? Oder dir wird doch nicht vergeben. Oder ich denke zu gut, was bin ich für ein toller Typ? Ja, wofür brauche ich Gott? Oder ich antworte meinem Leben vielleicht lieber mit Rache statt mit Gnade. Und was ist das? Das sind Gedankengebäude, die Gebäude, die sich in diesem Bereich manifestieren können, in meinem Geist, in meiner Seele, in meinem Herzen. Was haben wir in Sprüche vorhin gelesen? „Über alles aber bewahre dein Herz.“ Das heißt, lass nicht zu, dass bittere Wurzeln in dein Leben kommen, die aus Verletzungen herauskommen können, aber wachsen und wachsen und wachsen und vielleicht sogar noch die nächste Generation mit hineinreißen. Oder Festungen, falsche Gedanken, falsche Lügen, die der Teufel über dich erzählt. Lass es nicht zu, dass diese Dinge in deinem Leben Raum gewinnen. Wisst ihr, unsere Welt ist so: Du wirst verletzt werden. Es werden Krisen kommen und es werden Kriege kommen. Nicht, weil es Gottes Plan ist, sondern weil wir in einer Welt des Zerbruchs leben…. Aber er hat gesagt: „Ich bin gekommen, um Leben in Überfluss zu bringen, um Heil zu bringen.“ Das heißt, du kannst um dich herum Schmerz und Hass erleben und dennoch Frieden haben in dir, in deiner Seele, weil du weißt: Ich bin gewollt, ich bin geliebt. Ähm, Gott hat alles für mich getan. Ich bin sein Kind. Wisst ihr, was mir in vielen Gesprächen in der Seelsorge aufgefallen ist? Die meisten Dinge haben immer mit meiner Identität zu tun, immer mit meinem Herzen, immer die Fragen: Wer bin ich? Was kann ich? Bin ich geliebt? Bin ich gewollt? Und so weiter. Natürlich setzt der Teufel da an, um zu sagen: „Wer bist du schon? Du bist nicht geliebt. Ja, hat Gott dich überhaupt gemacht? Und ist Jesus überhaupt für dich gestorben? Hat er überhaupt für dich bezahlt?“ Und so weiter. Das sind aber nicht die Gedanken Gottes über dein Leben. Aber die Gefahr ist, dass ich diese falschen Festungen, Gedankengebäude stehen lasse und die bitteren Wurzeln in meinem Leben lasse, in Geist, Seele und Herzen. Und das müsst ihr euch vorstellen, das ist wie, wenn: Du fährst in den Urlaub und vergisst deinen Biomüll auf dem Tresen, der bleibt stehen. [lacht] Da hast du Spaß im Halbjahr. Der hat sich vielleicht verdoppelt. [lacht] Aber das ist wie, wenn du in diesen Bereichen deines Lebens Dinge stehen lässt. Und das ist nicht, was Gott für dein Leben will. Er will Heil für dein Leben. Er will, dass wir rein sind, dass wir, dass wir neu gemacht sind, immer wieder. Oder es ist, wie wenn du deine Tür zu Hause zumauerst. Ja, und du willst durch deine Wohnung gehen, aber du rennst immer wieder vor Wände. Aber glaubst du, das ist das, was Gott für dein Leben will? Das Leben im Überfluss. Und mir geht’s hier nicht Wohlstandsevangelium nach dem Motto: „Hey, folge Gottes Geboten und dann wirst du reich werden, alles ist prima und du wirst nie wieder Schmerz erleben.“ Sondern es geht um einen tiefen Frieden, um einen tiefen Zufriedenheit, die sich auf alle Bereiche im Leben auswirken kann. Wisst ihr, wir finden in der Bibel, in Gottes Wort, so viele gute Dinge, gute Gedanken, gute Hinweise für diese Bereiche unseres Lebens. Aber wir müssen es nutzen. Ja, Psalm eins steht: „Glücklich aber ist der Mensch, der Tag und Nacht über Gottes Gesetz nachdenkt. Er ist wie ein Baum, der am Wasser steht.“ Das heißt, diese Seele wird immer wieder getankt und betankt mit guten Dingen, mit Wahrheiten, nicht mit Lügen. Ist so ein bisschen auch, habe ich bei Christin gelernt, mit Gemüsebeeten. Ja, wenn du [lacht] im Gemüsebeet kein Unkraut haben willst, pflanze einfach alles voll mit guten Sachen. Dann kann ja kein Unkraut mehr wachsen. Ja, pflanz deine Seele und deinen Geist voll mit guten Dingen. Da kann gar nicht mehr so viel bittere Wurzel entstehen, ja, weil du die guten Dinge, die Wahrheiten, die Gott über dich sagt, in deinem Leben drin hast. Und wenn du jetzt zugehört hast, dich das Ganze beschäftigt und du vielleicht merkst: „Ah, okay, das ist auch was, was mich in meinem Leben betrifft.“ Du dich nach Freiheit sehnst, tiefere Beziehung zum Vater, dann möchte ich, äh, euch zu was einladen. Und zwar wollen wir demnächst mit einem Kurs starten. Ich habe ja gesagt, ich mag jetzt Kurse. [lacht] Und es gibt einen Kurs von ICF, der nennt sich Get Free. Ihr seht da auch Sachen an der Wand hinten. Der ist von ICF entwickelt, einer Jugendfreikirche in München. Sie sagen, Gottes Plan für unser Leben ist nicht Zerbruch, sondern heil werden. Und in diesem Kurs geht es darum: Ihr müsst euch vorstellen, du hast eine Taschenlampe. Also das Wort Gottes wird ja auch verglichen mit einer Leuchte, mit einem Licht. So, und mit diesem Kurs kannst du quasi einmal mit deiner Taschenlampe, das ist die Bibel, durch die Räume deines Lebens gehen und gucken: Hey, gibt es in meinem Leben irgendwo Biomüll? Oder gibt es irgendwo, äh, gibt es irgendwo feindliche Festungen? Oder gibt es irgendwo, ähm, bittere Wurzeln? Ja, und dann kannst du mit diesem Kurs durch diese Wohnung gehen. Soll über acht Wochen gehen, ja. Wir werden als Gruppe das zusammen machen. Man hat aber auch viel für sich zu Hause und ich sage euch, das kann wirklich hart sein. Das ist nicht nur Spaß, weil je nachdem, was so in meinem Leben ist, kann das wirklich wehtun. Aber wenn es wehtut, ist es noch besser, es rauszumachen, damit nicht Dinge in meinem Leben, in meinem Umfeld, noch davon geschmutzt werden von einer bitteren Wurzel. Und ich möchte euch einladen, dazu zu überlegen: Kann das etwas sein? Ist anhand der Zehn Gebote, ja. Und dann gehst du einen, eine Woche die Bereiche meine Familie durch. Wie war die Beziehung zu meinen Eltern? Wie, äh, ist meine Beziehung zu meinen Kindern? Wie ist mein Gottesbild davon geprägt? Und so weiter. Und zu gucken: Hey, ist in diesem Raum meines Lebens eine bittere Wurzel? Muss ich da anfangen rauszuholen. Und dann geht es auch um Bekennen voreinander. Ja, was lesen wir? Wenn wir einander die Sünde bekennt, ist Gott treu und gerecht. Jetzt kannst du natürlich sagen: „Ah, okay, das lasse ich lieber in meinem Leben.“ Das hat aber einen Preis und der Preis ist hoch, das kann ich euch sagen. Wenn ich bittere Wurzeln, feindliche Festungen in meinem Leben zulasse, hat es seinen Preis. Sachen zu bekennen und zu benennen, hat auch einen Preis. Wisst ihr, was das Erste war, was Adam und Eva nach dem Sündenfall getan haben? Sie haben die Schuld auf andere geschoben und sie haben sich versteckt. Scham war da. Das ist was in uns, weil wir denken, wenn das andere von uns wissen, lieben sie mich dann noch? Wir sehen ja nur den Körper. [lacht] Wir sehen ja nicht, was dahinter ist. Aber wenn wir einander Dinge bekennen, können wir heil werden. Das sind Prinzipien aus dem Wort Gottes, was wir tun müssen, um bittere Wurzeln und feindliche Festungen einzureißen. Wir können die Sachen dalassen, aber es hat einen Preis. Weil Gottes– da, wo bittere Wurzeln im Gemüsebeet stehen, kann halt auch kein anderes Gemüse wachsen. Kein gutes, kein fruchtbares. Das, was Gott für unser Leben will…. Du musst dir vorstellen, dieser Kurs ist so ein bisschen– Oder wer von euch hatte schon mal einen Laptop, der einfach nicht mehr gut funktioniert hat? Ich immer. Wow! [Gelächter] Was macht ihr dann mit eurem Laptop? Ich hoffe, ich sage das Richtige. Es gibt so einen Scan, [lacht] da wird einmal durchgecheckt: Habe ich irgendwo Müll drauf? Habe ich Viren drauf und so weiter. Ja, und wenn du nichts findest, halleluja! [lacht] Nee, auch nicht, dann weiß ich nicht, warum der Laptop langsam ist. Okay, das ist ein anderes Thema. Aber wenn du es findest, sagst du doch: „Super, jetzt weiß ich, wo das Problem ist.“ Und nicht: „Ach, den Müll lassen wir drauf. Müll, Müll ist doch super auf meinem Laptop. Ja, kann jemand mir Passwörter klauen. Klasse! Ne, wird mein Konto leergeräumt.“ Oder ich sage: „Okay, ich drücke auf Scan, um reinzuwerden.“ Ja, und dieser Kurs soll helfen, anhand biblischer Prinzipien, ja, es geht die ganze Zeit um das Wort Gottes und es geht die ganze Zeit das Kreuz, zu sagen: „Ich bringe Jesus die Sachen ins Kreuz und ich empfange Gnade.“ Denn wenn wir unsere Sachen vor Gott bekennen, steht Gott nicht da und sagt: „Du, du, du, was habe ich denn da an deiner Seele und deinem Geist und deinem Herzen gefunden? Das aber nicht.“ Als ob er das nicht wüsste. Er weiß es doch, aber er will uns heilen. Das kann Auswirkungen auf viele Bereiche unseres Lebens haben. Ich möchte euch ermutigen, da zu überlegen: Kann das was für euch sein? Es wird so nach Ostern starten. Wir gucken mal, ob wir das mit, wie wir das auffahren, hängt ein bisschen davon ab, wie sich anmelden, ne? Das kannst du mit einer kleinen Gruppe machen, kannst du aber auch mit einer Gruppe, die sich zusammenstellt, für acht Wochen machen. Aber ich möchte dich ermutigen, wenn du Heilung in diesen Bereichen willst, schade es sich nicht, so einen Scan einmal durch mein Leben laufen zu lassen. Schade sogar nicht, das einmal im Jahr zu machen, weil wer braucht Müll? Ja, ist so ein bisschen wie Müll rausbringen. Macht man nicht gerne, ist aber gut. Versteht ihr, was ich meine? Ich hoffe, ich habe noch mehr Beispiele. [Gelächter] Ich habe wirklich noch ein Beispiel. Jetzt komme ich in Fahrt. Wir hatten neulich unseren Abfluss verstopft. [Gelächter] Was machst du, wenn dein Abfluss verstopft ist? Immer weiter drauf, ne? Bis alles überläuft. Das ist nicht schön. Du musst so drunter kriechen, das Ding aufdrehen [lacht] und einmal rausholen. Und ich glaube, dass wir auch einen seelischen Abfluss haben, emotionalen Abfluss. Und wenn der erst mal verstopft ist und da kommen immer Sachen drauf, das wird nicht besser. Kannst du versuchen. Ja, ah, okay, ich nehme das Sieb raus und lasse alles drauflaufen. Hilft aber nichts. Du musst den Abfluss freimachen, damit, auch wenn Verletzungen kommen, sie nicht immer wieder hängen bleiben. Wenn sie aber hängen bleiben, werden sie zu einer bitteren Wurzel oder zu einer feindlichen Festung, ja. Wenn du es willst, okay, Gott will das aber nicht für dich. Wir sagen oft: „Ach Gott, warum willst du das für unser Leben? Warum hilfst du nicht? Warum heilst du nicht?“ Und er sagt: „Okay, wende meine Prinzipien an, unter anderem auch, Sachen voreinander zu bekennen.“ Das, was Gott für unser Leben will, lesen wir in Johannes acht, Vers einunddreißig: „Wenn ihr bei dem bleibt, was ich euch gesagt habe und euer Leben darauf gründet, seid ihr wirklich meine Jünger. Bei dem, was ich gesagt habe und euer Leben darauf gründet, es umsetzt, dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit, die wird euch frei machen.“ Der Abfluss wird durchgespült. Psalm hundertsiebenundvierzig: „Er heilt alle, deren Herz zerrissen ist, und verbindet ihre Wunden. Und wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von jeder Ungerechtigkeit.“ Wir kommen zum Finale. Ich hoffe, dass ihr verstanden habt, wie wertvoll und wichtig dieser Bereich ist, den Gott euch gegeben hat. Ja, wir können alles für unseren Körper machen, aber wenn wir nichts für unseren Geist, Seele und Herz machen, wird es negative Auswirkungen haben. Das ist so wertvoll, sich mit Gutem zu füllen und es ist so wertvoll, auch diese Bereiche in meinem Leben zu säubern. Wenn Unkraut kommt, direkt raus. Wenn es länger drin ist, unbedingt raus. Und wenn es lang und tief ist, hilft manchmal auch nur dickes Gefährt. Das tut weh, aber es muss raus. Mit gutem Füttern, mit gut, guten Zusagen, mit seiner Wahrheit über sich, über dich, über die Welt. Das schafft Heilung in dir. Die Seele verlangt nach ihm und daraus entstehen gute Beziehungen, Heilung bei anderen. Und wir werden auch unsere Welt besser verstehen, wenn wir einfach einen Abfluss haben. Ich möchte euch ein bisschen Zeit für euch geben, um zu überlegen: Okay, was heißt das jetzt für mich? Anhand von Psalmen, die wir zusammen, die, die ihr für euch beten könnt. Und zwar einmal steht dort: „Prüfe mein Herz, erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne, wie ich es meine, und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigen Wege. Und dann schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“ Ich möchte euch einladen, für euch mal die Zeit zu nutzen, einmal in euch zu hören: Wie geht es denn meinem Geist, meinem Herz, meiner Seele? Wo sind vielleicht Wurzeln in meinem Leben? Wo sind feindliche Festungen, die sich aufgebaut haben? Wo ist es gut, dass Heilung in mein Leben hineinkommt? Ja, ist es vielleicht für dich dran, auch bei dem Kurs mitzumachen, der wehtun kann. Ich sage es vorher, [lacht] aber was gut ist, ja, was befreit, was frei macht. Ja, für euch mal zu überlegen und dann auch zu sagen: „Herr, okay, reinige mich, mach mich neu.“ Und wisst ihr, deswegen liebe ich das Wort Seelsorge. [husten] Das heißt nämlich, wir sorgen für unsere Seele. Seelsorge heißt nicht, erst, wenn es gar nicht mehr geht, gehe ich zu jemandem, der Seelenklempner genannt wird oder sonst was, sondern Seelsorge heißt: Hey, ich nehme in Anspruch, dass jemand sich um meine Seele sorgt und führe mal ein Gespräch mit dir und erzähle einfach mal, wie es mir geht. Das ist Gemeinschaft, das ist Fürsorge füreinander. Seelsorge ist, wenn ihr euch in eurer Kleingruppe vielleicht auch einfach mal erzählt, wie es geht und man sich um die Seele des anderen sorgt, miteinander betet. Seelsorge ist nicht sonst was Hohes, aber was wir in Anspruch nehmen. Das ist ein Geschenk Gottes, in Gemeinschaft füreinander da zu sein, Sachen zu bekennen und uns um die Seele des anderen zu sorgen. Und vielleicht liegen dir ja auch heute Sachen auf dem Herzen. Du bist herzlich eingeladen, nach vorne zu kommen, mit jemandem zu beten, Sachen mal auszusprechen. Vielleicht merkst du auch, in meiner Seele sind Dinge, die sind einfach nicht gut, aber ich sehne mich nach Heilung. Hey, guck jemand in der Gemeinde, du, dem du vertraust. Vielleicht vertraust du mir, vielleicht vertraust du Kristin. Kannst du dich gerne bei uns melden. Ja, aber nicht mit diesen… Wirklich, es ist so wichtig, dass diese Dinge rein sind und nicht zu einer bitteren Wurzel werden. Rauszulassen, zu bekennen, frei zu werden, heil zu werden. Ja? Das Interessante ist, wir gucken uns ja nur für unsere Köpfe und wir wissen ja gar nicht, was bei jedem alles drin ist, im Unterbewusstsein und so weiter. Ja, aber das mal durchzuscannen und seid ihr herzlich eingeladen nachher. Okay, jetzt habe ich gesagt, Zeit für euch. Nehmt euch die Zeit, betet vielleicht anhand auch dieser Psalmen und dann schließe ich mit einem Gebet ab.