Heil –
In einer zerbrochenen Welt
Daniel Bäumner
Ev. Gemeinschaft, Frankenberg  25-01.2026

Das Video zur Predigt finden Sie hier

Heil – In einer zerbrochenen Welt

 

Guten Morgen alle zusammen. Ich freue mich, euch heute Morgen hier zu sehen und ich freue mich, dass wir in eine neue Themenreihe eingestiegen sind.

In der letzten Woche sind wir mit der Themenreihe Heilwerden gestartet. Und mit dem Begriff Heilwerden, was verbindest du damit? Was kommt dir in den Kopf? Empfindest du nur positive Dinge dabei oder auch negative Dinge? Oder wo fallen dir vielleicht doch Dinge ein, welche in deinem Leben Dinge gerade nicht heil sind? Ich bin gespannt für die nächsten Wochen, was diese Themen mit mir, mit euch, mit uns allen gemeinsam machen. Wichtig ist, dass wir die Dinge nicht nur hören, sondern auch tun.

Letzte Woche hat Stefan schon von seinen persönlichen Erlebnissen erzählt in Bezug auf Vergebung und was das mit ihm gemacht hat. Die Macht und Kraft der Vergebung. Und heute starten wir mit einem anderen Thema. Hast du dich schon einmal gefragt, was Gottes Ziel für dein Leben ist? Also wozu hat Gott die Menschheit geschaffen? Warum hat er diese Spezies Mensch irgendwann in diese Welt hineingesetzt? Was wünscht sich Gott eigentlich konkret für dein, für mein, für unser Leben? Wir kriegen ja ein bisschen was zu sehen heute.

Ihr seht hinter mir zwei Bäume. Es gibt einen Bereich außerhalb der Bäume, links und rechts. Und es gibt einen Bereich innerhalb der Bäume. Und ich möchte euch erklären, was hier zu sehen ist. Das, was ihr hier als Baum seht, ist der Baum des Lebens, der in der Bibel an zwei Stellen vorkommt, ganz am Anfang und ganz am Ende Und wir lesen am Anfang in der Bibel dass in der Mitte des Gartens zwei besondere Bäume wuchsen: der Baum des Lebens, dessen Früchte Unsterblichkeit schenken und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Es wird ganz am Anfang in der Bibel von diesen Bäumen gesprochen. Um den Baum des Lebens soll es heute gehen.

Gott hat alles geschaffen. Die Welt war voll Freude, voll Harmonie, Gemeinschaft, Liebe, Schönheit und Gott mittendrin. Und Gott stellte den Mensch in den Garten Eden. Das war der Urzustand unserer Welt.

Auf der anderen Seite wird der Baum am Ende der Bibel erwähnt. Ganz am Anfang in der Bibel, auf den ersten drei, vier Seiten kommt der Baum des Lebens vor und ganz am Ende in der Bibel kommt der Baum des Lebens vor. Und in Offenbarung 22 taucht er wieder auf. Das heißt, dazwischen wird nie mehr von dem Baum des Lebens gesprochen, aber am Anfang und am Ende. Und am Ende lesen wir, „der Engel zeigte mir auch den Strom mit dem Wasser des Lebens, der wie Kristall funkelt. Der Strom entspringt am Thron Gottes und des Lammes und fließt entlang der Hauptstraße mitten durch die Stadt und auf beiden Seiten wachsen Bäume, der Baum des Lebens aus dem Paradies.“
Das ist die Beschreibung von der neuen Welt Gottes, wo wieder der Baum des Lebens ist. In den letzten beiden Kapiteln. Ich weiß nicht, habt ihr schon mal die letzten beiden Kapitel der Bibel gelesen? Das sind mit die schönsten der ganzen Bibel. Da kriegst du richtig Vorfreude auf das was kommt. Die neue Welt Gottes. Wir lesen davon dass mittendrin Gott sein wird dass es kein Leid mehr gibt, keinen Tod und keine Trauer mehr. Im Prinzip das Gleiche wie am Anfang. Es geht also in den Bereich der ganz am Anfang war und in den Bereich, der sein wird.

Wenn ihr ein Wort nehmen würdet, um diese beiden Bereiche zu beschreiben, Was würdet ihr für ein Wort nehmen? Ich würde das Wort Heil gern verwenden. Heil. Am Anfang war Heil, es war alles gut und am Ende war Heil, wird Heil sein: Friede, Reinheit, Harmonie, Glück und Erfüllung. Siehe, es war sehr gut. Das Problem ist, dass es einen Bereich zwischen den beiden Bäumen gibt. und dieser Bereich nimmt 98% dieses Buches ein, der Bibel. Und wir leben inmitten dieses Bereiches. Gab es am Anfang Verletzungen? Gab es Krankheiten? Gab es Burnout? Hatten Adam und Eva Burnout, weil sie mit den Früchten und alles nicht mehr klar kamen im Garten Eden? Gott meinte es gut. Und derselbe Zustand wird beschrieben in der neuen Welt Gottes. Harmonie, Friede, Erfüllung, Glück. Und wenn du jetzt dein Leben anschaust, deine Familiengeschichte, unsere Welt, ist das, was du siehst in unserer Welt, dieses Heil?

Ich habe in der letzten Woche leider viele Videos gesehen, das was aktuell in Syrien passiert wo die Terroristen des IS wieder freigelassen werden und was sie mit den Kurden und anderen machen. Und ich habe auch zu viel aus dem Iran gesehen. Und das was ich da nicht gesehen habe ist Heil. Sondern etwas anderes habe ich gesehen. Und das, was dazwischen diesen Bäumen ist, ist aus der Sünde heraus passiert. Und ich würde es gerne anders bezeichnen, nämlich Zerbruch. Sünde, Zielverfehlung führt zu Zerbruch. und ich glaube, das ist diese Welt zwischen den Bäumen, zwischen dem, was am Anfang war und dem, was sein wird. Außerhalb war Heil und das, was wir oft erleben, ist Zerbruch. Zerbruch von Beziehung, Zerbruch von meinem Herzen, Zerbruch meiner Seele, Zerbruch meines Körpers. Und das beginnt mit der Beziehung zu Gott.

Wir lesen am Anfang, dass da steht, Gott, der Herr, schickte den Menschen aufgrund dieser Sünde aus dem Garten Eden weg. Scham, Angst, Verstecken bekommen Raum. Also Angst auch in Bezug auf Gott. Die Beziehung zu Gott ist zerstört. Aber auch die Beziehung der Menschen untereinander ist gestört. Zum Beispiel lesen wir über die Ehe, (1.Mose 3,161.Mose 3,16) „es wird dich zu deinem Mann hinziehen, aber er wird über dich herrschen.“  Das lesen wir am Anfang, eine Folge dieses Zerbruchs zwischen den Menschen. Auch ein Zerbruch zur Schöpfung. Und deinetwegen ist der Acker verflucht. „Mit Mühsal wirst du dich davon ernähren dein Leben lang“ (1.Mose 3,171.Mose 3,17). Ein nächster Zerbruch, Zerbruch zu Gott, Zerbruch der Menschen untereinander und Zerbruch auch zur Schöpfung. Und ich glaube auch ein Zerbruch zu uns selbst. Wozu sind wir geschaffen worden? Um Gottes Ebenbild zu sein. Aber wie oft fühlen wir uns wertlos und erkennen gar nicht, wer wir in Gottes Augen sind.

Das heißt, eigentlich ist das Heil für dich und mich, das Heil für die Welt Gottes Urgedanke. Und das wird auch wieder so sein, aber mittendrin leben im Zerbruch und wir erleben Zerbruch. Ich habe drei der traurigsten Stellen aus dem ersten Buch Mose mitgebracht, die die Folgen dieses Zerbruchs sind. Das Erste ist: Die erste Generation Adam und Eva sind geschaffen. Die zweite Generation, was wir über die zweite Generation die nun in diesem Zerbruch lebt? Wir lesen:

„Und da stieg der Zorn in Kain hoch und er blickte finster zu Boden. Als sie draußen waren, fiel er über seinen Bruder her und schlug ihn tot.“ (1.Mose 4)

Da ist nichts mehr mit Heil, oder? Da ist plötzlich Zerbruch da. Zerbruch in sich, Zerbruch zu Gott,  Zerbruch zueinander. Dann geht es weiter. Wir sind ganz am Anfang in der Bibel. Das sind die ersten Seiten, ne? Das war jetzt 1. Mose 4. Lasst uns mal 1. Mose 6 weitermachen. Wir sind noch nicht weit gekommen, ne? Das ist ganz am Anfang. Da lesen wir etwas:

„Der  Herr sah, dass die Menschen auf der Erde völlig verdorben waren. Alles, was aus ihrem  Herzen kam, ihr ganzes Denken und Planen war durch und durch böse. Das tat ihm weh und er bereute, dass er sie geschaffen hatte.“ Da denkst du: „Hä, es hat doch gerade erst begonnen!“ Aber das ist die Folge des Zerbruchs. Jetzt reinigt Gott die Erde. Und was lesen wir dann? Er sagt (1.Mose 8):

„Ich will die Erde nicht noch einmal bestrafen, nur weil die Menschen so schlecht sind.“

Und jetzt kommt eine Bewertung des menschlichen Herzens (1.Mose 8,21):

„Alles, was aus ihrem Herzen kommt, ihr ganzes Denken und Planen ist nun einmal böse von Jugend auf. Ich will nicht  mehr alles Leben auf der Erde vernichten, wie ich es getan habe.“

Und du denkst: „Wow, das ist also jetzt die Bewertung des Schöpfers über das menschliche Herz.“ Und du siehst: Okay, wir leben in einem Zerbruch. Zerbruch zu Gott, Zerbruch zueinander, Zerbruch zur Schöpfung, Zerbruch zu uns selbst. Und jetzt kannst du 1. Mose weitergehen. Du liest viele tolle Geschichten, die wir in der Jungschar und Kinderstunde usw. oft als Heldengeschichten hören. Aber wenn du genau hinschaust, siehst du die ganze Zeit hindurch Zerbruch. Gott fängt an mit deiner Familie eine neue Geschichte zu schreiben, mit Abraham, Isaak und Jakob, der dann Israel heißt und mit diesem Volk. Was du aber erlebst ist, dass aber ununterbrochen dieser Zerbruch da ist.

Dann gibt Gott Gesetze und er gibt Gebote um diesem Zerbruch entgegen zu wirken: Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst keine anderen Götter haben. Die ganze Zeit um in diesem Zerbruch zu intervenieren, aber das was passiert ist: die ganze Zeit ist Zerbruch da. Zerbruch von dem wofür wir eigentlich geschaffen wurden: für das Heil, was auch wieder da sein wird, das Heil. Aber wir erleben oft Zerbruch. Und wisst ihr, wir können uns ja nur vor den Kopf schauen. Ich schaue euch ja auch nur vor den Kopf.

Ich habe vorhin gefragt: Wo erlebt ihr vielleicht Zerbruch in eurem Leben, in eurer Geschichte? Und vielleicht tun sich da Dinge in deinem Leben auf,   aber wir sehen das voneinander nicht. Wir sind ja auch gut darin eine Show voreinander zu spielen. Ich stehe jetzt hier und erzähle: jetzt vielleicht gibt es ganz viel Zerbruch auch in meinem Leben.

Ich glaube, es ist wichtig dass wir wissen: Wir alle tragen Verletzungen mit uns herum. Wir alle tragen Dinge in uns, Gedanken, Taten, die wir  tun, die nicht gut sind. Warum? Weil wir in diesem Zerbruch leben. Von Anfang an hat der Teufel die Welt manipuliert und infiziert und wenn du in deine Geschichte schaust,  in deine Familie, in unsere Welt, in unsere Nachrichten, dann erleben wir ganz oft diesen Zerbruch. Aber die Frage ist ja: Wozu wurden wir geschaffen? Glaubst du, dass Gott dich  für Zerbruch geschaffen hat? Glaubst du, dass Gott, als er dich erdacht hat in deiner Mutter Leib, dass er gedacht hat: „Oh, jetzt erschaffe ich einen neuen Zerbruch?“ Wozu sind wir geschaffen? Wozu sind wir gemacht? Wozu hat Gott uns in diese Welt gestellt? Glaubst du, dass er für dein Herz, für deine Beziehung, für deine Familie, dür deine Ehe, für deine Nachbarschaft, dass er Zerbruch will?

Dann kommt irgendwann dieser Moment, wo das Heil außerhalb der Bäume innerhalb der Bäume kommt. Er kommt hinein in diese  Welt. Und wie wird er am Anfang bezeichnet? Als der Heiland, der Heiland, der das Heil außerhalb der Bäume nach innerhalb der Bäume bringt. Das Licht, die Liebe, das Leben, das Heil kommt hinein. Der Heiland! Warum tut er das? Warum kommt das Heil nun in diese Welt hinein? Um zerbrochenes wieder heil zu machen! Und er beginnt mit der Beziehung zu dir, zwischen dir und Gott dem Vater, um uns zu zeigen wie das Vaterherz Gottes ist. Jesus bezahlt für unsere Schuld. Und wenn diese  Beziehung zwischen uns und dem Vater geheilt ist will er, dass wir Heil erleben.

Manchmal denken wir ja, wenn wir uns für Jesus entscheiden ist es das Endziel. Nein, es ist erst der Anfang des Prozesses des Heilwerdens. Dass, wenn wir mit Jesus leben, wenn wir verstehen wer Jesus ist, dass dann ein Prozess in unserem Herzen und in unserer Beziehung stattfinden soll, damit wir heil werden. Schaut euch mal die Bergpredigt an und am Ende, wen nennt Jesus alles selig? Selig sind die Friedensstifter. Ja, selig sind die, die heil in ihr Umfeld hineingehen. Das heißt, er will unser Herz heilen, unsere Seele, unsere Beziehung und vielleicht auch unseren Körper.

Das Heil kommt in unseren Zerbruch um Heilung zu schaffen.

Ich habe am Anfang gesagt, ich habe ein paar der traurigsten Verse aus dem ersten Buch Mose dabei. Ich habe jetzt eine der schönsten, ein paar der schönsten Aussagen von Jesus dabei. Er sagt: „Ich aber, das Heil das in die Welt gekommen ist, der Heiland, ich bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.“  Glaubst du das? Jesus sagt: „Ich bin in die Welt gekommen.“ Warum? Um Leben zu bringen, um Glück zu  bringen, im Überfluss.

Ich habe hier eine Karaffe mitgebracht. Wisst ihr wie Überfluss aussieht? Ich mache jetzt nur ein bisschen Überfluss. Okay? Sonst beschwert sich die Technik hier vorne wenn zu viel Überfluss kommt. Aber Überfluss heißt nicht das Glas nur halbvoll zu machen. Überfluss heißt: Ich bin gekommen um überfließen zu lassen. Glaubst du das? Jetzt kann man theoretisch sagen: „Klar, Jesus, ich glaube das.“ Aber glaubst du das wirklich in deinem Herzen? Glaubst du, dass Jesus gekommen ist, um Leben im Überfluss zu bringen? Wisst ihr, wenn der Teufel gekommen ist um Tod zu bringen, dann muss Gott ja kommen um Leben zu bringen. Jesus ist gekommen um Leben zu bringen, Leben im Überfluss!

Das Zweite, was Jesus sagt ist (Matthäus 11,28):

„Kommt her zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.“

Das Heil außerhalb der Bäume kommt in die Welt hinein. Und was sagt er?

„Kommt her zu mir. Ich bin das Leben. Ich bringe Leben im Überfluss und bei mir findest du Ruhe für deine Seele. Du findest Frieden.“

Frieden heißt im Hebräischen: Shalom. Für Shalom wurden wir geschaffen und Shalom wird wieder sein. Jesus ist gekommen, um dieses Shalom in dein Herz zu bringen. Das Dritte, was Jesus sagt ist (Johannes 14,6):

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“

Und wieder sagt er: „Ich bin das Leben.“ Jesus ist gekommen um Leben zu bringen, nicht um Zerbruch zu bringen. Die „Ich-bin-Worte“ von Jesus strotzen nur so von Leben, von Heil werden.  „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Ich bin das Licht, Ich bin der gute Hirte.“ Der Heiland, das Heil kommt in die Welt um Leben zu bringen, für dich! Das ist sein Ziel für dein Leben. Es beginnt mt meiner Entscheidung für Jesus, aber es hört ja nicht damit auf und er sagt auch nicht: „Okay, das Glas ist ein Viertel voll, das reicht jetzt aber für dich. Jetzt mach mal halblang.“ Jesus sagt: „Nein, ich bin gekommen damit du in deienm Leben das Heil im Überfluss erfährst.

Und dann sagt Jesus: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“ (Lukas5,32)

Und er sagt: „Ich bin der Arzt für die, die zerbrochenen Herzens sind, für die Kranken, für die, die nicht mehr heil sind.“ Verstehst du, warum Jesus gekommen ist? Er kam in den Zerbruch um heil zu machen, um wieder zu verbinden, um neu zu machen.

„Er (der Vater) hat mich gesandt, den Armen gute Nachricht zu bringen, den Gefangenen zu verkünden dass sie frei sein sollen und den Blinden, dass sie sehen werden. Den Misshandelten soll ich die Freiheit bringen und das Jahr ausrufen, in dem der Herr sich seinem Volk gnädig zuwendet. (Lukas 4,18)

Er ist gekommen, um heil zu machen, um Kranke gesund zu machen, um Herz und Seele zu heilen, Heilung in unser Leben zu bringen.

Das ist das, wozu du gemacht bist. Das ist das, wozu du bestimmt bist. Vielleicht erlebst du den Zerbruch in deinem Leben aber Jesus schaut uns an sagt: „Ich möchte nicht Zerbruch für dich. Ich möchte dass du heil wirst.“ Es beginnt mit der Frage: Glaubst du das? Oder bist du skeptisch dass du denkst: „Ja, vielleicht für die anderen“ oder: „Ich habe mal davon gehört.“ Aber das, was ich in meinen dreißig Jahren als Christ erlebe ist manchmal was anderes. Glaubst du dass Jesus er ernst meint, dass er dafür gekommen ist,  dass das Heil außerhalb der Bäume aus diesem Grund zwischen die Bäume gekommen ist? Wenn du es nicht glaubst, möchte ich mit euch ein Experiment machen.

Wir haben das dieses Jahr am letzten Abend der Freizeit gemacht. Die, welche dabei waren werden das wissen.

Als Jesus im Garten Gethsemane saß und schon wusste was da auf ihn zukommt, hat er seinen Vater etwas gebeten und  hat gesagt:“

„Vater, lass diesen Kelch an mir vorübergehen.“

Angenommen, Jesus hätte das zu dir gesagt und du dürftest entscheiden, ob er weitergehen muss oder nicht. Und Jesus würde nun im Garten Gethsemane sitzen und würde zu dir sagen: „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen.“ Was würdest du tun? Angenommen du hättest ihn jetzt in der Hand und du dürftest ihn hinstellen wenn du sagst: „Jetzt reicht es.“ Würdest du ihn hinstellen oder würdest du sagen: „Jesus, geh diesen Weg weiter? So saßen wir am letzten Abend auf der Freizeit zusammen. Jeder hatte einen Kelch in der Hand und die Herausforderung diesen Kelch wieder hinzustellen wenn er gesagt hat: „Jesus, jetzt reicht es.“

Denkt immer daran: Der Vater hat alle Macht. Er hätte das alles beenden können. Also stellt  vor, er sitzt im Garten und Jesus sagt zu dir: „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen.“ Was würdest du tun?

Und dann ging Jesus weiter Richtung Kreuz. Dann stand er vor dem jüdischen Hohen Rat. Lügen wurden erzählt. Und er sagt: „Ich bin der Sohn Gottes.“ (Lukas 22,7) Daraufhin wird er verurteilt. Er wird angespuckt. Dein Sohn wird angespuckt. Er wird geschlagen. Was würdest du tun?

Du darfst aufhören oder du musst weitergehen? Jesus ging weiter.

Er steht nun vor Pilatus. Dort werden wieder Lügen über ihn erzählt, und Pilatus sagt: „Wer bist du schon, was ist Wahrheit?“ Und er sagt: „Ich habe Macht über dich, Jesus.“ Was würdest du tun? Darf er jetzt abbrechen oder muss er weitergehen?

Auf der Freizeit hatten nun fast alle ihr Glas hingestellt. Aber Jesus ging weiter.

Dann schrien sie: „Kreuzige ihn!“ Was würdest du tun als sie das schrien? Dein Volk über deinen Sohn: „Kreuzige ihn!“ Würdest du sagen er darf abbrechen oder muss er weitergehen?

Und dann ging er auf den Weg  zum Kreuz. Er wurde an ein Kreuz genagelt. Durch Hände und Füße wurden Nägel getrieben und dann hing er da am Kreuz. Und irgendwann schreit er zum Vater: „ Warum hast du mich verlassen? Und du hörst das. Was würdest du sagen? ER muss weitergehen oder: Es reicht?

Jesus musste den ganzen Kelch trinken und die Frage ist:

Warum hat der Vater nicht abgebrochen? Warum hat Jesus nicht abgebrochen? Warum musste er weitergehen?

Weil er die einzige Chance war deinen Zerbruch zu heilen!

Bevor Jesus gestorben ist hat er gesagt: (Matthäus 27,46) „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Aber er hat auch gesagt:  „Es ist vollbracht.“ Es war der Beginn der Heilung deines Herzens. Hast du dich schon einmal gefragt warum der Vater nicht abgebrochen hat, warum er weitergegangen ist? Jesus hat gesagt: (Matthäus 26,53) „Ich könnte zwölf Legionen, das sind 72 000 Engel, schicken lassen. Er tat es aber nicht. Warum? Wegen dir, wegen deinem Herzen. Es gibt einen Vers in Römer 8, 32 und ich möchte, dass ihr ihn euch kurz auf euch wirken lasst.

Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle in den Tod gegeben. Wenn er uns aber den Sohn geschenkt hat, wird er uns dann noch etwas vorenthalten?“

Also er ist diesen Weg zum Kreuz gegangen und hat nicht abgebrochen. Glaubst nun ernsthaft dass, wenn er sagt dass er Leben im Überfluss hat, dass er auch Ruhe für dein Herz hat, dass er gekommen ist um Gefangene frei zu machen und als Beweis dafür diesen Weg gegangen ist, dass er dir noch etwas vorenthalten will? Glaubst du das ernsthaft?

Sagst du trotzdem: „Ach Jesus ich glaube, für mich hast du nur ein paar Tropfen in dem Glas.“

Jesus ist als das Heil der Welt gekommen um dir Leben im Überfluss zu bringen. Zum Beispiel für deine Beziehung. Deswegen bieten wir z.B. „Amore Experience“ an weil wir glauben dass Gott für deine Beziehung mehr hat als wir manchmal erleben und wir wollen von den Schätzen der biblischen Weisheit schöpfen an diesem Wochenende, weil wir glauben, dass er für alle Bereiche unseres Lebens Leben im Überfluss will: Für unsere Ehe, für unsere Familien, für unsere Nachbarschaft, für unser Herz.

„Kommt her zu mir alle die ihr mühselig und beladen seid. Bei mir findet ihr Ruhe, bei mir findet ihr Heilung.“  (Matthäus 11,28)

Und jetzt schaust du auf dein Leben und vielleicht hast du anderes erlebt aber ich glaube es liegt daran, weil wir Zerbruch halt erleben, weil wir in einer Welt leben, die manipuliert ist, die umkämpft ist, wo der Teufel mit Pfeilen um uns herum schießt. Und trotzdem sagt Jesus: „Ich sehe dich und ich sehe deine Not. Dafür bin ich gekommen.“

In Jesaja 53,5 lesen wir folgendes:

„Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm sodass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt.“

Vielleicht hast du Wunden in deinem Leben. Vielleicht auch wo du von Gott enttäuscht bist, wo du vielleicht gebetet hast und du hast den Eindruck, es passiert nichts. Dann ist Jesus dennoch gekommen um zu heilen. Wir verstehen manchmal nicht warum in unserem Leben manche Dinge passieren, warum wir beten und es passiert nichts. Wir beten für Kranke und wir haben den Eindruck: Es ist alles vergeblich. Aber ich glaube dass Gott einen anderen Blick hat als wir ihn haben können. Ich glaube aber auch, und das will ich in meinem Leben noch mehr glauben, dass dieser Satz den er sagt: „Ich bin gekommen um Leben im Überfluss zu bringen.“, dass das nicht einfach ein netter Satz vor 2000 Jahren war, den er gesagt hat.

Wisst ihr, wir sitzen jetzt hier und aktuell sitzen im Iran gläubige Christen, die auch an Jesus glauben, und die müssen um ihr Leben fürchten. Was ist für die denn Leben im Überfluss? Wir leben in einer Welt, wo Zerbruch ist, die manipuliert ist von der Sünde, vom Teufel.

Und vielleicht denken wir „wirkliches Heil wird irgendwann vielleicht kommen. Aber Jesus ist schon gekommen, damit wir dieses Heil in unserem Herzen jetzt schon erleben und trotz aller Umstände, trotz aller Schwierigkeiten Ruhe finden, Glück und Erfüllung, obwohl die Dinge um uns herum verrückt spielen und wir nicht wissen, was in ein paar Wochen ist.

Die Frage ist: Glauben wir das Jesus? Oder zweifeln wir daran und sagen: „Eigentlich hast du dieses Leben im Überfluss nicht für mich bereit.“

Jeder von euch sitzt ja hier mit anderen, mit unterschiedlichen Situationen. Vielleicht sitzt du hier mit fünfzehn und du hast was anderes als jemand, der hier mit siebzig sitzt. Trotzdem ist es wichtig immer wieder den Blick zu heben auf das Kreuz, den Beweis der Liebe Gottes. Ja, wenn er uns den Sohn geschenkt hat, glaubst du, dass er dir etwas vorenthalten wird, trotz der Umstände in denen wir manchmal stehen, trotz der Probleme, in den wir stehen, oder sagst du: Jesus ist nur etwas für die Anderen?

Das ist manchmal das Problem was am Anfang in uns zerstört wurde: Diese Ebenbildlichkeit, den Wert den du in Gottes Augen hast. Er ist so groß, dass er sein Leben für dich gegeben hat. Warum denkst du vielleicht Jesus sei nur etwas für die Anderen? Er ist für dich gekommen aus Liebe zu dir.

Vorhin, in dem Lied hieß es: Wir zwei gehören zusammen und das ist der Beweis den er angetreten ist vor zweitausend Jahren. Dennoch ist es so, dass Gottes Wege anders sind, Gottes Timing manchmal anderes ist, dass geistliche Kämpfe um uns herum toben. Das heißt: glaube nicht dass, wenn Gott heil will, dass der Teufel nicht doch Zerbruch in deinem Leben will. Aber Gott hat einen umfassenden Blick und wir leben noch im Zerbruch. Manchmal kann es aber auch sein dass wir zerbrochen in unserem Leben sind weil wir Gottes Gebrauchsanweisung nicht beherzigen. Es gibt einen Vers im Alten Testament wo steht:

„Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.“

Wisst ihr, wenn wir die Bibel haben, dann ist die Bibel ja Gottes Werkzeug um uns sein Herz zu erklären, ja, seine Geschichte zu beschreiben aber auch zu helfen wir mit Zerbruch umgehen können.

Als der Teufel Jesus in der Wüste versuchte, womit hat Jesus geantwortet? Immer mit dem Wort Gottes. Dafür müssen wir es aber auch kennen und beherzigen. Wenn wir sagen, wir kennen das Wort Gottes nicht, d.h. seine Gebrauchsanweisung für unser Leben, unsere Beziehung für unsere Ehe, unseren Glauben, ja wir legen es einfach weg und kennen es nicht, dann sagt Gott: „ Ich habe es euch doch gegeben damit ihr Leben im Überfluss bekommt. Warum habt ihr es denn nicht gelesen und beherzigt?

Ich kann manchmal erleben dass wir dieses Leben im Überfluss nicht erleben, weil wir seine Gebrauchsanweisung nicht kennen oder es nicht beherzigen. In Jakobus 1 steht:

„Es genügt nicht, dieses Wort nur zu hören. Ihr müsst es in die Tat umsetzen sonst betrügt ihr euch selbst.“

Wer die Botschaft Gottes nur hört aber nicht danach handelt, ist wie ein Mensch, der in einen Spiegel schaut. Es sieht sich wie er ist und betrachtet sich kurz, aber dann geht er weg und schon hat er vergessen wie er aussah. Anders der Mensch, der tief und anhaltend in das vollkommene Gesetz Gottes blickt das uns frei macht.“

Ja? Also wir erleben Zerbruch, wenn wir sagen: „Die Bibel brauche ich nicht. Ich komme gut ohne sie klar.“ Ja Gott, eine Gebrauchsanweisung ist so ein bisschen, wie wenn ich versuche, meinen IKEA-Schrank aufzubauen und nach den ersten paar Schritten denke: „Hätte ich am Anfang schon mal reingeguckt.“ So ist das wenn ich Gottes Gebrauchsanweisung, die Bibel, weglege und sage: Ha, die brauche ich nicht.“ Ja, aber von wem ist die denn geschrieben? Von dem der das Heil selbst ist, der uns in dem Zerbruch helfen will, mit diesen Dingen umzugehen. Das heißt, wir müssen darin lesen, wir müssen es verstehen und umsetzen.

Die Frage ist: Glaubst du dass Gott dein Heil will? Glaubst du dass er es gut mit dir meint? Wenn du das glaubst fängst du auch an diese Dinge zu tun – weil du ihm vertraust.

Wir werden in den nächsten Wochen viele praktische Übungen machen wie wir mit Zerbruch in unserem Leben umgehen können. Aber nicht damit es wehtut, sondern damit Heilung entsteht, damit wir heil werden. Damit wir heil werden in Jesus. Aber glaubst du es?

Wenn wir das Vaterunser beten, dann heißt es dort: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe.“ Und wie geht es weiter? Wie im Himmel, so auf Erden. Wie außerhalb der Bäume auch innerhalb. Aber  noch einmal die Frage: Glauben wir dass sein Leben im Überfluss für uns gilt? Und deswegen glaube ich, dass Kirchen und Gemeindehäuser Krankenhäuser sein sollen für Menschen die Zerbruch erleben damit sie heil werden. Traurig finde ich, wenn wir auf Menschen treffen die eigentlich Heil erleben sollten, aber Anderen wieder Zerbruch zufügen, wenn Christen einander Zerbruch zufügen. Und das passiert leider. Warum? Weil wir immer noch im Zerbruch leben und nicht perfekt sind. Aber wir sollten danach streben, Heil zu erleben, um Heil weiterzugeben.

Es gibt diesen Satz: Verletzte Menschen verletzen Menschen. Kennt ihr, oder? Die Frage ist ob das umgedreht auch so gilt: Geheilte Menschen heilen Menschen. Das heißt: wenn du in deinem Zerbruch dem Heiland begegnest, erlebst, wie Dinge in deinem Leben heil werden, du seine Prinzipien für dein Leben anwendest und dein Herz heilen kann, glaubst du, dass du dafür gemacht bist, dieses Heil an andere weiterzugeben? Auf diesem Weg sind wir in den nächsten Wochen unterwegs und ich bin gespannt, auf was uns das hinführen wird. Aber ich lade euch ein, euch nicht mit Zerbruch zufrieden zu geben. Weil Zerbruch nicht das ist wozu du geschaffen bist. Zerbruch ist nicht das, wofür du in diese Welt gekommen bist.  Der Heiland ist gekommen, um Leben in Überfluss zu bringen weil er dein Heil will, dein Glück, deine Erfüllung. Ja, was sagt er zu der Frau am Jakobsbrunnen?

„Ich bin gekommen um Leben zu geben.“  oder: „Von dem Wasser, was du jetzt trinkst wirst du wieder Durst haben, aber das was ich dir gebe wird zu einer Quelle ins ewige Leben hinein.“

Das heißt: Ich erfülle die Sehnsucht deines Lebens. Du bist nicht für Zerbruch gemacht und ich möchte euch besonders einladen in den nächsten Wochen das Geschenk der Seelsorge in Anspruch zu nehmen denn manchmal haben wir Dinge wo wir mit Zerbruch leben und wir behalten diese Dinge für uns selbst. Aber auch in der Bibel liest man auch, dass auf dem Geschenk der Beichte, ja, dass wir uns gegenseitig Dinge bekennen, eine große Verheißung liegt. Bleib nicht mit dem Zerbruch deines Lebens alleine sondern such dir Menschen bei denen du dich öffnen kannst mit diesem Zerbruch damit ein Prozess der Heilung entsteht. Betet, damit ihr gemeinsam Dinge vor Gott bringt. Ich möchte mit einem Vers enden. Ich bin ja nicht so dafür, Verse aus dem Kontext zu reißen. Ich mache es jetzt aber dennoch.

Es gibt einen Vers in Jeremia 29 der ist eigentlich für das Volk Israel geschrieben das aus ihrer Gefangenschaft zurückgeführt würden. Aber ich glaube, dass es das Vaterherz Gottes sehr gut beschreibt und so glaube ich dass dieser Satz auch für uns gilt.

„Denn mein Plan mit euch steht fest. Ich will euer Glück und nicht euer Unglück. Ich habe euch im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken wie ihr sie erhofft. Das sage ich, der Herr.“

Glaubst du das?

Ich wünsche dir von Herzen dass du das glaubst.

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