Guten Morgen euch allen. Der König kommt. Das ist das Thema für diesen Gottesdienst heute. Genau, die Kinder, die da sind. Es ist wirklich schön, dass es nur einmal im Jahr so ist, dass die Kinder nicht da sind. Es wäre schade, wenn das der Dauerzustand hier wäre. Aber die Kinder sollen heute Morgen erleben, was es heißt, wenn der König kommt, im Ostergarten. Wer macht von euch diese Woche schon alles im Ostergarten? Okay, waren schon viele da. Und es war eine bewegende Woche und wir wussten ja gar nicht, was so passiert. Der Ostergarten wurde aufgebaut, er wurde geplant, er wurde vorbereitet. Und dann ist die Frage, werden die Menschen kommen? Und es ist so, dass wir jeden Tag neue Zeiten aufmachen müssen, weil so viele Leute in den Ostergarten kommen und erleben sollen, was es heißt, dass Jesus, der König, kommt. Und als wir das vorbereitet hatten, dann wussten wir, jetzt ist es die Aufgabe von Jesus. Wir haben unseren Plan gemacht, wir wollen die Leute durchführen, aber Jesus musste wirken. Es war alles vorbereitet.
Alles vorbereitet ist auch ein gutes Stichwort für heute, Palmsonntag. Denn als Jesus vor 2000 Jahren sich auf einen Esel gesetzt hat und eingeritten ist, war alles vorbereitet. Und was das bedeutet, dass alles vorbereitet war, wollen wir uns heute anschauen. Der König kommt und ich habe sechs Punkte dazu. Sechs Punkte hört sich jetzt knackig an. Es gibt viele, die sind etwas länger und zwei am Ende ganz kurz. Nicht, dass ihr nachher denkt, wow, wenn der alle sechs so lang macht, dann müssen die Kinder aber lange im Ostergarten bleiben. Der König kommt und der erste Punkt ist:
1. Der König setzt die Puzzleteile zusammen.
Lasst uns mal in den Text reinschauen. Matthäus 21, 1-4:
Kurz vor Jerusalem kamen Jesus und die Jünger durch das Städtchen Bethphage am Ölberg. Jesus schickt die zwei Jünger voraus. Geht in das Dorf dort, sagt er, dort werdet ihr eine Eselin angebunden sehen und bei ihr ein Fohlen. Bindet die beiden los und bringt sie her. Wenn jemand fragt, was ihr da tut, dann sagt nur, der Herr braucht sie und man wird sie euch mitgeben. Auf diese Weise wurde die Prophezeiung erfüllt.
Macht das heutzutage auf keinen Fall in Frankenberg; geht hinten beim Pferdestall vorbei, nehmt ein Pferd mit und sagt, der Herr braucht es. Vielleicht kommen dann doch die mit dem blauen Wagen und nehmen euch mit. Damals war das aber der Auftrag. Und die Spannung ist ja, der letzte Satz: auf diese Weise wurde die Prophezeiung erfüllt. Alles war vorbereitet. Jerusalem lag zu den Füßen von Jesus. Und alles war bereit für das, was kommen würde, für die Erfüllung der Prophezeiung. Im Alten Testament, im ersten Teil der Bibel, finden wir eine ganze Reihe von Zeichen, von Puzzlelteilen die auf das Jesus hingehen. Ich möchte euch ganz kurz in unseren biblischen Unterricht mit hineinnehmen. Wenn wir das Alte Testament abschließen und am Ende sind, kommt diese Folie, die wird jetzt für euch verwirrend aussehen.
| 1.Mose 3, 15 1.Mose 49,10 Stiftshütte Abraham und Isaak Psalm 41,10 Jesaja 11,1-5 Sacharia 12,10 Daniel 7,13-14 Passafest Jesaja 53 Psalm 22 Psalm2 Jesaja 7,14 Daniel 9, 25-26 Sacharia 12,10 Jesaja 9,5-6 Micha 5,1 Sacharia 11,12-13 4.Mose 24,7 Engel des Herrn Jesaja 8,23-9,1 Psalm 110,1 |
Das geht noch weiter, das sind die ganzen Puzzleteile, die wir im Laufe der Zeit gesammelt haben. Wenn du das Alte Testament durchgehst, triffst du auch ganz viele Vorhersagen, Prophetien, die tausend Jahre vorher exakt schon das beschreiben, was wir in dieser Osterwoche nun erleben werden. Alles ist vorbereitet und der König wird nun die Puzzleteile in dieser Woche zusammensetzen. Wir werden uns nun die einzelnen Teile nach und nach anschauen und am Ende ergibt sich ein Bild, ein Bild von dem, der nun in Jerusalem einreisen wird. Das ist total genial. Wenn man sich im ersten Teil der Bibel auskennt und die Dinge entdeckt. Dann versteht ihr, was hier an dieser Stelle eben hieß, auf diese Weise wurde die Prophezeiung erfüllt. Das ist wieder ein Puzzleteil von vielen, die zusammengesetzt werden und du am Ende in dieser Woche merkst, wow, die ganze Woche ist vorbereitet. Über Jahrhunderte, über Jahrtausende. Was hat er eigentlich gesagt? Nochmal die nächste Stelle, jetzt wisst ihr gleich auch, warum wir Tochter Zion gesungen haben. In Sahaja 9,9 steht nämlich:
Jubel laut, du Volk von Zion, freut euch, ihr Bewohner von Jerusalem, seht, euer König kommt zu euch, er ist gerecht und siegreich, und doch ist er demütig und reitet auf einem Esel, ja auf dem Fohlen eines Esels, dem Jungen einer Eselin.
Ich weiß gar nicht, wie es das Lied in die Weihnachtszeit geschafft hat. Ihr seht, das bezieht sich auf diese Vorhersage, auf dieses Prophetie, auf dieses Puzzlestück. Und das Alte Testament ist voll von diesen Prophetien. Letzte Woche hat der Jonathan über Jesaja 53 was erzählt. Wenn du Jesaja 53 vielleicht sogar in der Schulklasse vorliest, dann lesen sie das und hören: es geht ja um die Kreuzigung von Jesus. Ja, aber das wurde ja schon 600 Jahre vorher aufgeschrieben. Wie geht das? Ah, okay, weil alles für den König vorbereitet war, als er einzog und alles zu erfüllen, was geschah. Oder: in Daniel gibt es eine Prophetie, im Buch Daniel, wo auf das Jahr exakt vorhergesagt wird, wann ein von Gott Auserwählter sterben wird. Okay, wer ist der? Jesus. Und du kannst auch das Jahr genau ausrechnen, 500 Jahre nachher landest du im Jahr von Jesus, wo er sterben wird und die Bibel ist voll von diesen Prophetien, von diesen Vorhersagen. Und nun, als Jesus einreitet, ist die Zeit erfüllt. Und er weiß schon, was kommen wird.
Vielleicht bist du heute hier und vielleicht gucken auch Leute zu, die skeptisch sind: Ach, das mit Jesus, was hat es mit Jesus auf sich? Stimmt das alles? Ich sage euch, untersucht die Prophetien und es gibt einen Wow-Effekt nach dem anderen, und du denkst, das ist schwer mit Zufall zu erklären, dass verschiedene Leute über Jahrhunderte, tausende Jahre vorher exakt vorhergesagt haben, was in dieser Woche nun passieren wird. Und meine Frage an dich ist heute: Verstehst du Gottes Pläne in der Geschichte? Kennst du dich mit den Prophetien aus? Ich glaube ein Viertel, vielleicht sogar noch mehr in der Bibel sind Prophetien. Und die sind nicht nur dafür aufgeschrieben, um uns zu verwirren, sondern um uns Orientierung zu geben, auch für die heutige Zeit. Wie viele Prophetien kennst du, die auf Jesus hindeuten? Wie viele Prophetien kennst du, die auf das zweite Kommen hinweisen? Die auf die Rolle Israels hinweisen? Und so weiter. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir diese Prophetien kennen, um Orientierung zu haben. Die, die die Bibel damals aufmerksam studiert haben, hätten eigentlich merken müssen, nun setzen sich die Puzzleteile zusammen, der König kommt, reitet auf einem Esel ein. Das war der erste Punkt. Der zweite Punkt lautet, oder wir schauen uns erst kurz die Stelle an.
Scharen von Menschen, die zum Passapfest gekommen waren, hielten Palmenzweige in den Händen und zogen die Straße hinunter, ihm entgegen. Dabei riefen sie, gelobt sei Gott, gepriesen sei, der im Namen des Herrn kommt, heil dem König Israels. (Johannes 12,12-15)
2. Der König wird zum Lamm.
Es ist euch eben aufgefallen, zu welchem Fest reitet Jesus nach Jerusalem ein? Zum Passafest. Und das war das letzte Passafest, was Jesus mit seinen Jüngern nun feiern wird. Es könnte gut sein, dass er 33 Mal vorher schon das Passafest gefeiert hat, denn alle Juden hatten die Aufgabe, zu den großen Festen des Jahres nach Jerusalem zu kommen. Und eines dieser großen Feste ist das Passafest. Und ich muss sagen, ich habe diese Stelle 20 Jahre gelesen und mir war nicht besonders bewusst, was beim Passafest so alles passiert. Und vielleicht geht euch das auch so. Wer im Ostergarten war, der kann schon ein bisschen was erlebt haben diese Woche vom Passafest, denn wir gehen in einen Passa-Raum hinein. Aber was ist denn eigentlich das Passa-Fest und was ist dabei passiert?
Beim Passa-Fest erinnern die Juden sich daran, dass das Volk Israel in Ägypten in der Sklaverei war und Gott das Volk befreit hat. Es gab die erste Plage für den Pharao, die zweite. Und nach der zehnten Plage ließ Gott das Volk gehen. Und in der 10. Lage drohte Gott den Ägyptern an, wenn ihr das Volk nicht zielen lasst, wird jeder Erstgeborene im Volk sterben. Und das wäre auch bei den Israeliten passiert. Aber die Israeliten hatten die Aufgabe: schlachtet ein Lamm und dieses Blut des Lammes streicht an die Türpfosten. Und das Blut des Lammes wird euch retten.
Und jetzt gibt es von Gott einen Befehl für das Volk Israel, was sie machen sollten zum Passafest. Dass sie immer am 10. Nisan, müsst ihr euch vorstellen wie 10. April, das ist einer der Monate im Judentum. immer am 10. Nisan sollte etwas passieren, und zwar sollten die Lämmer ausgewählt werden für das Passafest. Wann reitet Jesus ein? Am 10. Nisan. Das heißt, in dem Moment, wo Jesus jetzt nach Jerusalem einreitet, geschieht noch was in Jerusalem. Und zwar werden die Lämmer ausgewählt für das Fest.
Ich habe euch noch ein Bild mitgebracht. Wenn du heute auf dem Ölberg stehst und nach
Jerusalem reinschauen würdest, wäre das das Bild. Dort, wo die goldene Kuppel ist, das ist die Moschee heute, da stand der jüdische Tempel. Wenn du an diesem Ort gestanden hättest, vor 4000 Jahren, hättest du auf diesem Berg eine Szene gesehen, und zwar folgende. Du hättest gesehen, wie ein Vater auf diesen Berg seinen Sohn hinbringt, nämlich Isaac. Und Gott hat zu ihm gesagt, nimm deinen Sohn Isaac und opfere ihn. Was für eine grausame Vorstellung für einen Vater oder eine Mutter, so etwas zu tun. Aber es hat eine Bedeutung. Und dann fragt Isaac seinen Vater: „Vater, wir haben alles dabei, Feuerholz und auch Feuer haben wir dabei, aber wo ist das Lamm?“ Und dann sagt der Abraham zu ihm: „Gott wird für das Lamm sorgen“ und auf dem Berg des Herrn, auf diesem Berg ist vorgesorgt. Jetzt ist ja die Frage, was ist am Ende da passiert? Das Kind wird verschont, es soll nicht passieren dass Isaac geopfert wird, aber am Ende ist ein Witter da und kein Lamm. Deswegen ist die Frage, wer ist denn dieses Lamm, von dem Abraham auf diesem Berg spricht?
Am 10. Nisan, am 10. Tag, wo die Lämmer ausgewählt wurden für das Passafest, reitet das wahre Opferlamm Gottes nun ein. Als Jesus getauft wird, was ist das, was Johannes sagt, als er ihn kommen sieht? „Siehe, das ist das Opferlamm Gottes, was die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ Und es ist nicht Zufall, dass Jesus an dem gleichen Tag nach Jerusalem einreitet, als auch die Lämmer die Stadt betreten. An dem Donnerstag werden 200.000 bis 300.000 Lämmer geschlachtet werden. Wisst ihr, was in der Stadt los war? Was für Blöken in dieser Stadt war? In Jesaja 53 heißt es, wie ein Lamm, wenn es zum Schlachten geführt wird, duldet er alles. Das heißt, der König wird zum Lamm und betritt die Stadt.
Ich habe euch einen kleinen Abriss mitgebracht für die Passawoche. Am Freitag, wenn Jesus sterben wird, wird das besondere Passalamm geschlachtet. Und zwar morgens um 9 Uhr. Und um wie viel Uhr hing Jesus am Kreuz? Richtig, um 9 Uhr. An dem Donnerstag wurden 200.000 bis 300.000 Lämmer in Jerusalem geschlachtet. Was für ein Blut vergießen rund um den Tempel. Und was passierte in der Woche davor? In der Woche davor wurden die Lämmer nun geprüft. Sie wurden geprüft, ob sie fehlerlos sind. Nur ein fehlerloses Opferlamm durfte als Opfer dargebracht werden. Und an dem Sonntag wurden die Lämmer in die Stadt gebracht. Was ist das, was in der ganzen Woche mit Jesus passieren wird? Jesus reitet nun ein und was passiert von Montag bis Donnerstag?
In welchem Ort ist Jesus eigentlich fast jeden Tag im Tempel und alle jüdischen Gruppen kommen, Pharisäer, Sadduzäer und alle stellen ihm Fragen? Warum? Sie wollen ihn zu Fall bringen. Und am Ende wird klar, es ist ein fehlerloses Lamm. Keiner kann ihn zu Fall bringen. Keiner kann eine Lüge nachweisen. Und das Spannende ist, wann beginnt im Judentum der nächste Tag? Am Abend davor. Also um 16 Uhr, 17 Uhr beginnt der neue Tag.
Wenn du freitags in Israel bist, dann werden am Freitag um 16 Uhr die Schotten dicht gemacht. Und sobald der erste Stern am Himmel zu sehen ist, beginnt der neue Tag. Das ist übrigens schon in der Schöpfungsgeschichte verankert. Da heißt es nämlich nicht, es wurde Morgen und Abend und der neue Tag. Da steht nämlich, es wurde Abend und Morgen und ein neuer Tag. Wann saß Jesus mit seinem Jünger beim Passafest zusammen? Am Donnerstag oder am Freitag? Am Freitag. Weil um 18 Uhr der neue Tag begann. Das heißt, an dem Donnerstag wurden die Lämmer geschlachtet und am Freitag, denn der Freitag beginnt ja abends schon, saß nun Jesus mit seinen Jüngern zusammen und wird nun das Passalamm Gottes sein für die Menschen. Und seht ihr, ich glaube, wir müssen mehr das Alte Testament und das Jugendtum verstehen, damit wir das Neue Testament verstehen.
Das ist wie wenn du einen Roman hast und du liest davon den nur den zweiten Band, das kann ja total toll sein. Wenn du aber den ersten Band nicht kennst, weißt du gar nicht, warum im zweiten jemand eifersüchtig ist oder wie auch immer. Du musst den ersten Band kennen, damit du den Zweiten verstehst. Und ich habe den ersten Band leider lange nicht so gut verstanden. Und jetzt denke ich immer noch, oh Mann, wie viel habe ich vielleicht einfach nicht verstanden von dem, was da passiert ist. Bei Jesus dreht es sich die ganze Zeit um den ersten Band und das Alte Testament. Er diskutiert darüber. Und die Sache ist, das Passafest hat eine einzige Geschichte und zwar geht es um Gefangenschaft und Freiheit. Und Jesus ist gekommen, um aus der Gefangenschaft unserer Sünde, unserer Schuld, aber auch unserer Verletzung, unserer Last, unserer Wunden, uns rauszuholen und Freiheit zu geben. Deswegen machen wir den Kurs „Get Free“ in der Gemeinde. Werde frei, weil es eine Geschichte ist, die Gott schreibt von Freiheit, von Freiwerden. Das ist die Geschichte des Passafestes, vom Lastloswerden.
Die Frage für euch heute ist, darf das Lamm Gottes deine Schuld tragen? Darf es deine Last tragen? Darf es nun in Jerusalem alles, was in deinem Leben da ist, an Sorgen, an Sünden, an Krankheiten, an Schuld, darf er es auf seine Schultern packen und mitnehmen. Es heißt sogar, Jesus wurde für uns zur Sünde gemacht. Das heißt, er hatte sie nicht nur getragen, er wurde zur Sünde an dem Tag, als er sie getragen hat. Darf das Lamm Gottes, was unter Hosianna einreitet, das mitnehmen von dir. Die Dinge, die du gerade leicht auf dem Herzen hast, die schwer sind, Dann kannst du es dem Lamm auf den Rücken legen und sagen, nimm es mit. Darf es dir das abnehmen, darf es dich in die Freiheit führen. Und wisst ihr, er hat es schon getan und das dürfen wir in Glauben annehmen. Es geht um eine Geschichte der Freiheit. Der dritte Punkt ist:
3. Der König verwirrt die Massen.
Warum werden an diesem Tag Palmen hingelegt? Das ist so, wie wenn du an Weihnachten Ostereier verteilen würdest Das kann irgendwann so sein, wenn die Konsumindustrie sieht: Das lässt sich gut verkaufen, dann kann man das so machen Aber dass an diesem Tag Palmzweige hochgehalten wurden Das hat nichts mit Palmsonntag, mit Passa zu tun Das ist eigentlich eine Haltung für ein anderes Fest. Für welches Fest ist das eigentlich? Für das Laubhüttenfest. Aber warum holen sie nun die Palmzweige heraus und halten sie hoch? Es geht um eine Prophezeiung. Ihr seht wieder, diese Prophezeiung spielt eine Rolle, auch um zu verstehen, was an dem Tag passiert ist.
In Zacharia lesen wir, machen wir mal das Bild zurück, das ist der sogenannte Lulaf, das machen sie heute noch. Da gibt es Palmenzweige und so weiter. Ja, was machen die heute noch zum Laubhüttenfest, nicht zum Passafest. Ja, und die Frage ist, warum machen sie das? Es gibt eine Vorhersage, da heißt es, Sacharja 14,16:
Doch alle aus den Völkern die Jerusalem angegriffen haben sollen jedes Jahr nach Jerusalem hinaufziehen um den König den allmächtigen Herrn anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern
Ein messianischer Vers, und die Menge dachte, jetzt ist es gekommen. Jetzt ist die Zeit. Der König zieht ein, das messianische Königreich beginnt, er wird uns von den Römern befreien, deswegen kommen die Palmen heute ins Spiel. Der König verwirrt die Masse. Er geht nicht vom Esel runter und sagt, ach Leute, ihr habt was falsch verstanden. Okay, legt die Palmen mal zur Seite, er nimmt es an. Er verwirrt die Massen, aber er nimmt es an. Und wisst ihr, der König verwirrt uns öfter mal, oder? Vielleicht wurdest du in deinem Leben auch schon vom König mal verwirrt, weil deine Pläne und seine Pläne nicht die gleichen waren. Und auch hier merkt man, die Pläne, die Gott hat, sind in diesem Moment nicht die gleichen, wie die Menschen haben. Es gibt nämlich noch eine spannende Sache kurz davor. Was ist kurz davor passiert, bevor Jesus eingeritten ist? Jesus hat jemanden vom Tod auferweckt. Lazarus. Und was ist vorher passiert? Lazarus ist gestorben. Und was ist noch vorher passiert? Ein Bote wird zu Jesus geschickt und sagt, dein Freund Lazarus ist krank. Und was lesen wir dann? Und Jesus ließ sich einige Tage Zeit, um zu ihm zu kommen. Da denkt man erstmal, ja schöner Freund. Du weißt, dein Freund ist krank, du könntest ihn heilen, ich warte erstmal über Tage. Aber warum? Um dann ein Wunder zu tun, was die Massen begeistern wird. Das heißt nämlich an einer Stelle, die Menschen, die zum Passafest gekommen sind, waren ganz gespannt, weil sie den sehen wollten, der Lazarus vom Tod auferweckt hat. Und vorher, wenn ich die Freunde von Jesus gewesen wäre, das sind Maria und Martha und Lazarus, hätte ich gedacht, das ist ja toll. Und so begrüßt Maria oder Martha, ja auch Jesus, wo warst du denn? Dann sagt er:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben.“(Johannes 11,25)
Aber er verwirrt erstmal alle. Er verwirrt. Am Ende ist klar, okay, wow, die Menschenmengen in Jerusalem, ihr müsst euch vorstellen, alle aus dem Volk Israel waren an diesem Tag in Jerusalem, weil alle mussten kommen. die haben riesige Zeltdörfer in Jerusalem aufgebaut. Der König verwirrt die Massen. Die Frage ist, darf er auch mich verwirren? Und ich vertraue ihm dennoch. Darf er in meinem Leben anders handeln, als ich denke? Und ich vertraue ihm dennoch. Weil ich weiß, der König wird die Dinge richten. Der König wird sie gut machen.
Mir fällt das noch an einer anderen Stelle auf, die finde ich total faszinierend. Und zwar reitet Jesus ein, und dann gibt es hier ein paar Meckerer. Da gibt es ja die Pharisäer, die nun sagen, Hey, bringt die Menge mal zum Schweigen, Jesus. Was soll das denn? Und wisst ihr, was Jesus dann sagt? Wenn sie schweigen würden, würden die Steine schreien. Und dann denkt so, okay, also wenn sie jetzt wirklich leise wären, würden jetzt die Felsen da drüben anfangen zu brüllen. Was meint Jesus damit? Und ich kann das nicht ganz genau sagen, was ich aber faszinierend finde, wenn du heute nach Israel kommst, schreien die Steine. Weil die Steine erzählen heute die Geschichte. Alle Ausgrabungen, die stattfinden, erzählen, dass es wahr ist, was damals passiert ist. Das wäre eigentlich fast eine eigene Predigt wert. Ich bringe euch aber nur mal ein Bild mit. Das hier ist die Synagoge in Magdala. Und das wurde ausgegraben 2007, weil in 2007 ein Hotel dort gebaut werden sollte. Und immer wo ein Hotel gebaut werden soll, muss gecheckt werden, ob irgendwas Historisches darunter liegt. Und das ist noch gar nicht so lange her. Und ihr merkt, wow, okay die Steine fangen an, die Geschichte zu erzählen. Wenn ihr Lust habt, vielleicht stelle ich es auch mal in die App rein, gebt mal City of David ein bei YouTube. Die Stadt Davids. Da wurde vor sechs Wochen, glaube ich, erst ein neuer Pilgerweg eröffnet, den damals schon die Menschen zum Tempel gegangen sind.
Die Stadt Davids, so wurde immer gesagt, die gibt es überhaupt nicht, es gibt überhaupt keine Funde. bis gemerkt wurde, dass sie heute unter einem arabischen Dorf liegt. Es wurde draufgebaut und heute kannst du unten reingehen und die Steine erzählen dir die Story. Die Steine erzählen die Geschichte und Ausgrabungen, die stattfinden, belegen das, was wir in der Bibel lesen. Die Steine schreien. Die Leute waren vielleicht verwirrt damals, was die Steine schreien sollen. Ich weiß nicht, ob das Jesus damit meinte, aber ich finde es faszinierend, dass die Steine heute die Geschichte erzählen. Du kannst da hingehen, kannst fühlen und nachgucken, okay, die Steine erzählen die Geschichte. Und das passt mit so da rein, der König verliert die Massen.
Die Frage ist aber, darf dich der König verwirren? Dürfen wir das zulassen in unserem Leben? Und jeder von uns hat unterschiedliche Geschichten, unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliche Täler durch die wir gegangen sein. Vertrauen wir Jesus, trotz den Umständen, die vielleicht da sind, dass der König es gut meint und zu einem guten Ziel kommen wird? Lazarus musste durch eine tiefe Krise gehen, aber vielleicht in dem Moment, wo Jesus einreitet, gingen ihm die Augen auf, okay, ich bin ein Teil der Geschichte Gottes und er benutzt mich, um seine Botschaft weiterzugeben. Das nächste Punkt ist:
4. Jesus, der König, weint um seine Stadt.
Als sie sich jedoch Jerusalem näherten und Jesus die Stadt vor sich liegen sah, begann er zu weinen. Wie sehr wünschte ich, du würdest noch heute den Weg des Friedens finden. Doch nun ist es zu spät und der Friede bleibt dir fremd. Nicht mehr lange und deine Feinde werden einen Wall rings um dich aufschütten, dich einkreisen und gegen dich vorbeugen. Sie werden dich und deine Kinder den Erdboden gleich machen und keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Gelegenheit, die Gott dir geboten hat, nicht ergriffen hast. (Lukas 19,41-44)
Es gibt gar nicht so viele Stellen, wo Jesus weinte. Hier lesen wir, Jesus näherte sich der Stadt und er begann zu weinen. Und der König betritt nun in seine Stadt. Es ist seine Stadt, Jerusalem, die Stadt des Königs. Was wird nun in dieser Stadt passieren? Er wird dort sterben. Er wird dort auferstehen in dieser Stadt. Er wird von dort in den Himmel fahren. In dieser Stadt wird der Heilige Geist kommen. In dieser Stadt wird die erste Gemeinde entstehen. In dieser Stadt wird Stephanus gesteinigt werden. 30 Jahre später werden die Römer kommen, die Stadt zerstören und den Tempel zerstören. Gott hat ihnen die Hand gereicht, aber sie haben sie nicht erfasst. Und was ist jetzt der Wunsch von Jesus für diese Stadt? Wie sehr wünschte ich, du würdest heute noch den Weg des Friedens finden.
Um euch die Bedeutung Jerusalems ein bisschen bewusst zu machen, als vor ein paar Wochen der Krieg mit Iran begonnen hat, hat man gelesen, dass ungefähr eine Woche später nach Kriegsbeginn ein Tag im Iran stattgefunden hat. Wisst ihr, was für ein Tag? Der Al-Quds-Tag. Wisst ihr, was Al-Quds ist? Das ist die arabische oder persische, wie auch immer, die Bedeutung Jerusalems. Al-Quds ist Jerusalem. Okay, und ihr seht, es geht eigentlich um die Kampf um eine Stadt. Als die Hamas den Krieg begonnen hat, wie nannte sie ihn? Al-Aqsa-Sturm. Al-Aqsa ist die Moschee in Jerusalem. Die USA wird im schiitischen Islam der große Satan genannt und Israel der kleine Satan. Okay, scheinbar hat Jerusalem nicht nur eine menschliche Bedeutung, sondern es geht auch um eine geistliche Bedeutung.
Ist dir schon mal aufgefallen, wann Jerusalem das erste Mal in der Bibel erwähnt wurde? Es gibt am Anfang eine interessante Situation. Abraham kommt das erste Mal in das große Land und trifft auf einen Priester: Melchisedek, der Priester von Salem, von Jerusalem. Das heißt, bevor Abraham da war, war in dieser Stadt ein Priester. Interessant ist, später im Hebräerbrief wird Jesus mit dem Priester Melchisedek verglichen. Das heißt, dort wird schon Jerusalem das erste Mal erwähnt. Dort solte die Opferung Isaacs stattfinden. David macht die Stadt zur Hauptstadt. Der Tempel Gottes stand da, dort wohnte Gott. Jesus starb dort. Das ist der Zentrum des jüdischen Glaubens Und in Psalm 132,13-14 lesen wir:
„…denn der Herr hat Jerusalem erwählt.“
Er hatte sich Jerusalem ausgesucht um dort zu wohnen Er sprach:
„dies ist mein Haus in dem ich für immer wohnen will Hier will ich mich niederlassen, denn dies ist der Ort, den ich mir ausgesucht habe.“
Und jetzt reitet Jesus ein, und vielleicht versteht ihr, warum Jesus geweint hat. Er sagt, das ist doch die Stadt des Königs. Das ist meine Stadt. Und ihr erkennt nicht, dass ich der König bin.
Aber diese Stadt ist umkämpft. Seit damals, sie wird auch in Zukunft umkämpft sein. Denn laut Jesus wird am Ende der Zeit sich dort alles zuspitzen. Lass uns kurz ins Alte Testament reinschauen.
In jener Zeit, sagt der Herr, werde ich das Schicksal Judas und Jerusalems wieder zum Guten wenden. Dann rufe ich alle Völker zusammen und führe sie in das Tal, das man Joschaphat nennt. Dort gehe ich mit ihnen ins Gericht für das, was sie in Israel angetan haben, dem Volk, das zu mir gehört. (Joel 4,1-3)
An jenem Tag stehen seine Füße auf dem Ölberg, der im Osten Jerusalems liegt. Und der Ölberg wird sich in die Mitte spalten und ein sehr breites Tal freigeben. (Sacharja 14,4)
An jedem Tag wird lebensspendendes Wasser aus Jerusalem fließen, die eine Hälfte zum Toten Meer, die andere Hälfte zum Mittelmeer. (Sacharja 14,8)
An jedem Tag wird es mein Ziel sein, alle Völker, die Jerusalem angreifen, zu vernichten… (Sacharja 12,9)
Dann gieße ich einen Geist der Gnade und des Gebets über die Nachkommen Davids und die Bewohner Jerusalems aus. Sie werden auf den schauen, jetzt wieder eine Prophetie, den sie durchbohrt haben. Und um ihn trauern wir um einen einzigen Sohn. Sie werden ihn beweinen, wie man um einen Erstgeborenen weint. (Sachaja 12,10)
Zu der Zeit gab es noch nicht mal die Kreuzigung. Sie spricht schon davon. Sie werden in Zukunft um den weinen, der damals durchbohrt war. Das heißt, zu der Zeit werden die Juden erkennen, wer Jesus ist. Gott wird das Schicksal wenden. Bis dahin sollten wir als Christen Zeuge sein für den Messias und sie segnen. Das heißt, Jesus weint um diese Stadt und er weint um diese Menschen. Die Frage ist, weinen wir auch um Menschen? Weinen wir um Juden, um ihr Schicksal, was sie im Laufe der Geschichte hatten? Weinen wir um sie, weil sie das Volk sind, das Gott in der Welt hat, aber sie den Messias nicht erkennen, weil sie viel Leid erleben mussten? Weinen wir mit um sie? Und um wen weinst du in deinem Leben? Hast du Menschen um dich herum, wo du sagst, ich trauere, weil ich mich so danach sehne, dass sie Jesus kennen. Um wen weinst du? Wer liegt dir so am Herzen, dass du sagst, ich sehne mich danach, ja so wie Jesus, der da steht und die Stadt sieht und weint. Um wen weinst du in deinem Leben? Jetzt kommen die zwei letzten Punkte, die sind etwas kürzer.
5. Der König betritt den Tempel.
Das ist der Ort, den er erwählt hat. um den Menschen nahe zu sein, bei den Menschen zu wohnen, um Anbetung zu empfangen. Das ist das geistige Zentrum Israels. Und dann geht er da rein und er sieht, was sie aus dem Tempel gemacht haben. Einen Marktplatz, einen Börsenhandel, wo es darum ging, Geld zu machen mit den Menschen. Und dann räumt er auf. Warum räumt er auf? Weil er die Autorität hat. Er schmeißt sie raus. Er wirft die Tische um. Er schmeißt sie raus. Warum? Weil er der König ist. Weil er Autorität hat. Jeden Tag wird er in der nächsten Woche nur in diesem Tempel sitzen und diskutieren. Und geprüft werden, wie die Lämmer. Aber vorher räumt er auf. Und 30 Jahre später ist der Tempel zerstört.
Paulus sagt, unser Körper soll ein Tempel des Heiligen Geistes sein. Das heißt, in dir, wenn du mit Jesus lebst, lebt der Heilige Geist. Und wir sollen ihn ehren mit allem, was wir sind. In unserem Leben, auch mit unserem Körper. Die Frage ist, darf der König auch in deinem Leben aufräumen? Darf er in deinem Leben rausschmeißen, was nicht gut ist? Gibst du ihm Autorität zu deinem Tempel, zu deinem Inneren? Das ist der Sinn von unserem Kurs „Get Free“. Das Einzige, worum es in dem Kurs geht, ist Müll rauszubringen. Müll, der sich in meinem Leben angesammelt hat, der mich trennt von Gott, der schlecht ist. Es geht darum ihn rauszubringen. Die Frage ist, darf der König in deinem Tempel kommen und deinen Müll rausbringen? Oder sagst du, in den Vorhof des Tempels darfst du gehen, aber weiter nicht. Mehr darfst du nicht rausnehmen. Darf der König in deinem Leben aufräumen, was nicht gut ist. Lässt du es zu? Der sechste Punkt ist:
6. Der König nimmt Anbetungen an.
Die Menschen kommen ihm entgegen mit den Merkmalen eines anderen Festes. Aber Jesus wehrt dich ab. Sie rufen Hosianna. Psalm 118. Das ist ein messianischer Psalm, dort heißt es, gepriesen sei der, der im Namen des Herrn kommt. Jesus nimmt ihre Anbetung an. Wie einige Tage zuvor bei Maria. Danach kommt Maria mit einem zwölf Unzen fassendes Fläschchen mit kostbarem Nardenöl, salbte Jesus mit dem Öl die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Der Duft des Öls erfüllte das ganze Haus.
Jesus ist gekommen als der König, um Anbetung anzunehmen, die ihm gebührt. Wir stehen am Anfang der Karwoche. Die nächsten Tage bereiten wir uns auf Ostern vor, auf den Freitag. Die Frage ist, bist du bereit, um in der nächsten Woche ihn anzubieten, ihn zu ehren, ihn zu lieben, ihn zu loben? Bist du bereit, dem König das zu geben, was er verdient? Bist du schon bereit eigentlich für die nächste Woche, für die Karwoche? Der König kommt, der König reitet ein. Der König wird alles tragen, wird alles tun, wird alle Last wegnehmen, wird Ewigkeitshoffnung stiften. Er geht den tiefsten Weg, weil er die Liebe zu dir lebt. Bist du bereit, ihn anzubeten? Hast du schon einen Plan für nächste Woche, wie du ihn anbeten willst? Oder stolpern wir so rein in die Osterzeit, gucken wir mal, was kommt.
Der König kommt und das, was wir tun sollten ist, unsere Hände zu heben und ihn anzubeten. Ihm die Ehre zu geben, ihn zu lieben. Und der Ostergarten ist Anbetung. Warum? Weil der König es wert ist, dass alle Menschen von ihm erfahren. Weil die Menschen es wert sind, dass sie diese Hoffnung bekommen haben, die er gestiftet hat. Der König hat sich zum Lamm gemacht. Er ist das Opferlamm geworden für uns, um unsere Schuld zu tragen.
Ich möchte euch Zeit geben, ein bisschen über diese Punkte nochmal nachzudenken. Und zwar vertraust du seinem Wort. In der Geschichte kennst du die Puzzleteile. Darf er als Lamm deine Schuld und Last tragen? Darf er dich auch überraschen? Vertraust du ihm? Weinst du mit ihm um Jerusalem und um verlorenen Menschen? Darf er in deinem Leben aufräumen? Und bist du bereit, ihn anzubeten? Nehmt euch kurz Zeit. Ich würde gerne kurz für diese Zeit für euch persönlich beten.
Danke, Jesus, dass du das getan hast, dass du gekommen bist und uns neu zu machen. Du siehst, womit jeder heute Morgen hier gekommen ist. Was auf dem Herzen liegt, was uns vielleicht belastet. Ich möchte dich bitten, dass du jetzt durch den Heiligen Geist uns einfach das zeigst, was für uns dran ist, wo wir den nächsten Schritt in unserem Glauben mit dir gehen sollen.
Amen.