Heil werden – Bitterkeit
Daniel Bäumner
Ev. Gemeinschaft, Frankenberg, 01.03.2026
Das Video zur Predigt finden Sie hier

 

 Ich will mit heute mit euch über Bitterkeit nachdenken, über Bitterkeit im Herzen und was Gottes Gegengift ist gegen Bitterkeit. Ja, weil Bitterkeit sich in meinem Herzen festsetzen und so viel kaputt machen kann. In Hebräer 12 lesen wir:

„Achtet aufeinander, damit niemand die Gnade Gottes versäumt. Seht zu, dass keine bittere Wurzel unter euch Fuß fassen kann. Und jetzt, denn sonst wird sie euch zur Last werden und viele werden durch ihr Gipfel verderbenAchtet aufeinander, damit niemand die Gnade Gottes versäumt. Seht zu, dass keine bittere Wurzel unter euch Fuß fassen kann, denn sonst wird sie euch zur Last werden und viele durch ihr Gift verderben. .“

Achtet aufeinander, dass niemand die Gnade Gottes versäumt. Ihr wisst ja, wie wichtig Gnade ist. Ansonsten geben wir bitteren Wurzeln in unserem Herzen Raum. Und das ist nicht nur für uns ein Problem, damit kannst du dein ganzes Umfeld vergiften. Was ist eigentlich Bitterkeit? Bitterkeit im Herzen ist ein anhaltender innerer Zustand von Groll, Verletztheit, Ärger oder Unvergebenheit gegenüber einer Person, einer Situation oder sogar gegenüber Gott oder sich selbst. Es ist mehr als ein kurzfristiger Ärger. Bitterkeit bleibt bestehen, setzt sich fest, und beeinflusst, denken, fühlen und handeln. Was denkst du, wenn du das liest? Kennt ihr sowas? Bitterkeit ist auch wirklich unattraktiv. Hast du schon mal jemanden gehört, der gesagt hat, ich habe einen Freund, der ist so bitter, super, wenn wir zusammen sind. Das ist Bitterkeit. Also nicht nur um ein kurzes Gefühl, sondern wirklich ein Zustand in unserem Herzen.

Wisst ihr, warum ich 1. Mose so liebe, das ganze Buch? Es ist ein Spiegel für uns heute. Du triffst die ganzen Sachen, die wir heute sehen, schon am Anfang von der Bibel. Vor 5000 Jahren siehst du genau die Probleme, Neid, Bitterkeit, Scham und Zorn. Das, was die Folge ist, nachdem der Zerbruch im Herzen passiert ist. Im Herzen der Menschen, nachdem die Sünde in die Welt gekommen ist. Und tauchen wir ein in Erste Mose. Wir treffen hier auf eine Familie. Und in dieser Familie, mit dieser Familie,können wir Geschichte schreiben. Die ganze Menschheit, ja. Der Vater der Familie wird irgendwann Israel heißen. Okay? Das ist der Name und der Grund, warum das Volk heute Israel heißt, aufgrund dieser Familie, dieser Name. Und ich sage euch, in dieser Familie steckt etwas drin. Bitterkeit. Schauen wir uns das Ganze ein bisschen so an.

Jakob hat 13 Kinder, 12 Söhne und eine Tochter. Und jetzt kommt es zu einer Situation, und lasst euch die Situation mal wirklich auf der Zunge wergehen. Ich weiß, wir haben manchmal Probleme mit scheinbaren Jungschar-Geschichten. Haben wir früher vielleicht mal gehört. Falls ihr sie schon kennt, versucht mal euch hineinzuzuversetzen in diese Story:  (1. Mose 37, 18-20)

Josefs Brüder sahen Josef bereits vor weitem kommen, und bevor er bei ihnen war, fassen sie den Entschluss, ihn umzubringen. „Da kommt ja der Träumer“, sagten sie zueinander. Los, wir töten ihn und werfen ihn dann in die Zisterne. Anschließend erzählen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird.

Happy Family, oder? Das ist ja toll. Dann treffen sie sich auf dem Feld und überlegen: Wie können wir unseren Bruder denn loswerden? Wir sagen ein wildes Tier war es.

Das ist die Endform von Bitterkeit. Wenn du sagst, ich sehe meinen Bruder, ich sehe einen Teil meiner Familie und so etwas kommt in mir hoch, dass ich denke, lass uns den einfach aus der Welt schaffen. Als ob das Problem dann gelöst ist. Nein, Bitterkeit scheint hier der Hauptzustand rein zu sein. Groll, Verletztheit, Ärger, Unvergebenheit. Vielleicht kennst du die Geschichte schon, hast sie schon zehnmal gehört, vielleicht hörst du das auch zum ersten Mal, denkst dir, was ist denn mit denen los? Was ist denn da schiefgelaufen? Wie kommt es dazu? Und dafür möchte ich mit euch heute ein bisschen in die Familiengeschichte eintauchen. Es gibt eine christliche Kinderserie, super Buch und anhand dieser Geschichte möchte ich euch ein bisschen hineinnehmen. 

Ihr seht hier diese Familie. Okay. Sieht nach einer tollen Familie aus. Zwölf Brüder und die Tochter ist mit dabei. Jetzt gibt es Eltern. Das sind Jakob und Rahel. Ja. Und jetzt denkst du, okay, super. Jakob und Rahel haben zusammen diese zwölf Söhne und eine Tochter. Nein, so fröhlich war das nicht. Schauen wir uns mal an, wie es dazu gekommen ist. Da ist Jakob und Rahel. Jakob kam zu seinem Onkel und will da arbeiten und er verliebt sich in seine Tochter. Ja, dann sagst du, okay, super. Der Onkel sagt, sieben Jahre kannst du jetzt für sie arbeiten. Aber nach den sieben Jahren merkt er, ich habe noch eine Tochter, Lea. Und dann sagt er, okay, das ist schlecht, meine ältere Tochter Lea, die müsste erst verheiratet werden. Und in der Hochzeitsnacht tauscht er die quasi aus und plötzlich ist Jakob mit der anderen Tochter verheiratet. Dann sagt Jakob, du hast mich betrogen, das geht so nicht. Und er kriegt zwei Frauen. Also ein guter Tipp, wenn ihr zwei Töchter habt verheiratet sie nie mit dem gleichen Mann. Falls ihr auf die Idee kommt: vergesst es. Auch in der Bibel ist die Folge vom Zerbruch nicht Gottes Plan. Gottes Plan ist ein Mann, eine Frau lieben und ehren. Nicht das was hier passiert. Es wird zu Verletzungen kommen. 

Schauen wir uns mal an, wie die Verletzungen weitergehen. Eine wird jetzt geliebt und eine nicht. Gute Idee??? Jetzt ist aber die Folge, die eine kriegt nun Kinder, sieben Kinder. Jetzt sagt die andere, oh Mann, es kommt Neid hoch in der Familie. Es entsteht Neid im Herzen. Jetzt gab es einen Trick, zu sagen, ich suche mir jetzt eine Sklavin, oder ich habe eine Sklavin, und mein Mann soll auch mit ihr schlafen, und die Kinder, die sie bekommen sind meine Kinder. Die Sklavin, die bekommt zwei Söhne. Jetzt denkt die Lea, oh Mann, ich kriege keine Kinder mehr, aber ich habe eine Sklavin. Okay, kommen die nächsten zwei Söhne dazu. Seht ihr, es könnte Konflikte geben in dieser Familie. Und irgendwann bekommt die Rahel aber doch noch zwei Kinder. Und der von der Lieblingsfrau, der erste Sohn, das ist nun der, der umgebracht werden soll. Das ist die Happy-Fan-Familie. Das ist Israel in den 12 Stämmen.

Könnt ihr euch vorstellen, dass es in dieser Familie ein Problem gibt? Und dieses Problem ist Bitterkeit. Warum? Ich habe mich immer gefragt, von dieser Frau der letzte Sohn, ich weiß, wer den Müll rausbringt in der Familie. Also, oben der nicht, aber unten der. Und ihr seht, wenn ich Gottes Gebot ausser Kraft setze, wird es zu Verletzungen kommen. Und das sehen wir nun in dieser Geschichte. Aber diese Geschichte hat noch einen Vorlauf. Denn Jakob hatte einen Bruder. Und dieser Bruder war sein Zwillingsbruder. Und die beiden hatten Eltern, Isaak und Rebekah. Und wisst ihr, was es bei denen gab in der Familie? Lieblingskinder. Der Jakob war der Lieblingskind der Mutter und der Esau Lieblingskind vom Vater. Jetzt könntest du ja denken, ah, Lieblingskinder damit habe ich nicht so gute Erfahrung gemacht, dann höre ich doch damit auf. Aber manchmal machst du das nicht. Wisst ihr was? Das Ganze hat einen Vorlauf. Die Eltern, Abraham und Sarah, die hat Gott doch berufen und gesagt, ich werde aus dir ein großes Volk machen, einen Bund werde ich schließen. Aber sie bekamen keine Kinder. Also kam Sara auf eine Idee. Ich habe doch noch eine Magd….  Und jetzt ist es aber so, der Isaac, der kam dann irgendwann dazu. Und wisst ihr wer der Lieblingssohn ist? Der Isaac. Und der andere nicht.

Also seht ihr, es gibt eine Sache in dieser Familie von Lieblingskindern. Und die Frage ist, warum hört keiner damit auf? Und jetzt ist da unten Josef. Und habt ihr am Anfang gesehen, was passiert mit Josef? Bei seinen Brüdern ist so viel Groll es ist so viel Hass es ist so viel Bitterkeit dass sie sagen den verkaufen wir oder bringen ihn um. Das ist die Endform der Bitterkeit. Und keiner unterbricht diese Bitterkeit, diese Geschichte von Lieblingskindern, die so weit führt. Wir haben alle Geschwister, oder? Ich habe fünf Geschwister, aber die sind so viel älter als ich, dass man sagt, ich bin schon wieder Einzelkind. Aber wenn ihr Geschwister habt, kann es vielleicht sein, dass ihr das auch erlebt habt, dass Benachteiligung oder so etwas war. Und es beginnt vielleicht mit einer Verletzung. Und das Ende vom Lied ist, dass sie sagen: „Da kommt ja der Träumer. Los, wir töten ihn und werfen ihn in eine Zisterne. Und anschließend erzählen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen.“ Verwundert euch die Reaktion? Das sind Gefühle, Wut, Zorn, Ungerechtigkeit, Benachteiligung. Und ich würde sagen, das macht es verständlich, warum sie so fühlen. Das heißt aber nicht, dass es das entschuldigt. Ich verstehe, warum die Brüder so fühlen denn wenn du ein Leben lang vielleicht Missachtung erlebt hast oder dich benachteiligt fühlst, dann macht das etwas mit dir. Es entschuldigt aber nicht, was du nachher tust. Es entschuldigt nicht, dass sie sagen, okay, dann verkaufen wir ihn oder wollen ihn umbringen.

Das Interessante ist jetzt, Jakob hätte ja aufhören können, der hat ja vorher schon erlebt, so gut ist es nicht gelaufen. Aber was denken Sie über Josef, bevor Sie ihn da reinwerfen? Da kommt der Spitzel, da kommen die Pätze, da kommt der Beliebte, der Bevorzugte, der Überhebliche. Ich kriege nur das alte Handy, der kriegt immer das neue iPhone. Er bekommt immer alles. Und die Bitterkeit hat einen Ursprung. Worin? In Verletztheit, in Minderwertigkeit, in der Angst zu kurz zu kommen. Warum passiert mir das? Warum werde ich nicht beschenkt? Warum werde ich nicht gesehen? Warum werde ich nicht geliebt? Und das ist eine Enttäuschung, erlebtes Unrecht, Zurückweisung oder ungelöste Konflikte. Ich verstehe das, und ich muss auch sagen, die Geschwister tun mir leid, wenn sie ein Leben lang die Folgen tragen von dem, was die Generation davor vielleicht getan hat. Denn da, wo es die Lieblingskinder gibt, gibt es auch die Kinder, die nicht die Lieblingskinder sind. Und ihr glaubt gar nicht, in Gesprächen, in der Seelsorge, auch bei älteren Leuten, wie oft Sachen aus der Familie, aus der Kindheit, eine Rolle spielen. Und die wachsen und wachsen und wachsen und irgendwann ist es eine bittere Wurzel. Deswegen zwischendurch ein kleiner Tipp, sprich, wenn du Kinder hast, deinen Kindern so oft und so gut es geht, Liebe zu. Ich hab dich lieb. Ich bin stolz auf dich. Ich find dich toll. Ich mag dich. In einem guten Maß, nicht als Manipulation. Wir können uns gerne ein Beispiel nehmen am himmlischen Vater, der von Jesus sagt:“ Dies ist mein geliebter Sohn“, der meine ganze Freude ist. das den Kindern zuzusprechen. Aber ein Tipp: nicht nur einem. Weil ihr sieht, was dann passiert. Nun ist es hier nicht passiert sondern etwas Negatives ist passiert und es bekommt Raum. Ich bekomme eine Herzenshaltung der Bitterkeit. Ich werde nie beschenkt. Ich werde nie gesehen. Ich werde nie geliebt. Mir passiert nie etwas Gutes. Man könnte jetzt ja auch sagen, eigentlich ist es ein Problem zwischen den Söhnen und dem Vater. Aber jetzt wird es zu dem Problem zwischen den Söhnen und ihrem Bruder. Das ist interessant.

Ich sage dir, 1. Mose ist super. Was lest ihr bei Kain und Abel? Kain und Abel, die ersten Kinder von Adam und Eva, das Opfer, das eine, von Abel, nimmt Gott an, das von Kain nicht. Jetzt könntest du ja sagen, Kain hat ein Problem mit Gott. Aber er tötet seinen Bruder. Das Problem wird einfach verschoben auf eine andere Ebene. Und so beginnt es ganz oft, man hat eine Wunde und dann entsteht eine Herzenshaltung, Bitterkeit. Und die Folge kann sein, Wut, Hass und Zorn, ich verletze. Bis es so weit kommt wie bei Jakobs Söhnen. Wisst ihr noch, was der Ausgangsvers war?

Seht zu, dass keine bittere Wurkel unter euch Fuß fassen kann, denn sonst wird sie euch zur Last werden und viele durch ihr Gift verderben.

Was entsteht nun in dieser Familie? Bitterkeit. Ich habe mich immer gefragt, wie sind die Söhne nachher zu ihrem Vater gegangen und haben gesagt, ein wildes Tier hat deinen Sohn zerrissen? Die Bitterkeit ging nachher auch über Ehrlichkeit. Aber die Story geht ja weiter. Sie verkaufen ihn nun und lügen ihren Vater an. Und ihr Verhalten hat ja nun Folgen für den in der Zisterne. Er verliert seine Heimat, er verliert seine Familie, er verliert das Vertrauen. Wisst ihr, was das zur Folge hat? Bitterkeit. in seinem Herzen, oder? Er wird verkauft. Man macht einfach nur noch irgendwas mit ihm. Hey, das geht weiter. Er landet nun in Ägypten. Und was passiert nun? Er wird Sklave. Es wird nur noch über dich bestimmt. Was passiert nun? Die Frau vom Chef im Haus verliebt sich in ihn. Er will aber sauber bleiben. Er sagt, ich fange nichts mit ihr an. Sie erzählt nun rumm, er wollte sie vergewaltigen. Das heißt, eigentlich erlebt er sexuellen Missbrauch. Und was passiert? Er landet im Gefängnis. Ganz schön viel Potenzial für Bitterkeit, oder? Und nun sitzt er im Gefängnis. Wie lange er dort war, ob er da Misshandlungen erfahren hat, ob es ihm da total schlecht ging, wahrscheinlich. Und dann gibt Gott ihm die Fähigkeit, Träume zu deuten. Er deutet zwei von seinen Mitgefangenen die Träume, die kommen raus und vergessen ihn dann. Und ich frage mich, in dem Herzen von Josef, da muss sich doch nun Bitterkeit ansammeln. Viel Potenzial, oder? Versklavt, weggeschmissen, verlogen, vergessen, missbraucht, heimatlos, verkauft.

Ich würde fast sogar sagen, man sollte Leid nicht miteinander aufwiegen.. Aber ich finde, das was ihm nun widerfahren ist  bringt eine Menge Potenzial für Bitterkeit in seinem Herzen. Die logische Folge ist doch eigentlich das nun in seinem Herzen Hass, Wut, Zorn, Rache kommt, oder? Aber ist es das, was Gott für uns will? Wut, Zorn, Rache in unserem Herzen? Wir kürzen die Geschichte ein bisschen ab. Durch Gottes Führung kommt Josef frei. Und er wird nun zum zweithöchsten Mann in Ägypten. Zu dem Player, der alles  im Griff hat, er hat dass sagen. Plötzlich schwimmt er in Ruhm und Ehre. Die Jahre vergehen und wir wissen nicht, wie oft er an zu Hause denken muss. Dann kommen plötzlich seine Geschwister und sind bedürftig. Sie erkennen ihn nicht. Aber was könnte nun in ihm hochkommen? Hass, Zorn, Wut. Als ich in der Zisterne lag, als ich verkauft wurde, als ich missbraucht wurde, als ich misshandelt wurde. Wisst ihr, was er nun machen kann? Er hat jetzt Macht. Das ist doch die Gelegenheit, oder? Jetzt könnte man natürlich sagen, na gut, aber du hast doch Gutes erfahren. Du bist doch jetzt reich. Du hast doch alles. als ob Macht und Reichtum Wunden zuschütten würde. Deswegen sind auch alle, die so reich und mächtig sind, so liebevoll und so gnädig, oder??? Weil du musst nur Geld über deine Wunden schütten und alles läuft???

Er gibt sich ihnen nun zu erkennen und hilft ihnen. Jetzt könnte man sagen, Happy End. Der Vater zieht zu ihm und so weiter aber irgendwann stirbt der Vater. Und wisst ihr, was nun in den Brüdern hochkommt? Weil ihr Vater nun tot war, bekamen Josefs Brüder Angst. Was ist, wenn Josef uns feindlich gesinnt ist und sich für all das schlimme Unrecht, das wir ihm angetan haben, rächt? Verständlich, oder? Mit Rache kennen sie sich ja aus. Das ist ja ihre Folge gewesen. Sie haben Verletzungen erlebt, es führt zu Bitterkeit und dann haben sie sich gerächt. Das kann Josef ja jetzt auch tun. Aber nein, er hat ja viel Gutes erfahren. Ja, er ist ja jetzt reich. Das löst ja alle Verletzungen aus der Kindheit, oder? Würde Rache aber jetzt die Verletztheit in Josefs Herz heilen, wenn er sich nun rächt, würde dann was gesund werden im Herzen? Ich muss sagen, die Reaktion von Josef finde ich als eine der schönsten in der Bibel:

„Habt keine Angst! Ich werde doch nicht umstoßen, was Gott selbst entschieden hat! Ihr hattet Böses mit mir vor, aber Gott hat es zum Guten gewendet; denn er wollte auf diese Weise vielen Menschen das Leben retten. Das war sein Plan, und so ist es geschehen. Habt also keine Angst! Ihr könnt euch auf mich verlassen, ich werde für euch und eure Familien sorgen.“ (1.Mose 50,)

Was ist das, was Josef nun mit seinen Geschwistern tut? Er lässt Gnade walten. Aber warum? Er hätte sie zerquetschen können. Warum lässt er nun Gnade walten? Ich glaube, weil Gnade das Gegengift ist zur Bitterkeit. Ich glaube,

Gnade ist der Unkrautvernichter für jede bittere Wurzel im Herzen.

Ihr hattet Böses mit mir vor, aber Gott hat es zum Guten gewendet. Gott war gnädig mit mir. Jetzt kann man ja sagen na klar du bist ja jetzt auch High Society. Wenn das in meinem Leben so laufen würde. würde ich auch gnädig sein mit anderen.

Vielleicht kennt ihr auch Bitterkeit in eurem Herzen. Und ich könnte dir auch sagen, wenn bei mir alles so tuti-fudi weiterlaufen würde, dann wäre ich auch gnädig. Als ob Reichtum und Geld alles zuschütten würde, alle Verletzungen heilen würde. Wisst ihr, im Vergleich zum Rest der Welt bist du gar nicht so arm. Und im Vergleich zum Rest der Menschheitsgeschichte: die konnte nicht einfach in den Supermarkt gehen, die konnte nicht einfach soziale Versorgung in Anspruch nehmen, die hatte nicht einfach einen Arzt, wo sie hingehen konnte. Im Vergleich zur Menschheitsgeschichte sind wir eigentlich relativ reich. Aber als ob das die Bitterkeit in unserem Herzen heilen würde. Macht führt nicht zu Milde. Jetzt gerade ist er der Mann, er hat die Familie in seiner Hand, er könnte sich jetzt alles erlauben. Aber der Schlüssel ist: Josef hat Gnade erlebt und er gibt Gnade weiter. Er hat erlebt, dass Gott ihn nicht vergessen hat, dass Gott ihn gesehen hat, dass Gott bei ihm war, dass Gott mit ihm geweint hat, selbst als er im Gefängnis war. In der schwersten Zeit hat er erlebt, Gott war da. Er hat Liebe erlebt. Wisst ihr noch, was der Ausgangsvers war?

„Achtet darauf, dass niemand die Gnade Gottes versäumt. Seht zu, dass keine bittere Wurzel Fuß fassen kann.

Ich glaube, Gnade und Liebe ist der Schlüssel. Ich möchte es mit euch mal konkret anschauen. Ich habe euch schon gefragt, was hier vorne aufgebaut ist. Angenommen, du hast für die Menschen aus deinem Umfeld einen Schuldschein. Für jeden, der dir was angetan hat. Deine Eltern, dein Arbeitskollege, deine Lehrerin von früher, Ex-Partner, whatever, für wen wir alles unseren Schuldschein haben. Dann können wir jetzt folgendes tun und zwar setzen uns auf den Richterstuhl: „schau mal was du mir alles angetan hast schau mal was du gemacht hast“ und da entsteht Bitterkeit im Herzen wenn wir diese Dinge in uns wachsen lassen. Wir richten über andere. Erstmal gibt jesus einen Tipp, er sagt, okay, bevor du den Splitter im Auge des Anderen anschaust, schau auch deinen eigenen Balken an. Aber wir sind schneller dabei andere zu richten.

Es ist übrigens interessant, wenn man sich die Geschichte von Jakob anguckt mit seiner Familie. Jakob zum Beispiel bei der Geburt seines zweiten Sohnes ist seine Lieblingsfrau gestorben. Was hat das vielleicht mit ihm gemacht? Das entschuldigt nicht sein Verhalten, aber vielleicht erklärt das manches. Und dann fängt er an, man kann das richten. Du kannst so einen Schuldschein auch Gott gegenüber hinhalten und z.B. sagen: Schau mal, wo du nicht da warst in meinem Leben. Schau mal, was ich nicht bekommen habe. Und dann gehen wir auf den Platz, um zu richten. Ich glaube, dass es ein Prinzip gibt, was hilft, Gnade zu verstehen. Wir sitzen hier auf dem Richterstuhl, wir wollen anderen verurteilen. Und dabei vergessen wir etwas, was in unserem Herzen passiert ist. Es gibt einen Vers, der ist für mich das Exemplarische in Bezug auf Gnade.

„Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet.“

Das heißt, das ist vielleicht ein Schuldschein, den ich anderen hinhalte, zum Beispiel meiner Frau. Okay? Da steht fast nichts drauf, nein? Aber jetzt könnte ich trotzdem sagen, wenn ich Bitterkeit in mir habe, guck mal, das hast du nicht gemacht, guck mal, vor 10 Jahren war das, guck mal, vor 15 Jahren war das, guck mal, du hast nicht gelächelt, als ich dir einen Heiratsantrag gemacht habe, oder whatever, was so draufstehen könnte. Das Problem ist, dass wir manchmal aufpassen müssen, welchen Platz wir in unser Leben einnehmen. Nicht den Platz des Richters. Wenn ich mich umdrehe und zum Kreuz schaue, sehe ich etwas. Der Schuldschein, der mich belastet mit seinen Gesetzesvorschriften, ist ans Kreuz genagelt. Jetzt kann ich auf den Schuldschein gucken, den mir andere zufügen, oder ich drehe mich mal um und schaue auf meinen. Und ich bin froh, dass das das hinter mir gleich fertig ist (da wird eine lange Schuldenliste aufgehängt), denn wahrscheinlich ist mein Schuldschein länger. Der Schuldschein, der mich belastet, steht dem gegenüber: Gottes heilig, Gott ist gut, Gott ist perfekt, seine Maßstäbe sind anders. Er sagt nicht, Ehebruch ist, wenn ich mit jemandem ins Bett gehe, Ehebruch ist, wenn ich im Herzen nur jemanden begehre. Nun denkst du, wenn er das überall anlegt, in Bezug auf Mord, sagt er, nicht nur Mord, sondern schon wenn du das Böse von anderen denkst. Das ist Gottes Maßstab.

Und jetzt gucke ich mir meine Liste an und sage, oh, das könnte schwierig werden. Wisst ihr, was dann passiert, wenn ich mich umdrehe? Dann merke ich eigentlich, ich gehöre auf die Anklagebank. Ich gehöre gar nicht auf den Stuhl des Richters. Ich gehöre eigentlich auf die Anklagebank. Aber wisst ihr was? Ich gehöre gar nicht auf die Anklagebank. Ich gehöre auch nicht auf den Stuhl des Richters. Wisst ihr, wer auf der Anklagebank sitzt? Jesus! Und ich glaube, das müssen wir verstehen. Ich habe euch ein Bild mitgebracht. Das ist ein Bild aus Jerusalem. Das ist unter der Kirche heute, das ist die Zisterne und man geht davon aus, dass Jesus dort die Nacht verbracht hat, bevor er gekreuzigt wurde. Und als ich da drinnen stand, ist mir bewusst geworden, der Schöpfer der Welt, Liebe in Person, hat dort für mich drin gelegen. Und dann ist er diesen Weg gegangen und von 9 bis 12 Uhr am nächsten Tag fand die Gerichtsverhandlung statt. Für meine Schuld. Das heißt, Gott sagt nicht, in Bezug auf meine Schuld, schwamm drüber.

In Bezug auf meine Schuld sagt er, das muss jemand bezahlen!

Weil Gott der Richter ist. Weil Gott auf dem Richterstuhl sitzt. Das heißt, wisst ihr, wie es angefangen hat? Ich bin auf den Richterstuhl gegangen und halte anderen vor, was sie mir schuldig sind. Verstehe aber nicht, dass die Liste von mir Gott gegenüber definitiv länger ist. Und was sagt Gott? Geh auf den Richterstuhl? Nein, Jesus geht für dich auf den Richterstuhl. Das heißt, der Preis, den Jesus bezahlt hat, ist so hoch, dass mein Schuldstein vernichtet wurde. Denn jetzt habe ich eine Wahl in meinem Leben zu tun. Ich kann mich jetzt weiter in meinem Leben auf den Richterstuhl setzen und auf den Schuldschein der Anderen gucken. Und wisst ihr was? Das ist berechtigt. Es gibt Schuld, die dir angetan wurde. Es gibt Dinge, wo du vernachlässigt wurdest. Vielleicht hat jemand Misshandlung erlebt und es ist Schuld. Aber es ist die Frage, wohin gucke ich? Auf den Schuldschein der anderen? Oder schaue ich auf das Kreuz, wo mir Gnade angefahren ist? Und ich glaube, das ist der Tausch am Kreuz.

Das heilt mein Herz wenn ich verstehe was Gnade ist.

Gnade ist: der Schuldschein ist von Gott getilgt. Er hält ihn mir nicht vor. Er sagt nicht, du bist schuld. Er sagt, du bist zwar schuldig, aber ich lasse Jesus Christus dafür bezahlen. Und als Jesus am Kreuz geschrieen hat: „Es ist vollbracht„. Da war das bezahlt. Ich glaube, dass du dein Leben lang Christ sein kannst, wenn du aber nicht verstehst, dass dein Platz nicht der Richterstuhl ist und nicht die Anklagebank, sondern dass Gott der Richter ist und dass Jesus auf der Anklagebank ist, dann wird Bitterkeit in unserem Herzen nicht heilen. Und es wird unser Leben vergiften, wenn wir nicht verstehen, welche Gnade am Kreuz uns gegenwärtig geworden ist. Und ich habe das irgendwann zu einem Lebensprinzip gemacht, dass ich gesagt habe, wenn andere mich verletzen, und ich ihnen den Schuldschein vorhalte, dann darf ich das nicht in Anspruch nehmen. Aber wenn ich das in Anspruch nehme für mein Leben, dass Jesus mir alles vergeben hat, warum soll ich dann zu jemandem von euch oder jedem anderen mit einem Schuldschein hinterherlaufen? Das heißt nicht, dass andere nicht schuldig werden, aber ich will nicht mehr der Richter sein. Ich will nicht sagen, guck mal was du gemacht hast, sondern: ich habe Gnade erlebt und ich will Gnade in meinem Leben weitergeben.

Gnade hilft auch, unter die Oberfläche zu gucken. Wie bei Jakob, der das vielleicht selbst erlebt hat. Vergebung heißt nicht: ich vergesse. Das heißt, wenn dir Sachen angetan wurden, wenn du vielleicht auch Missbrauch erlebt hast, heißt das nicht, ich vergebe, gehe vom Richterstuhl und damit kommt das alles nie wieder hoch. Das heist nicht: aus vergessen wird automatisch Vergebung heist auch nicht ich heisse Dinge von anderen gut So nach dem Motto ich lege jetzt die Last ab und deswegen ist es auch okay was der gemacht hat Nein, das bleibt Schuld. Vergebung heißt auch nicht Versöhnung. Also angenommen, jemand kommt, nach zehn Jahren, wurde von einem Mann geschlagen, und der sagt, ich vergebe dir, und lässt dich zehn Jahre weiter schlagen. Es kann auch sein, dass man sich aus unguten Beziehungen zurückzieht. Aber Vergebung heißt, ich trage die Last nicht mehr weiter mit mir rum, sondern ich lege es ab bei dem Richter.

Ich habe letzte Woche ein sehr interessantes Zitat gelesen, und zwar von Miroslav Woife. Er ist Theologe und er ist im Jugoslawien-Krieg aufgewachsen. Und er hat gesagt: „dass Gott der Richter ist da habt ihr in Deutschland oft Probleme aus einem gemütlichen Wohnzimmer heraus, wo es schön warm ist. Wenn du dabei erlebt hast, was ich erlebt habe, wie soll ich der das Schlimmste erlebt hat, der in die Fratze des Bösen geguckt hat im Krieg, wie soll ich jemandem vergeben, wenn ich nicht weiß, Gott ist am Ende der Richter. Gott wird am Ende alles gerade rücken.“ Wenn ich nicht am Ende weiß, Gott sagt nicht, all das Schlimme, das sie der Welt angetan haben, ach, kein Problem, nein der sagt, das ist lieblos. Wenn Gott nicht der Richter ist, ist er lieblos. Aber er sagt: Doch, Gott ist der Richter. Und Gott wird jeden Menschen am Ende zur Rechenschaft ziehen. Was lesen wir in der Bibel?

„Jeder muss offenbar werden vom Richterstuhl Christi.“ (2.Korinther 5,10).

Was ist das Ende der Offenbarung? Jeder Mensch wird sich für seine Taten verantworten. Vergebung heißt aber vielleicht, ich mache den Richterstuhl frei für den, der richten wird. Ich habe mich mal gefragt, wie kann Jesus am Kreuz hängen und sagen, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Wie konnte Jesus in seinem Herz ohne Bitterkeit bleiben? Er wusste, jeder wird sich irgendwann vor dem Richter verantworten. Wie kann jemand, der schlimmsten Missbrauch oder irgendwas erlebt hat, wie kann er vergeben und Sachen loslassen, wenn er nicht weiß, Gott ist am Ende der, der alles gerade rücken wird. Jeder wird offenbar werden vor Gott. Und Vergebung ist eine Entscheidung. Vergebung heißt, ich lasse die Anklageschrift los und ich lasse Gott als Richter zu. Und vielleicht ist das dann manchmal auch die Lösung, wenn du zurückguckst auf dein Leben und es schön ist es dir vielleicht zu sagen, ich will diese Last nicht mehr länger mit mir rummtragen. Ich vergebe als Entscheidung, aber ich übergebe dich auch dem Richter. Und Gott wird die Dinge beurteilen und richten. Aber ich trage die Last nicht mehr hinterher.

Wisst ihr, woher das Wort nachtragen kommt? Ich trage jemandem etwas hinterher. Mein Leben lang, der andere weiß das vielleicht nicht mehr. Und ich trage es hinterher, ich kriege einen Katzenbuckel. Ich trinke Gift und denke, der andere wird vergiftet. Deswegen glaube ich, dass wir Gnade erleben müssen, um Gnade weitergeben zu können. Und ich habe das für mich zu einem Prinzip in meinem Leben gemacht. ich werde auch verletzt, und ich verletze. Ich werde vielleicht von euch verletzt, ich werde euch verletzen. Leider leben wir in diesem Zerbruch. Aber egal, was passiert, ich möchte zuerst auf meine Anklageschrift gucken, und ich habe Gnade erfahren. Und deswegen will ich nicht Gnade für mich behalten, sondern weitergeben. Ich möchte euch mal einladen, kurz die Augen zu schließen. Ich möchte einen Vers vorlesen.

Verurteilt nicht andere, dann wird Gott euch auch nicht verurteilen. Sitzt über niemanden zu Gericht, dann wird Gott auch nicht über euch zu Gericht sitzen. Verzeiht, dann wird Gott euch verzeihen. Schenkt, dann wird Gott euch schenken. Ja, er wird euch so überreichend beschenken, dass ihr gar nicht alles fassen könnt.

Wir müssen den Richterstuhl freimachen, für den, der Gericht halten wird. Wir können kein Gericht halten, aber ER. und er wird die Dinge auf dieser Welt zurechtrücken. Wenn du Berichte von Open Doors liest, wie Christen misshandelt werden, wie schlimm es denen auf der Welt geht: wie können die das aushalten und vergeben, wenn sie nicht wissen, am Ende der Zeit wird jemand alles gerade rücken. Und ich will nicht dein Richter sein, aber ich übergebe dich an den Richter Jesus Christus. Bring deine Liste von Bitterkeit aus deinem Leben ans Kreuz. Das heißt, ich lasse meine negativen Emotionen zu, aber ich bringe sie IHM. Ich bitte Gott um Vergebung für meine Person und ich vergebe der anderen Person. Und ich segne sie im Namen Jesu. Aber wenn mir Schlimmes widerfahren ist, sage ich auch, ich übergebe dich an Gott, er wird dein Richter sein.

Ich habe zum Abschluss nochmal etwas mitgebracht. Der Tausch am Kreuz. Ich gebe ab und ich empfange. In Epheser 4,31-32 heißt es:

Befreit euch von Bitterkeit und Wut, von Ärger, harten Worten und übler Nachrede zu jeder Art von Bosheit. Das gebe ich ab und ich empfange, seid stattdessen freundlich, mitfühlen zueinander und gebt euch gegenseitig, wie ihr auch euch durch Jesus Christus vergeben habt.

Das heißt, ich komme zum Kreuz, ich sehe, was Jesus getan hat, und ich gebe meine Last ab und empfange Heilung. Und ich glaube, das ist manchmal eine Entscheidung.

Ich habe jetzt mit jemandem geredet und habe gefragt, warum bist du denn im Leben nicht bitter geworden? Du hast so viel Schwieriges erlebt. Du könntest doch auch jetzt sitzen und schimpfen. Er sagte: „Ich habe mich entschieden, das nicht zu tun. Ich habe entschieden, an das Kreuz zu kommen.“ Wir können auch solche Entscheidungen in unserem Leben treffen, über wen wir was  in unserem Leben aufnehmen. Aber Gott will unser ein Leben heilen, er wil nicht Zerbruch. Er will für uns Gnade und nicht Bitterkeit. Und das wäre mein Wunsch für diese Familie gewesen damals, dass sie das erleben können, was Gnade ist. Aber wir sind eingeladen, diese Gnade zu erleben, diese Gnade in Anspruch zu nehmen.

Ich möchte, dass wir uns gleich mal eine Zeit nehmen für uns. Was ist dir vielleicht heute Morgen wichtig geworden? Was hast du, was ist dir in den Sinn gekommen, vielleicht aus deinem Leben, wo du vielleicht auch zurückblickst und Sachen überhaupt nicht einfach waren? Vielleicht auch, wo du einen Schuldschein in der Hand hast, Gott gegenüber, deinen Eltern, deinen Freunden, deinen Lehrern und wo auch immer und zu überlegen, was willst du damit tun in deinem Leben? Es ist auch unsere Entscheidung. Es ist meine Entscheidung, ob ich mich auf Richterstuhl setze oder nicht. Es ist meine Entscheidung, ob ich auf den Schuldschein der anderen gucke oder ob ich auf das Kreuz schaue. Ich kann eine Entscheidung für mich in meinem Leben treffen. Das heißt nicht automatisch ist alles gut. Manchmal ist es gut, in Seelsorge im Gespräch zu sein. Aber dennoch sind wir eingeladen, auch Entscheidungen zu treffen und Dinge am Kreuz abzulegen.

Was wir nicht sollten ist, dass wir der Gnade keinen Raum geben und die Bitterkeit sprießen lassen. Denn die bittere Wurzel ist so gefährlich und wir haben gesehen, über Generationen kann das weitergehen mit Verletzungen. Aber wir haben im Namen Jesus die Macht, diese Dinge zu durchbrechen und Gnade walten zu lassen. Aber nicht einfach so, sondern weil ich Gnade erlebt habe und weil ich weiß, der Richter bringt am Ende die Dinge zurecht. Du kannst aber auch die Dinge weiter mit dir rumtragen, du kannst sie wachsen lassen, du kannst sie sogar gießen. Aber wir werden einen Preis dafür zahlen. Und unser Umfeld wird einen Preis zahlen. Das ist nicht das, was Jesus für unser Leben will. Er ist gekommen, um Leben im Überfluss zu bringen. Und Heilung. Dafür hat er bezahlt. Dafür hat er sich in den Kerker gelegt. Dafür hat er im Kreuz gelitten. Und die Gerichtsverhandlungen für mich in Anspruch genommen. Wie ist deine Entscheidung?

Amen

 

Siehe auch: Wer ist Jesus?
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