Gottesbilder –
Das Wesen Gottes
Daniel Bäumner
Ev. Gemeinschaft, Frankenberg, 20.09.2026
Das Video zur Predigt finden Sie hier
Wir befinden uns in der Reihe „Gottesbilder“ und deswegen haben wir hier vorne auch die Gegenstände. Die Brille hat sich so ein bisschen nun erklärt, dass Jesus uns gezeigt hat, wer Gott ist und wir durch Jesus Gott sehen können. Der Spiegel für das, wass wir in 1. Korinther 13 lesen, dass wir auf dieser Erde Gott nur wie durch so einen verwaschenden Spiegel sehen können. Aber irgendwann sehen wir ihn von Angesicht zu Angesicht.
Letzte Woche hat Kristin uns etwas über die Vaterbeziehung erzählt. Wisst ihr eigentlich, wie revolutionär das ist, dass wir Gott Vater nennen dürfen? Gibt es eine Religion, wo jemand sagt, du darfst zu Gott Vater sagen? Selbst im Judentum, da ist der Name Gottes so heilig, dass wir ihn nicht einmal aussprechen. Und dann kommt Jesus und sagt, dieser allmächtige Gott, dieser Gott, der überall steht, der alles gemacht hat, du darfst zu ihm Vater sagen. Also, er kommt uns ganz nah und das kann auch wieder was mit uns machen. Je nach Vaterbeziehung habe ich vielleicht ein positives Vaterbild oder vielleicht auch anders. Und das ist so toll. Wir lesen in der Bibel, wer an Jesus glaubt und ihn annimmt, hat Gott zum Vater und ist ein Sohn und eine Tochter Gottes. „Guten Morgen, ihr Söhne und Töchter Gottes.“ Bist du heute Morgen aufgestanden und hast in den Spiegel geguckt? Guten Morgen, du Sohn Gottes. Guten Morgen, du Tochter Gottes. Das ist revolutionär. Was für einen wundervoller Vater haben wir!
Heute soll es um das Wesen Gottes gehen und das Herz Gottes. Und wer von euch hat ein Smartphone dabei? Ihr bräuchte das jetzt mal. Es wäre echt schade, wenn ihr es nicht dabei habt. Ihr werdet nämlich jetzt ein bisschen herausgefordert. Ihr seht gleich einen QR-Code an der Wand. Und es gilt um folgendes: Wenn du nachher rausgehst, durch Frankenberg gehst oder morgen an die Arbeit gehst und jemand fragt dich, wenn du mit einem Wort Gott beschreiben solltest, was wäre dieses Wort? Und das dürft ihr nun hinposten. Ich bin gespannt, was es ist. Wenn du mit einem einzigen Wort Gott beschreiben solltest, was würdest du schreiben? Wir schauen mal, was ihr so dahin schreibt. Und für euch jetzt eine Info: Alles was dick und groß ist wird sehr oft gepostet. Wir finden verschiedene Dinge: Vergebung, Schöpfer, Verständnis, die Liebe in Person, Gerechtigkeit, ein mächtiger Schöpfer, Vergebung, Barmherzigkeit, Heiland, Vater, Gnade und ganz groß in der Mitte Liebe.
Jetzt ist mir bewusst, dass wir den einen mächtigen Gott, der über allem steht, der unergründlich ist, schwer in einem Wort fassen können. Es soll heute Morgen um den Kern des Herzens Gottes gehen, um das Wesen Gottes. Und am Anfang der Woche habe ich mich hingesetzt, habe mir Gedanken gemacht und dann gehst du so die Eigenschaften Gottes durch und irgendwann ist mir bewusst geworden, die Antwort ist eigentlich erschreckend einfach: Gott ist Liebe. Und wisst ihr, das Evangelium ist eigentlich auch genauso einfach, so einfach, dass das jeder verstehen kann:
Gott ist Liebe!
Und das verrückte ist, ihr werdet heute auch nicht viel mehr von mir hören, weil es manchmal wichtig ist, das einfach im Blick zu behalten. Gott ist heilig und Gott ist allmächtig und Gott ist gerecht. Aber in der Bibel lesen wir den Satz: Gott ist Liebe. Was macht dieser Satz mit dir? Gott ist Liebe. 1. Johannes 4, 16 lesen wir:
Gott ist Liebe und wer in der Liebe lebt, der lebt in Gott und Gott lebt in ihm.
Was macht dieser Satz mit dir? Gott ist Liebe. Und warum macht dieser Satz das mit dir? Vielleicht hast du auch ein „Aber“ auf dem Herzen. Aber lass diesen Satz mal auf dich wirken. Wenn wir die Bibel durchschauen dann ist das die Kernmessage der Liebe der Bibel, dass Gott Liebe ist. Und natürlich: Liebe führt nachher auch zu Wahrheit und Liebe führt auch zu Gerechtigkeit. Aber wenn du die ganze Bibel auch in einem Wort zusammenfassen würdest, wirst du bei der Liebe hängen bleiben. Wie beeinflusst auch deine aktuelle Lebenssituation diesen Satz: Gott ist Liebe. Weißt du, was mir in letzter Zeit einfach mal aufgefallen ist? Ich stehe jetzt schon eine Weile hier vorne und ich finde es auch immer toll, dass ihr mir noch zuhört. Ich bin jetzt seit 20 Jahren in der Gemeinde und ihr hört mir immer noch zu. Das ist verrückt, ja. Aber ich habe mit manchen Leuten auch viel erlebt und manchmal steht man hier vorne, hat schwierige Themen und schaut die Leute an. Das ist gar nicht so leicht manchmal, ja? Das war auch vor 20 Jahren mal leichter. Was macht dieser Satz „Gott ist Liebe“ mit dir? Und wer in der Liebe lebt, der lebt in Gott und Gott lebt in ihm.
Ich glaube, dass Liebe der Hauptantrieb von Gott ist und ich möchte diesen Gedanken heute ein bisschen weiter ausführen mit ein paar Situationen in der in der Bibel, die ich sehr zentral finde. Ich möchte einen besonderen Tag am Anfang in der Geschichte mit euch anschauen. Ich nenne ihn gerne, aber es ist nur so mein Satz: Der Backpfeiffenfall von Dienstag. Kennt ihr den Backpfeiffenfall von Dienstag? Es gibt einen Dienstag in der Geschichte, das war der Dienstag vor der Kreuzigung von Jesus. Jesus war in dieser Woche vor der Kreuzigung eigentlich jeden Tag im Tempel. Er ging ja wieder raus aus Jerusalem, ging wieder in den Tempel. Und dann gab es diesen einen Tag, wo er im Tempel war. Und da kam eine spezielle Situation. An diesem Tag kamen die ganzen jüdischen Gruppen zu Jesus und wollten ihm eine Falle stellen. Also der Hohepriester, die Ältesten, Pharisäer. Ich habe mir alle aufgeschrieben: Herodianer, Sadduzäer, Schriftgelehrte, Gesetzeslehrer. Jeder kam und wollte Jesus eine Falle stellen. Und ich würde sagen, sie haben emotionale Backpfeifen bekommen von ihm. Ja, zum Beispiel gibt es da einen Satz wo Jesus sagt: „Wehe euch aber ihr Schriftgelehrten, Pharisäer, ihr Heuchler!“ Und dann geht das über fünfmal so weiter ja und ich denke so: Jesus gibt ihnen so ein bisschen eine Schelte. Die wollen ihn zu Fall bringen und seine Liebe die drängt ja auch dazu die Wahrheit zu sagen und er erwischt die dann und dann sind die einen weg und dann kommen die nächsten an die Reihe ja das seht ihr hier in diesem Satz: „Als die Pharisäer hörten dass er den Sadduzäern mit seiner Antwort den Mund gestopft hatte“, also ihr seht: die einen sind durchgekommen und die nächsten dachten sich eine neue Frage aus die sie ihm stellen wollten und ihr seht was an diesem Dienstag los war. Jesus sitzt da und es kommt eine Gruppe nach der anderen und versucht Jesus zu Fall zu bringen
Dann geht es weiter. Einer von ihnen, der sich im Gesetz besonders gut auskannte, versuchte ihm mit der folgenden Frage eine Falle zu stellen. Also ihr seht, was los ist. Jemand kennt sich besonders gut im Gesetz aus und was ist sein Ziel an dem Tag? Nicht die Weisheit von Jesus zu hören, sondern ihm eine Falle zu stellen. Wo kannte er sich gut aus? Wir müssen ein bisschen auf die Details achten. Im Gesetz, das heißt in den ersten Büchern Mose in der Bibel in der Tora. Und jetzt geht es weiter.
Und ich sage mal, ich gehe schon mal kurz voraus. Jesus wird nun das Doppelgebot der Liebe erklären. Und geht mal kurz in euch und überlegt auch mal für euch: Denkt ihr auch immer, dass Jesus jetzt was Revolutionäres Neues startet? Ich habe mal gedacht, ja, jetzt sagt Jesus so, wow, das ist der Kern. Aber er wird ja nicht gefragt: Jesus, was hast du jetzt für eine neue Botschaft, die es vorher noch nicht gab? Was wird Jesus gefragt? Meister, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz, das heißt in den ersten fünf Büchern Mose. Da gibt es eine ganze Reihe von Geboten. Jetzt wird heißt es aber nicht: Jesus sagt: jetzt probieren wir mal was Neues, was Revolutionäres, was noch nicht gegeben hat. Er sagt: welches ist denn das wichtigste Gebot aus dem Gesetz? Geht euch das auch so ein bisschen, dass ihr denkt, Altes Testament war so, Neues Testament ist anders? Das wird Jesus gar nicht gefragt, der wird nur gefragt, was ist das Wichtigste aus dem, was Mose schon gegeben hat, Und jetzt fängt Jesus an. Jesus antwortete und jetzt kommen wir wieder zu dem absoluten Kern des Ganzen.
„Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das erste und wichtigste Gebot“
Was ist also das, was Gott von dir möchte? Er will nicht nur Gehorsam von dir. Er will nicht, dass du in erster Linie auf Knien angerockt kommst. Er möchte deine Liebe, dein Herz, dass du ihn ernst nimmst, dass du auf seine Gebote achtest, aber aus Liebe. Liebe soll deine Motivation sein, nicht Angst. Ja, Liebe Gott von Herzen zum Herzen. Jetzt eine Checkfrage für alle Bibelwissler: Wo steht das denn im Alten Testament? Wer kann den Vers nennen? Und zwar ist es das Schma Israel. Sagt euch Schma Israel etwas? Das ist das höchste Gebot auch heute im Judentum. Das „Schma Israel“. Schaut euch das mal an.
Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.
Jesus fängt jetzt nicht etwas Neues an. Der Gedanke der Liebe zieht sich durch die Bibel auch schon durch das Alte Testament. Es wird nur gefragt, fasst das doch mal zusammen. Was ist das Wichtigste? Okay, Jesus sagt also, das Schma Israel ist das wichtigste Gebot. Jetzt hört Jesus aber nicht auf, sondern er sagt mir etwas Zweites, und zwar: Ein Weiteres ist genauso wichtig:
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Da ihr ja, wie ich auch, bei der ersten Frage schon so grandios gescheitert seid wo das denn im Gesetz steht? Spare ich mir das jetzt beim Zweiten, weil das wusste ich auch nicht. Ja, das ist noch schwieriger. Und zwar: Jesus wird gefragt, wo steht das denn im Gesetz? Und da sagt er:
3.Mose 19,18 Übe keine Rache an einem Angehörigen des Volkes und trage ihm nichts nach, sondern liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ich bin der Herr.
Und Jesus sagt jetzt nicht, okay, vergesst alles, was vorher war ich bringe etwas Revolutionäres. Sondern Jesus sagt: Das ist zusammengefasst das, was vorher schon stand. Er sagt:
Matthäus 22,40 Alle anderen Forderungen aus der Bibel, aus dem ganzen, was Mose geschrieben hat, was die Propheten geschrieben haben, gründen sich auf diese beiden Gebote.
Das heißt, wenn du jetzt das zusammenfasst, was Gott will, was Gott sagt, ist es doch schon wieder so einfach oder ist das alles? Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen. Und deinen Nächsten wie dich selbst.
Wer heute Morgen geärgert wurde von jemandem, der denkt sich so einfach war das nicht mit der Liebe. Wurde schon jemand geärgert heute Morgen? Keiner? Ah ja, okay, das sind die, die nachts raus müssen. Also die jungen Väter und Mütter. Was sagt Jesus? Gott ist Liebe. Was möchte er von dir? Dass du ihn liebst mit ganzem Herzen und dann deine Nachbarn anschaust und sagst, den möchte ich auch lieben und den und den und den. Und das ist gar nicht so revolutionierend, was Jesus hier anfängt. Warum? Das gab es schon im Alten Testament. Aber naja, Jesus macht ja was Neues im Neuen Testament. Wer hat das Gesetz gegeben? Natürlich. Aber er fasst es nun zusammen. Und wisst ihr, was passiert ist? Diese ganzen Gruppen, die bei Jesus waren, was war ihr Problem? Ihre Brille war verwischt. Sie haben nur noch Gesetz, Gesetz, Gesetz, Gesetz gesehen, aber nicht mehr, was der Kern des Gesetzes ist. Was ist der Kern? Liebe. Und deswegen kamen sie auch zu Jesus und wollten ihm die ganze Zeit Fallen stellen, weil ihre Brille verwischt war, so wie unser Spiegel. Sie haben überhaupt nicht mehr gesehen, was der Sinn war. Und Jesus sagt, hey, ist ganz einfach. Okay, ich verstehe das auch. Liebe ist nicht so einfach, oder? Aber vom Kern, in der Theorie, liebe Gott von ganzem Herzen, liebe den Nächsten wie dich selbst, damit erfüllst du Gottes Gesetz. Das heißt, wenn du eine Checkliste brauchst für dein Leben, ja, was soll ich da tun, wie soll ich mich da verhalten? Immer an der Liebe prüfen. Das ist der Kern, weil Gott Liebe ist. Ja, Luther hat das auch noch mal schön gesagt:
Matthäus 22,49:
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Jesus packt das alles zusammen. Ich habe mir auch überlegt, jetzt können wir heute die ganze Zeit überlegen, die Liebe auseinandernehmen. Was ist Liebe und die Eigenschaften und was ist Liebe nicht? Aber ich möchte es heute Morgen echt einfach halten, damit wir unsere Brille wischen, auf Gott schauen und sagen, Gott ist Liebe. Wir werden das, nach der Jugendfreizeit, noch mal ein bisschen ansehen. Was ist Liebe? Was ist Liebe nicht? Aber wenn du heute Morgen aufgestanden bist und hast vielleicht gesagt, ich möchte beten, wusstest du, dass du mit der Liebe in Person sprichst und dass die Liebe dir begegnete? Ich glaube, dass wir manchmal aus dem Blick verlieren, dass Gott Liebe ist. Und das Liebe das antreibt, was von Gott ist. Heute geht es eigentlich nur darum, mir die Brille zu wischen und euch die Brille zu wischen, so dass wir auf Gott schauen und sehen, Gott ist Liebe und das, was er will ist, dass wir lieben. Er nennt also diese beiden Gebote die wichtigsten, weil er die Liebe ist. Und er macht eine Zusammenfassung des Alten Testaments. Ich habe ja gesagt, dass es der Backpfeiffendienstag ist. Backpfeiffendienstag heißt: Ein paar Leute haben so emotionale Schäden bekommen. Jetzt ist die Frage. Jesus hat sich immer mal mit bestimmten Leuten gestritten. Er hat Leute aus dem Tempel gejagt, ja. Die Liebe jagt Leute aus dem Tempel?? Die Liebe streitet sich mit Leuten?? Mit wem hat er sich eigentlich gestritten? zum Beispiel mit denPharisäern. Mit wem hat er sich eigentlich gar nicht so gestritten? Mit den Armen. Mit den Sündern auch gar nicht so viel. Mit wem streitet hier Jesus die ganze Zeit? Das ist für uns manchmal auch hart. Mit den Frommen, mit denen, denen irgendwie die Brille verruscht war, die nicht mehr richtig gesehen haben, Mit denen streitet Jesus sich die ganze Zeit. Es sind mir auch einfach keine eingefallen, keine Situation, wo Jesus mit Leuten streitet die ihr Leben richtig verkorkst hatten. Wo Jesus hingeht und sagt: Komm mal hoch, jetzt pack ich dich mal. Sieben Kapitel, und dieses Kapitel fasziniert mich, je öfter ich das lese, umso mehr. Und zwar das Kapitel
Lukas 15. In diesem Kapitel gibt es drei Gleichnisse. Ich habe die drei Gleichnisse hier aufgeführt.
1. Es ist einmal das Gleichnis vom verlorenen Schaf, wo der Hirte losgeht, um das verlorene Schaf zu suchen.
2. Dann geht es weiter mit dem Bericht über ein verlorenes Münze, eine Frau verliert ihre Münze, stellt alles auf den Kopf, um diese Münze zu finden.
3. Und dann das Gleichnis vom Verlorenen Sohn.
Habt ihr schon mal gefragt, wem Jesus diese Gleichnisse erzählt hat? Lasst uns mal reinschauen, mit wem Jesus das zusammen anschaut. Oft kamen, dass ist der Anfang Lukas 15 Vers 1 und 2, oft kamen Steuereintreiber und andere, die als Sünder galten, um Jesus lehren zu hören. Die Pharisäer und Schriftgelehrten nahmen Anstoß daran, dass er sich mit so verrufenden Leuten abgab und sogar mit ihnen aß! Die Situation: Jesus will Leute zurückholen, das Herz des Vaters zeigen, die Liebe zeigen. Wer kommt nun um die Ecke, die Frommen um Jesus zu sagen: Jesus, mit wem gibst du dich denn ab? Das darfst du nicht steht im Gesetz. Jesus sagt: Okay, ich habe hier drei Gleichnisse für euch. Deshalb erzählte Jesus ihnen folgendes Gleichnis: Wenn jemand hundert Schafe hätte und eines würde weglaufen und dann geht es weiter. Und was sagt Jesus eigentlich? Leute, eure Brille ist verrutscht, euer Bild ist verrutscht. Ihr erkennt das Herz des Vaters überhaupt nicht mehr. Ihr erkennet überhaupt nicht mehr, dass Gott Liebe ist. Und deswegen behandelt ihr andere so.
Wisst ihr, was Jesus hier wieder sagt in diesen Gleichnissen? Gottes Liebe und seine Liebe treibt ihn so an, dass er losgeht, um zu suchen. Das heißt, Gott ist ja nicht nur ein Vater, der dort steht und wartet, dass jemand nach Hause kommt und dann erst mal fragt, was ist los? Er geht ja sogar los, um sie zu suchen. Das heißt, Gott geht in diese Welt, um Verlorene zu suchen. Das ist auch gut, wenn wir manchmal denken, wir haben liebe Angehörige und wir wünschen uns, dass sie zu Jesus finden. Ja, dass der Vater losgeht, um zu suchen, dass er losgeht, um um Verlorene zu suchen. Warum tut er das? Weil Gott Liebe ist.
Liebe, das müssen wir immer in der Tiefe verstehen, Liebe ist Gottes Antrieb, Gottes Motivation. Seine Liebe ist das, was ihn antreibt. Dann gibt es diese Situation und dieser Vers. Wir werdet ihn wahrscheinlich sehr gut kennen. Ja, er sitzt mit Nicodemus zusammen und Nicodemus und er diskutieren darüber die ganze Nacht, was ist los? Und dann sagt Jesus: So sehr hat Gott die Welt geliebt, nicht erst mal gehasst oder gerichtet oder hier und immer. Geliebt die Welt, alle draußen, überall. So sehr Dass er seinen einzigen Sohn geschickt hat. Ich wünsche euch, dass ihr nicht das tun müsstet, was Gott getan hat. Aber hat er seinen Sohn geschickt in diese Welt, nicht nur geschickt, sondern und das ist ja der tiefste Ausdruck der Liebe Gottes, das Kreuz, dass er ihn hat sterben lassen. So sehr hat er geliebt. Es gibt so einen schönen Satz, der heißt ungefähr, ich habe ihn so im Kopf: Die Römer haben Jesus ans Kreuz gebracht, aber die Liebe hat ihn am Kreuz gehalten. Die Liebe hat ihn am Kreuz gehalten.
Liebe ist meiner Meinung nach der Grund, warum damals in dem Garten Eden zwei Bäume standen, wo man sich auch gegen Gott entscheiden konnte, denn: Liebe lässt auch den freien Willen, Liebe zwingt nicht. Ich habe immer gedacht, hey, wäre das nicht alles besser gewesen, wenn diese zwei Bäume nicht da gewesen wären? Aber wenn Gott Liebe lässt, lässt er auch den freien Willen, die freie Entscheidung. Und dann gibt es diesen einen Abend. An dem Abend vor seinem Tod schließt Jesus nun einen Bund mit den Menschen, einen neuen Bund. Ein Bund, was ist ein Bund? Ein Bund ist ein Versprechen, eine Zusage, wie eine Hochzeit. Ja, ich finde das so schön auch, wenn du mit Jesus lebst, mit ihm zusammen bist. Ja, Gott trennt den Bund von seiner Seite aus nicht. Er lässt sich nicht von dir scheiden. An diesem Abend sagte er, als er mit seinen Jüngern am Passafest zusammen sitzt:
Ebenso nahm er nach dem Essen den Becher mit Wein und sagte: Dieser Becher ist Gottes neuer Bund, der in Kraft gesetzt wird durch mein Blut, das für euch vergossen wird.
Okay, Gott schließt einen Bund mit dir. Du darfst einsteigen, und aus seiner Liebe heraus gibt er diesen Bund. Nun gibt er in diesem Bund ein neues Gebot. Was denkt ihr ist das neue Gebot? Seht zu, dass ihr alles richtig macht? Seht zu, dass ihr untadelig seid, dass ihr perfekt seid? Was ist nun das neue Gebot in dem neuen Bund an diesem Abend? Jesus sagt, ich gebe euch nun ein neues Gebot:
Johannes 13, 34-35 Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben. Eure Liebe zueinander mit der Welt zeigen, dass ihr Meine Jünger seid.
Das erste Gebot im neuen Bund. Warum sagt Jesus das? Weil er die Liebe ist! Und er sagt zu den Jüngern: Ich habe euch drei Jahre herausgefordert, berufen. Was habe ich drei Jahre mit euch gemacht? Geliebt, geliebt, geliebt. Das heißt auch: Er war auch mal streng mit ihnen. Er hat sie auch herausgefordert, das auch. Aber das ist auch ein Teil der Liebe, aber ich habe euch geliebt, geliebt, geliebt, so wie ich euch geliebt habe, sollt ihr nun einander lieben.
Was heißt das denn für uns als Gemeinde? Eine Gemeinde soll eine Liebesgemeinschaft sein, wo wir uns tragen und helfen und unterstützen in schwersten Phasen, in guten Phasen zusammen lachen, zusammen weinen und so weiter, weil der, dem wir folgen, die Liebe ist. Er ist die Liebe. Jesus geht ja so weit, das ist schon wirklich hart, dass er nachher sogar sagt, ihr sollt sogar eure Feinde lieben. Warum? Es ist so einfach, weil er die Liebe ist. Dann hängt Jesus am Kreuz und da sagt er, als er herunterschaut: „Vergebt ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Deine Feinde lieben. Hast du gerade Feinde? Ist eine spannende Frage in unserem Land mit den ganzen politischen Auseinandersetzungen, oder? Wer jetzt auf wen einschlägt und wem abspricht, dass er gut ist und was weiß ich. Was ist deine Challenge als Nachfolger von Jesus in dem Ganzen? Lieben. Feindesliebe. Das ist wirklich spannend, Jesus sagt auch in den Endzeitreden ja, er sagt verschiedene Sachen. Und was wird irgendwann immer weniger werden? Die Liebe wird erkalten! Aber bei dir nicht, oder? Wir sollen wie unser Vater im Himmel sein. Mir ist in dieser Woche ein Bild gekommen (ein Chamäleon) und für alle Zoologen unter euch: Das Bild stimmt nicht. Okay? Ich habe mich dann mal informiert. Das Chamäleon wechselt nicht seine Farbe, wenn es auf dieses Teil, oder wenn es irgendwo drauf geht, sondern das hat viel mit Emotionen zu tun, mit Ängsten. Ich finde es einfach so cool, weil in meinen Gedanken ist es so, dass das Chamäleon immer die Farbe von dem annnimmt wo es gerade drauf sitzt. Und deswegen mag ich es trotzdem, auch wenn es falsch ist.
Okay, das was du in deinem Leben tun sollst ist, du sollst auf Gott als die Liebe setzen. Und je dichter du an ihm dran bist und ihn lieben lässt, desto mehr wirst du zur Liebe für Andere. Das ist eigentlich gar nicht so schwer. Okay, vielleicht ist es schon ein bisschen schwer. Ja, aber wir müssen verstehen dass, wenn Gott Liebe ist, es meine Aufgabe ist, in seiner Nähe zu sein und das zu reflektieren was er hat. Welches Bild hast du davon wenn du betest oder wenn du die Begriffe „stille Zeit“ oder „Bibellesen“ hörst? Oh, stressig? Ich weiß gar nicht, was ich machen soll? Ist dir bewusst, dass, wenn du deine persönliche Zeit mit Gott hast, wenn du betest, wenn du in der Bibel liest, wenn du in die Stille gehst, eine Zeit hast mit der attraktivsten Person und Wesen im Universum, die sich persönlich Zeit nimmt für dich, dass die Liebe in Person da sitzt und darauf wartet, wann du dir Zeit nimmst. Wir haben manchmal ein Bild im Kopf so: wir müssen uns stressen und was weiß ich, aber wenn du die Bibel aufschlägst und liest, wenn du betest, hast du ein Date mit der attraktivsten Person, mit der Liebe persönlich. Ist dir das bewusst? Und das, was du tun sollst, in seiner Gegenwart ist. von ihm zu lernen, auf ihn zu hören, aber vor allem dich lieben zu lassen und diese Liebe in dich fließen zu lassen. Das ist eigentlich stille Zeit, Gebet. In dieser Zeit reden auch nicht nur wir, sondern Gott kann auch reden. Aber wenn Gott Liebe ist, was passiert in der Zeit, die du mit ihm hast? Du begegnest der Liebe. Die Liebe fordert dich auch heraus. Die Liebe bohrt vielleicht auch mal da, wo bei dir die Brille verrutscht ist, so wie bei den Pharisäern. Aber es geht darum, dass du den Chamäleon-Effekt bekommst, wenn er Liebe ist, dass du auch mehr zur Liebe wirst. Es kann aber natürlich auch passieren: Je weniger ich seine Gegenwart nutze, desto mehr könnte meine Brille verrutschen und der Chamäleon-Effekt würde dann vielleicht auch nicht so stattfinden. Paulus hat mal einen tollen Satz zu Timotheus gesagt. Er hat gesagt: Jede Unterweisung der Gemeinde muss nämlich wozu führen? Zur Liebe, die aus einem reinen Herzen, einem guten Gewissen und einem aufrichtigen Glauben kommt. Er hat gesagt: Alles, was wir lehren, muss dazu führen, dass wir die Liebe mehr verstehen und auch zur Liebe werden.
Es gibt noch zum Abschluss eine andere Stelle, ein Kapitel in der Bibel das meiner Meinung nach eines der schönsten ist. 1. Korinther 13. Da gibt es ein Kapitel über die Liebe. Habt ihr schon mal 1. Korinther 13 gelesen? Da geht es auch um die Gemeindegestaltung. Jeder hat Gaben und jeder soll diese Gaben einbringen. Und am Ende sagt er: Aber es gibt etwas, das ist viel wichtiger als diese Dinge. Und das will ich euch jetzt erklären. Und vielleicht nehmt ihr das als Hausaufgabe mit. Setzt euch mal hin diese Woche, lest mal
1. Korinther 13 durch. Ja, da steht:
wenn ich in den Sprachen der Welt oder mit Engelszungen reden könnte.
Stell dir mal vor, du könntest in Engelszungen reden. Dann würdest du sagen, wow, das ist mein Traum. Aber hättest du keine Liebe, wäre dein Reden nur sinnloser Lärm wie ein dröhnender Gong oder eine klingende Schelle. Das geht dann immer so weiter in diesem Kapitel. Dann werden Eigenschaften der Liebe beschrieben. Dann kommt dieses Bild von dem Spiegel in diesem Kapitel. Und dann endet dieses Kapitel folgendermaßen:
Auch wenn alles einmal aufhört – Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. Diese drei werden immer bleiben; doch am höchsten steht die Liebe. 1.Korinther 13,13
Dann könnt ihr vielleicht in diesen Texten mal statt Liebe Gott einsetzen. Dann bekommt ihr vielleicht noch mal ein neues Bild von Gott. Warum glaubst du an Gott? Was ist deine Motivation zu glauben? Manchmal kann es auch Angst sein. Das kann manchmal ja auch ein Anfang sein. Ich habe Angst vor dem, was kommt, also glaube ich. Am Ende sollte unsere Motivation aber das sein, was Jesus gesagt hat: Liebt den Herrn von ganzem ganzem Herzen. Die Liebe wird am Ende siegen steht hier. Aber es steht auch geschrieben, dass die Liebe am Ende der Zeit erkalten wird. Und deswegen immer wieder so einen Check auch zu machen: Habe ich Gott als die Liebe im Blick und bin ich nah an ihm, um diese Liebe aufzutanken?
Was geht dir durch den Kopf, wenn du diesen Satz hörst: Gott ist Liebe. Weißt du, dass Gott die Liebe ist? Und weißt du das in deinem Herzen oder in deinem Kopf? Inwieweit ist deine Brille vielleicht auch verschmiert wie die Brille der Pharisäer? Weißt du, dass diese Liebe dir in vollkommenem Maße gilt? Und weißt du, was stille Zeit ist, dass du Zeit mit der Liebe in Person verbringst? Und ich weiß, dass dieser Satz herausfordernd sein kann, je nachdem, in welcher Situation man steckt. Wenn man gerade irgendwo drin ist und sich fragt, wo ist denn jetzt Gott? Warum lässt er das zu? Wenn er doch die Liebe ist, kann das auch schwierig sein. Mir ist dazu einen Vers gekommen aus
Hebräer 10,35-36:
Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheissene empfangt.
Dass heißt: die Liebe hat verheißen das für uns zu tun und gerade wenn schwierige Zeiten sind, das Vertrauen auf ihn festzuhalten. Welches Kapitel ich in diesem Zusammenhang noch besonders schön fand, (wenn ihr zu Hause mal noch was braucht). In 1. Johannes 4 geht es um diese Auslegung, dass Gott die Liebe ist. Und dann gibt es noch einen schönen Satz. Er heißt:
1. Johannes 4, 18 Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst hat und vor der Strafe zittert, bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.
Das Ziel ist also, dass die Liebe auch unsere Angst vertreibt und dass wir vor Gott nicht Angst haben brauchen, auch wenn das manchmal schwer sein kann. Ja, aber dass, wenn wir vor Gott stehen, wir in die Augen der Liebe blicken. Und deswegen ist es immer wichtig, am Ende, nicht am Ende jeder Predigt, aber immer wieder am Ende zum Kreuz zu kommen. Es heißt, wenn er euch aber den Sohn geschenkt hat, wird er euch niemals etwas vorenthalten. Und das Ziel ist es, diese Liebe anzunehmen, dich von dieser Liebe erfüllen zu lassen, heilen, lieben zu lassen und dann zur Liebe für andere zu werden. Diese Liebe wird für mich am Kreuz immer im äußersten Maße sichtbar, wo die Liebe in Person hängt und sagt, es ist vollbracht. Ich habe alles für dich getan, ich habe alles auf mich genommen, habe alles auf meine Schultern genommen. Und dieser Satz, dass Gott die Liebe ist, geht folgendermaßen weiter:
1. Johannes 4,8:
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken.
Du kannst es dranhängen: Gottes ist Liebe. Wenn wir ans Kreuz schauen sehen wir die Liebe in Person. Nach der Gemeindefreizeit werden wir uns mal ein bisschen genauer anschauen, wie sieht die Liebe aus? Welche Eigenschaften hat die Liebe? Was ich euch heute wünsche ist, dass wenn eure Brille verrutscht ist, ihr vielleicht Gott nicht mehr als die Liebe sehen könnt oder vergessen habt, sie zu sehen oder euch vielleicht auch verstrickt habt in Dinge wo ihr vielleicht wie die Pharisäer das Gesetz nur noch gesehen habt, dass ihr ganz neu zum Kreuz schaut und seht, dort hängt die Liebe in Person. Die Liebe der Person, ja, das ist Gerechtigkeit, sie ist dort durch die Liebe geschehen, die Heiligkeit Gottes ist dort auch sichtbar, aber die Liebe hat Jesus ans Kreuz gebracht. Die Liebe hängt am Kreuz für die Schuld der Welt. Das ist das Äußerste, was die Liebe tun kann für jeden, ein Geschenk für jeden Menschen,. Jeder, der das annimmt, der wird ein Sohn oder eine Tochter Gottes.
Ein kleiner Moment Zeit für euch, einfach noch mal nachzudenken, vielleicht auch mit der Liebe zu reden, mit der Liebe in Person. Es auch zu genießen, dass die Liebe Gottes, das Herz Gottes, das Wesen Gottes, dass das dir gilt. Lass uns zusammen beten.
Amen
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