Der Ostergarten
Daniel Bäumner,
Ev. Gemeinschaft, Frankenberg, 05.04.2026 
Das Video zum Gottesdienst finden Sie hier.

 

Anspiel Fundbüro

So, der Nächste bitte. Guten Tag. Pfundbüro der Stadt Frankenberg, was kann ich für Sie tun?
Guten Tag, ich habe etwas verloren.
Ja, das habe ich mir schon fast gedacht. Was haben Sie denn verloren?
Meine Ruhe und meine Geduld. Als ich heute Morgen einkaufen gefahren bin, habe ich sie extra noch gut eingepackt. Aber als ich dann an der Kasse war, waren sie auf einmal weg.
Also, da kann ich Ihnen wirklich nicht weiterhelfen. Ich hätte hier ein paar verlorene Gedanken, falls Sie daran Interesse haben.
Nein, danke. Gedanken habe ich gerade echt genug. Ich lasse mich nun mal nicht auf der Suche nach meiner Ruhe….
Also, da kann ich Ihnen leider wirklich nicht weiterhelfen. Da muss ich Sie enttäuschen. Es ist wirklich schwierig gerade. Aber Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass hier einfach jemand hereinspaziert und ein bisschen Ruhe abgibt, oder? Ich meine, wenn ich Ruhe finden würde und nur ein Fitzelchen, dann würde ich es doch für mich selbst behalten. Also, tut mir leid. Der Nächste bitte.
Pfund Büro der Stadt Frankenberg, was kann ich für Sie tun?
Ist Gott eigentlich real?
Äh, bitte?
Ist mir so rausgerutscht, Entschuldigung. Aber ich habe seit gestern meinen Glauben verloren. Ich hatte ihn immer so in der Tasche. Aber als ich gestern Abend die Nachrichten gesehen habe, da waren die Taschen auf einmal leer. Ja, ja, aber vielleicht ist es schon länger weg und ich habe es gar nicht gemerkt.
Ja, und dann kommen Sie jetzt hierher?
Ja, ich habe gedacht, vielleicht hat jemand meinen Glauben gefunden und hier abgegeben.
Also, Sie wissen doch hoffentlich, wie ungern Menschen heutzutage ihren Glauben teilen, oder? Also, da müsste man ja verrückt sein, den hier abzugeben und den mit anderen Menschen zu teilen. Da kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen. Der Nächste bitte.
Guten Tag, Pfund Büro der Stadt Frankenberg, was kann ich für Sie tun? Guten Tag, ich suche Hoffnung.
Also, das ist jetzt kein Grund, hier direkt sauer zu werden. Aber damit sind Sie nicht allein. Dieses Problem hatten wirklich schon bestimmt zehn Leute diese Woche.
Das heißt, Sie haben schon zehn Leuten geholfen, ihre Hoffnung zu finden?
Wo denken Sie denn hin? Nein, ich habe schon zehn Leute abgewiesen mit dem gleichen Problem. Also Hoffnung, Sie sind ja nicht blind, aber man findet doch nirgendwo Hoffnung. Und erst recht nicht hier und erst recht nicht für Sie. Guten Tag. Na du, eine Lieferung so früh am Morgen? Ach, das müssen bestimmt die verlorengegangenen ersten Lieben sein. Das fühlt sich aber leicht an. Was da wohl drin ist? — Nichts, ein leeres Paket. Unten liegt nur ein Zettel auf dem Boden. Was steht da? Das Paket ist leer, das Grab auch. Kommt und seht selbst. Ich habe alles, was ihr sucht. Gezeichnet Jesus.

Wir wollen diese Gedanken aus dem Dialog jetzt mit in die Predigt nehmen. Das Paket ist leer. Wer würde sich an Weihnachten oder vielleicht auch an Ostern über ein leeres Paket freuen? Wahrscheinlich niemand, so wie Freunde, sogar volle Pakete. Verrückt, dass die größte Hoffnung der Weltgeschichte mit einem leeren Grab zu tun hat. Nicht mit einem vollen, sondern mit einem leeren Grab.

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Ich war einige Male in Jerusalem, da gibt es so verschiedene Orte, wo man sagt, hier könnte Jesus auferstanden sein. Du findest ihn nicht. Wisst ihr warum? Weil das Grab leer ist. Das heißt, die größte Hoffnung, die wir haben, ist nicht, weil das Grab voll ist, sondern weil das Grab leer ist. Der Herr ist auferstanden. Der Herr ist wahrhaftig auferstanden.  Wer von euch war im Ostergarten? Wer noch nicht da war, der hat noch zwei Tage zeit, aber bitte, wenn ihr noch hin wollt: bucht die Plätze, sonst wird’s voll.
Es ist spannend zu erfahren, was Menschen diese Woche erlebt haben im Ostergarten. Warum eigentlich Ostergarten? Wisst ihr warum? Das echte Grab war auch in einem Garten. Wir müssen manchmal in der Bibel sehr genau auf die Details achten. In Johannes 19, 41  da heißt es:
nahe bei der Stelle, wo Jesus gekreuzigt worden war, befand sich ein Garten. Darin war eine neue Grabkammer, in der noch niemand gelegen hatte. Dort hinein legten sie Jesus.
Ostergarten, weil das Grab in einem Garten war. Als Jesus auferstand, sah er direkt die Blumen, das Neue, was entstanden war. Und das ist auch ein Bild für die Auferstehung. Ein Frühling, der kommt, ein neues Leben, was entsteht. Interessant ist, als Maria Jesus sah, bevor sie weinte, für wen hielt sie Jesus? Für einen Gärtner. Auf die Idee muss man erst mal kommen. Du drehst dich um, Jesus ist da, und der erste Gedanke: bist du der Gärtner? Warum? Na ja, das war in einem Garten. Zwei Wochen lang haben wir jetzt den Ostergarten gehabt. Am Ende haben wir über 130 Führungen  gehabt. Wir mussten ständig neue Führungen aufmachen. Und ich tippe, dass wir am Ende bestimmt 1500 Besucher im Ostergarten haben. Und heute Morgen gibt es keine klassische Osterpredigt, sondern ich möchte euch mit hineinnehmen in die Dinge, die mich bewegt haben und diese mit dem Osterereignis verknüpfen. Das ist so ein bisschen wie eine Freizeitpredigt. In einer Freizeitpredigt haben wir oft Erlebnisse, die wir dann verknüpfen. Heute verknüpfen wir mal Erlebnisse aus dem Ostergarten mit der Ostergeschichte. Der erste Punkt ist:

 

1. Der Ostergarten oder wir treffen uns unterm Kreuz und wir versammeln uns um das offene Grab.
Wisst ihr, was ich toll fand in den letzten zwei Wochen beim Ostergarten? Da geht es zwei Wochen lang bei Christen nicht darum, zu diskutieren, sich zu streiten über Kleinigkeiten oder Nebensächlichkeiten. Hier geht es für zwei Wochen darum, dass Christen sich unterm Kreuz treffen und um das leere Grab. Wisst ihr, wir Christen haben manchmal unterschiedliche Gemeinden, unterschiedliche Sichtweisen. Aber wir versammeln uns unter dem Kreuz an dem offenen Grab. Warum? Weil das unsere gemeinsame Hoffnung ist. Und wenn Christen sich nicht unterm Kreuz treffen, um das offene Grab versammeln, ist unser Glaube umsonst. Das ist unsere gemeinsame Hoffnung. Und es ist interessant,  wir lesen ja, Jesus ging in den Garten Gethsemane und in Johannes 17, bekommen wir einen kleinen Einblick in das Gebet, was Jesus gebetet hat. Und erst betet Jesus für seine Jünger, und dann betet er folgendes:
„Ich bete nicht nur für diese Jünger, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben werden. Ich bete für sie alle, dass sie“, jetzt passt auf, „dass sie eins sind, so wie du und ich eins sind, Vater. damit sie in uns eins sind, so wie du in mir bist und ich in dir bin und die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“
Hey, wisst ihr, Einheit unter uns Christen ist kein Nice-to-have, ist kein Kann-man-mal-machen. Daran werden die Menschen Jesus erkennen. Und das ist eine Sache, die mich in den letzten zwei Wochen so bewegt hat. Wisst ihr, wenn ich in den Ostergarten gegangen bin, habe ich nicht nur euch gesehen, aus evangelischen Gemeinschaften. Ich habe Leute aus der FeG gesehen, Kirche am Bahnhof, EFG, Kirche. Warum? Weil wir sagen, wir haben eine gemeinsame Hoffnung. Und die Hoffnung hat mit einem leeren Grab zu tun. Und diese Hoffnung, da haben wir eine Verantwortung dafür, diese Hoffnung den Menschen weiterzugeben. Wenn wir diese Hoffnung von dem offenen Grab nicht weitergeben, das ist wie unterlassene Hilfeleistung. Das ist wie, wenn jemand einen Unfall macht, fährt er in den Graben, ist schwer verletzt und wir fahren einfach weiter. Das heißt, wenn wir uns als Christen gemeinsam treffen, um das verlassene Grab unter dem Kreuz, dann hat es eine Dynamik der Einheit, die wir weitergeben sollen. Und Jesus sagt, daran werden die Menschen mich erkennen. Und das ist etwas, was mich sehr beeindruckt hat, um diese Botschaft weiterzugeben. Wir haben in den letzten zwei Wochen so viel gesät, doch was aufgeht, können wir nicht wissen. Aber nur wenn wir aussäen als Christen, nur wenn wir Hoffnung weitergeben, wenn wir die Botschaft weitergeben, dann kann etwas aufgehen.
Wer von euch mag Gartenarbeit, also nicht nur Rasen zu mähen, sondern im Garten etwas anzubauen? Gemüse, Tomaten, wie auch immer. Hey, dann wisst ihr genau, nicht alles, was ihr aussät, wird aufgehen, oder? Ich ziehe gerade Tomaten hoch. Keine Ahnung, warum manche nicht aufgehen. So ist das auch hier. Die Menschen kommen in den Ostergarten, wir sehen ihnen vor dem Kopf, wir sehen, was sie erlebt haben, aber was in ihren Herzen aufgeht, das ist erstmal nicht unsere Verantwortung. Unsere Verantwortung ist aber ist zu säen. Und wir säen durch Einheit. Der zweite Punkt ist:

 

2. Es kann losgehen und das Staunen der ersten Besucherin.
Es war vor zwei Wochen, Sonntagmittag, wir waren alle ziemlich aufgeregt. Der Ostergarten war geplant, wir haben gesagt, ja, die Leute kommen hoffentlich. Und dann war der erste Termin, die erste Führung, jemand von der Zeitung war da, von der Presse. Da waren wir ein bisschen aufgeregt, wie wird das sein, die erste Führung. Und dann war auch eine Frau da, die hatte sich gar nicht angemeldet. Das ist doch dreist, oder? Kommt einfach zum Grab, ohne sich anzumelden oder? Das ist übrigens auch die Gefahr heute Nachmittag, geht auf keinen Fall heute zum Ostergarten. Morgen früh, morgen Abend, das ist gut. Heute Nachmittag, ich habe ein bisschen Angst, dass es zu voll wird. Aber das Spannende ist, sie kam einfach da rein, ist mit in die Führung gegangen, wir waren aufgeregt, gehen da durch, gehen durchs offene Grab, gehen nachher in den Empfangsbereich und plötzlich hörst du sie nur sagen, „das war so schön, das war so schön„. Und ich war total perplex. Ich muss sagen, ich finde es toll, wenn die Christen da rein gehen und das sehen, aber wir erwarten schon oft was. Ja, ja, okay, der nächste Schritt ist der Garten Gethsemane, der nächste Schritt ist Golgatha. Aber wenn Leute da reinkommen, die vielleicht noch nie davon gehört haben, die sind komplett baff. Und denken, wow, was für eine Hoffnung. Und dann geht die Frau da rum, „es war so schön, es war so schön“.
Das war die erste Führung und die hat mich direkt an Maria Magdalena erinnert. Und wir wollen ein bisschen kurz hinschauen auf Maria aus Magdala. Ich habe ein Bild mitgebracht, das ist das Gartengrab in Jerusalem. Vor einigen Jahren saß ich dort und habe mir Zeit genommen, den Auferstehungsbericht zu lesen. Dann habe ich mir auch vorgestellt, wie Maria aus Magdala hinkommen muss. Und wisst ihr, Maria aus Magdala, wir lesen das einfach so. Aber ich frage mich, was muss diese Frau durchgemacht haben? Ein kleines Detail, hört mal kurz zu. Markus 16.9
Nachdem Jesus früh am Sonntag auferstanden war, zeigte er sich zuerst Maria aus Magdala, die er von sieben bösen Geistern befreit hatte.
Wie muss ihr Leben gewesen sein? Wie muss das sein, wenn du irgendwie dämonische Belastungen in dir hast? Wie muss der Moment gewesen sein, als sie heil wurde, als sie frei wurde? Im Norden Israels gibt es eine total tolle Kirche in Magdala und da ist ein Bild zu sehen, ein Mosaik wo Jesus diese Maria befreit. Und man sieht nebenbei ein bisschen wie diese Geister ausfahren. Und wie alle Männer, also wir, sich eingeschlossen hatten. Jesus ist gekreuzigt, die Männer schließen sich alle ein aus Furcht vor den Juden., Sie ist die Erste, die sich morgens auf dem Weg zum Grab macht. Dann kommt sie da hin und hat plötzlich einen Tausch der Emotion, das offene Grab, der Engel. Und dann rennt sie los zu den Jüngern und ruft bei den Jüngern, sie klopft und ruft: „Der Herr ist auferstanden“. Und die denken: leeres Geschwätz. Muss man auch erstmal drauf kommen. Vielleicht dachtensie, naja, vielleicht ist sie verrückt. Naja, Jesus hat sie zwar geheilt, aber wer weiß, was mit ihr jetzt wieder los ist. Die glauben es nicht. Die rennt los, ruft, der Herr ist auferstanden, Jesus lebt. Und es heißt, die Jünger hielten es für leeres Geschwätz. Sie glaubten es nicht. Zwei laufen los, Petrus geht ins Grab, dann gehen sie wieder weg. Sie bleibt immer noch da und plötzlich überkommen diese Maria die Emotionen. Maria stand noch draußen vor dem Grab und weinte. Dabei beugte sie sich vor und schaute hinein, sieht die zwei Engel im Grab, dann dreht sie sich um und dann gibt es diese Stelle mit dem Gärtner, sie dachte, er sei der Gärtner und sagte zu ihm:
„Herr wenn du ihn fortgenommen hast, dann sag mir wo du ihn hingelegt hast ich will hingehen und ihn holen“
Da fällt auf, die Frau ist irgendwie vollkommen durch den Wind. Die Liebe ihres Lebens ist gestorben, der, der sie vorher geheilt hat. Nun lebt er doch, das leere Grab, die Jünger glauben ihr nicht, sie rennt los. Da sind Engel, wenn sie die sieht, denkt sie, Jesus ist der Gärtner. Diese Frau war total perplex, verwirrt.
In den letzten zwei Wochen waren verschiedene Gruppen da. Grundschulklassen, Berufsschulklassen, das war auch sehr spannend. Gemeindegruppen, vollkommen Fremde. Und spannend fand ich wirklich immer, wenn Leute da waren, die die Ostergeschichte schon lange nicht mehr gehört haben oder noch gar nicht kannten. Ein Staunen, ein Ergriffensein. Und ich frag mich, lassen wir uns von dieser Ostergeschichte noch so berühren? Bist du heute Morgen berührt von Ostern? Hast du Freude in dir? Bist du aufgestanden und  hast gedacht, wow, Ostern unser Herr lebt. Oder ist das so ein bisschen, naja, Ostern feiern wir jedes Jahr. Ich wünsche euch von ganzem Herzen ein neues Staunen über Jesus. Ein neues Ergriffensein. Weißt du, du hast vielleicht irgendwann in deinem Leben zu Jesus gefunden. Und vielleicht hattest du da so ein Staunen, so eine erste Liebe. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir uns jedes Jahr aufs Neue auf den Weg zum Kreuz machen und von da zum Grab. Und hineinschauen und lesen und vielleicht auch einen Film gucken. und beten und in den Ostergarten gehen, um vielleicht neu zu verstehen, wow, das ist doch die größte Botschaft aller Zeiten. Das Grab ist leer, Jesus hat gesiegt!
Bist du davon noch ergriffen? Unser Herr hat sich in die Hand von Verbrechern gegeben, er hat sich bespucken und verurteilen lassen, schlagen, anschreien und an ein Kreuz nageln lassen. Und im Ostergarten bekommt auch jeder in dem vorletzten Raum solch einen Nagel. Und vielleicht wird einem das dann neu bewusst, welche Schmerzen unser Herr durchlitten hat. Und voll bepackt mit deinem Schmerz, deinen Sünden, deiner Krankheit, deinem Dreck, deinem Müll, alles was dich belastet, hat er getragen. Unter den schlimmsten Umständen ist er gestorben. Und als er schrie, es ist vollbracht, war alles getan. Aber der Tod konnte ihn nicht halten. Der Tod hatte keine Macht über ihn. Nach drei Tagen kam Jesus zurück ins Leben. Berührt dich diese Botschaft? Staunst du noch über diese Botschaft. Ich wünsche dir, dass es dieses Ostern wieder neu beginnt den Mund offen stehen zu haben und zu sagen, wow, was ist das, was Jesus getan hat.
Was ist in den Menschen geschehen im Ostergarten? Wir wissen es nicht. Wir schauen den Menschen hier oft nur vor den Kopf und nur ab und zu ins Herz. Manchmal schauen wir auch Menschen ins Herz. Der nächste Punkt:

 

3. Eine Momentaufnahme oder die beiden auf der Durchreise.
Sie hatten einen sehr spannenden Tag. Dieser spannende Tag war der letzte Mittwoch. Der hatte es wirklich in sich. Da saß relativ früh für die Führung ein Paar im Café. Sie waren auf der Durchreise, haben gehört, hier ist ein Ostergarten, „ach, da gehen wir mal rein“ dachten sie. Und sie kamen vorbei und schauten. „Wir sind fremd hier. Das ist ja toll dass wir hier reingucken dürfen.“ Wir dachten, na klar, haben wir extra für euch gemacht. Ja, und die waren wirklich bewegt davon, kommen zu können. Und diese Führung sollte etwas später beginnen. Ja, es war eine bunte Gruppe, einige Kinder dabei. Wir gingen von Raum zu Raum und die Spannung stieg. Und man merkte wirklich, wenn Leute diese Geschichte nicht so kennen, ist eine Spannung da auf das was kommt. Und dann gingen wir von Golgatha weg ins offene Grab, in den Garten hinein und hören diese Stimme von Jesus, die zu uns spricht. Den Weg von der Dunkelheit ins Licht, vom Grab, vom Tod ins Leben. Und dann sitzt die Frau dort drinnen tränenüberströmt. Und du hast gemerkt, wow, wir gucken den Leuten auch nur vor den Kopf. Aber sie war so tief berührt von der Osternacht. Wir sprachen nachher kurz, sie bedankten sich und dann waren sie wieder weg, auf der Durchreise. Aber für einen kleinen Moment bewegt von der Ostergeschichte. Von dem, was dort passiert ist.
Wir sehen in der Bibel oft auch nur so kleine Momente von Menschen, wo du nicht weißt, wie es weitergeht. Da ist bei der Kreuzigung dieser Barabbas. Er wird ausgetauscht gegen Jesus. Und wir wissen nicht, wie es weitergeht. Wir kommen frei durch Jesus. Aber wir wissen nicht, wie es weitergeht. Wir wissen nicht, ob er nachher glaubt. Er taucht kurz auf, ist dann wieder weg. So wie viele Leute im Ostergarten. Sie kommen rein, gucken, gehen wieder. Wir wissen nicht, was passiert. Ich weiß nicht, was bei der Frau weiter passiert ist. Und dann gibt es diesen Simon von Kyrene, der plötzlich in diese Geschichte hinein stolpert und das Kreuz von Jesus auf die Schultern kriegt. Und dann trägt er das Kreuz für Jesus auf dem Weg nach Golgatha. Und dann ist er wieder weg. Er taucht kurz auf und ist wieder weg. Und dann lesen wir im Römerbrief am Ende, dass die Kinder von ihm nachher die Gemeinde in Rom geleitet haben. Und du denkst, wow, okay, so ging die Geschichte von ihm weiter. Er ging und trug das Kreuz und fing an zu glauben.
Das ist so ein Wunsch von uns, dass die Menschen in den Ostergarten kommen, für einen kleinen Moment, für eine Stunde eintauchen in die Ostergeschichte und in ihren Herzen was aufgeht. Denn das ist auch das, wo ihr für beten sollt. Dass der Herr das aufgehen lässt in ihren Herzen. Dass es nicht dabei bleibt, ich gehe wieder raus und eigentlich roll ich das Grab wieder zu. Sondern dass das Grab offen ist und die Menschen eine Hoffnung bekommen. Das Spannende ist ja, das Einzige, was wir tun müssen, ist nur glauben, nur vertrauen. Wir müssen ja nicht mehr tun. Und dass dass in den Menschen passiert, dass für den Einzelnen der Glaube beginnt.
Ich habe mich noch gefragt, ab wann ist der Ostergarten ein Erfolg? Wenn drei Leute in den Gottesdienst kommen? Wenn vier Leute zum Alpha-Kurs kommen? Oder wenn zehn zum Glauben gekommen sind? Ich sage euch, ab dem Moment war der Ostergarten für mich ein Erfolg, als wir als Einheit der Gemeinden gesagt haben, wir wollen es machen, um zu säen. Das Aufgehen der Saat können wir ja nicht beeinflussen. Aber dass wir säen, das können wir beeinflussen. Dass wir hingehen und sagen, die Osterbotschaft, dieses offene Grab hat uns so ins Herz getroffen, dass wir es nicht für uns behalten können, sondern dass wir diese Hoffnung weitergeben müssen. Manchmal lesen wir in der Bibel, was passiert, wenn die Saat aufgeht und wie es weitergeht. Da ist in der Apostelgeschichte plötzlich dieser Mann aus Äthiopien, er reist nach Jerusalem, trifft auf in der Wüste auf einen Jünger von Jesus und nimmt das ganze Ostergeschehen mit nach Afrika. Oder der Hauptmann, er kommt zum Glauben in der Ostergeschichte und er nimmt alles mit und trägt es rum im römischen Reich. Das heißt, wir wissen nicht, welche Saat aufgeht, aber wenn sie aufgeht, dann kann es Wellen schlagen bei den Menschen. Ein leeres Grab wird zum Wohlgeruch für die Menschen. Und das Spannende ist, wir haben in dieser Woche neue Saatträger entdeckt. Also nicht Sargträger, nicht falsch verstehen, sondern Saatträger. Also die die Saat weitergetragen haben, die berührt waren von den Ereignissen und sie einfach mitgenommen haben. Dazu gleich mehr, erst noch weiter zu dem verrückten Mittwoch.

 

4. Gottes Humor oder die pack ich beim Julian noch dazu.
Julian, erinnerst du dich noch an den Mittwoch? Wow, was ein Tag. Ich kam gerade mal mit einer Gruppe aus dem Ostergarten und betrat den Eingangsbereich. Besser gesagt, ich wollte ihn betreten. Es ging nicht, er war rappelvoll, denn es war etwas schiefgegangen. Jetzt müsst ihr Folgendes verstehen, bei dieser Führung waren plötzlich doppelt so viele Menschen. Ja, normal sagt man 20 ist okay, wir hatten auch 25, das war grenzwertig. Doppelt so viele heißt aber, wir sind bei 35 Leuten. Es kam zu folgender Situation und da muss ich sagen, wir können Gottes Humor neu entdecken und auch Gottes Wirken entdecken. Wir haben über 130 Führungen gehabt. Bei einer einzigen Führung ist der Strom ausgefallen. Wer im Ostergarten war: Stromausfall ist grenzwertig im Ostergarten weil die Lichter nicht mehr gehen, der Ton nicht geht und so weiter Jetzt fiel an einem Morgen der Strom aus. Und bei allen Führungen sind die Leute gekommen, außer bei dieser Führung. Es waren 19 Leute angemeldet. Aber bei der einen Führung, wo der Strom ausgefallen ist, kam einfach niemand. Da stand keiner. Alle dachten, wow, was ein Glück, dass die nicht gekommen sind. Jetzt kann man sagen, Zufall, oder vielleicht hat auch jemand Höheres seine Finger im Spiel, das zeigt ein bisschen seinen Humor, den hat er vor allem da gezeigt, als Julian am Nachmittag dran war, und diese Gruppe aber dann dazu kam. „Nein, wir haben heute Nachmittag gebucht, heute Vormittag, davon wissen wir nichts.“ Es war wirklich eine spannende Führung, weil 30, 35 Leute da waren, vielleicht hat Gott auch diese Buchung … die wollten auf Nachmittag drücken aber haben auf Vormittag gedrückt. und dann ja Gott war am Werk und ist am Werk und das habe ich dem Moment gemerkt. Ja wir haben Stromausfall eine Gruppe kommt nicht. Das hätte ich auch bei jeder anderen Gruppe sein können die enttäuscht nach Hause gegangen wären. Ja und diese Führung war entspannt ich wollte eigentlich nach Hause. Ich bin durch die ganzen Räume gegangen um vorzubereiten dass danach irgendwie 35 Leute reingepasst haben aber das spannende ist, Gott ist am Werk.
Gott hat Humor. Und auch in der Ostergeschichte kommt das manchmal zum Tragen. Schaut euch dieses Bild kurz an. Da ist Jesus unterwegs nach seiner Auferstehung. Was würdet ihr machen, wenn ihr drei Tage im Grab gelegen hättet? Okay, macht euch keine Gedanken. Wir schauen uns aber an, was Jesus getan hat. Jesus geht wandern. spazieren, zwölf Kilometer, auf dem Weg nach Emmaus. Ihr müsst euch vorstellen, Jerusalem liegt fast auf tausend Meter Höhe. Emmaus ist fast auf Meereshöhe. Jesus geht also mit den zwei Jüngern spazieren und fragt, hey, was war da los? Und die sagen, hast du es nicht mitgekriegt in den letzten Tagen? Also sie erkennen Jesus überhaupt nicht. Sie gehen mit Jesus spazieren, zwölf Kilometer. Jesus erklärt ihnen eins zu eins die ganzen Prophetien auf ihn aus dem Alten Testament. Es muss ein wahnsinniger Spaziergang gewesen sein. Stellt euch vor, ihr wärt die zwei Jünger. Jesus wäre vielleicht gerade auferstanden, vorher gekreuzigt. Sie gehen spazieren, Jesus kommt, er gibt sich euch aber nicht zu erkennen. Sie denken, er ist jemand anderes. Dann sitzen sie zusammen, Jesus betet, bricht das Brot, plötzlich gehen ihnen die Augen auf und plötzlich verschwindet Jesus aber. Was machen die zwei Jünger? Sie rennen zurück nach Jerusalem. Erst ging es bergab, jetzt ging es wieder hoch. Also von null auf 900, sie hatten ja auch schon zwölf Kilometer in den Knochen. Jetzt nun 24 Kilometer, aber sie hatten jetzt die Osterfreude in sich. Da läuft es sich ein bisschen leichter. Und als sie dann wieder in Jerusalem ankamen bei den Jüngern und rufen „Jesus ist auferstanden“, ist Jesus plötzlich da. Dann denke ich, ja, okay, Jesus hat Humor. Er lässt sie laufen, lässt sie wieder zurücklaufen, ist dann noch da. Aber Jesus ist am Werk, und er ist am 4. hier im Ostergarten, an diesem Mittwoch, die ganzen Tage, und sei gewiss, er ist immer am Werk.
Er ist auch in deinem Leben am Werk. Manchmal zeigt er sich anders als wir denken. Manchmal auch mit ein bisschen Humor. Manchmal denken die Leute, Jesus ist in den Himmel gegangen und jetzt wartet er da 2000 Jahre, bis er irgendwann zurückkommt. Nein, er ist ununterbrochen auf der Welt am Werk. Und diese zwei Wochen bei uns, das hat mir dieses Erlebnis gezeigt, wo dieses Timing perfekt gepasst hat, er ist auch bei uns am Werk. Wir machen nicht einfach nur unser Ding, sondern wir machen es für ihn, mit ihm. Er ist am Werk, er ist am Handeln, er ist am Säen, am Begießen, am Aufgehen lassen in den Herzen der Menschen. Damit Menschen von Ostern ergriffen werden. Das nächste ist:

 

5. Die besten Boten oder komm mit und sieh.
Wisst ihr, wer die besten Boten für den Ostergarten waren? Die Kinder. Die Kinder kamen nämlich mit ihrer Schulgruppe oder Jungschar dorthin. Dann gingen sie nach Hause und haben gesagt, Mama, Papa, Oma, Opa, das war so toll, ihr müsst jetzt aber mitkommen. Also wie oft sind die gekommen? Am nächsten Tag kam die ganze Familie mit in den Ostergarten, um zu erleben, was Ostern ist. Das sind doch gute Saatträger. Die haben das hinbekommen. Ob es schon aufgegangen ist, keine Ahnung. Aber sie nehmen es mit und gehen nach Hause und sagen, kommt selbst und seht. Und wir lesen in der Bibel, (2. Korinther2,14)
ich danke Gott, dass er mich immer im Triumphzug von Christus mitführt und seine rettende Botschaft durch mich an allen Orten bekannt macht, wie ein Wohlgeruch, der sich ausbreitet.
Das ist ein bisschen wie im ersten Raum, in den man in den Ostergarten kommt, kommt einem der Geruch schon entgegen. „Von mir geht der Wohlgeruch der Botschaft von Christus aus und das zu Ehre Gottes.“ Er erreicht die, die gerettet werden und die, die verloren werden. Und dass diese Botschaft die größte Hoffnungsbotschaft ist, wurde mir an einem Tag klar. Da kam ein Kind wieder, es ging nach Hause und kam wieder mit der krebskranken Mutter. Und wir gingen durch die Räume durch und irgendwann saßen wir im Auferstehungsraum. Und da sitzt sie, hat vielleicht gerade eine Chemotherapie hinter sich, und hat einiges durchgemacht, die ganze Familie hat einiges durchgemacht. Und dann hört sie die Worte von Jesus:(Johannes 11,25)
„Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird Leben auch wenn er stirbt. Glaubst du das?“
Wenn wir das hören und es geht alles gut, dann ist das eine nette Nachricht. Aber wenn da jemand sitzt und vielleicht dem Tod ins Auge geblickt hat, dann ist das die größte Hoffnungsbotschaft aller Zeiten. Und dann saßen sie da und hörten das und ich weiß nicht, was in ihrem Herzen aufgegangen ist. Das war nicht meine Verantwortung. Meine Verantwortung ist aber, die größte Hoffnungsbotschaft zu allen Menschen zu bringen. Und dann ist das Kind hingegangen, war mit der Schule da und sagt zur Mama und zur Oma, du musst unbedingt mit und bring sie mit zurück in den Ostergarten, um diese Auferstehungsgeschichte zu hören. Das ist Hoffnung. Das ist die Hoffnung die von Ostern ausgeht. Dass nicht das Grab, das verschlossen ist und das letzte Wort hat, sondern dass Jesus Christus das letzte Wort hat, dass er die Auferstehung und das Leben ist. Und
auf diese Siege kannst du dein Leben bauen. Jesus hat den Tod besiegt, er hat den Teufel besiegt. Er hat die Sünde besiegt.
Er hat sie alle weggekickt am Kreuz Auf diese Siege können wir unser Leben bauen und egal, welcher Sturm kommt, egal wie unser Leben am wanken ist. Jesus hat alles getan und bereitet alles vor für die Zukunft. Den Menschen aller Völker muss verkündet werden dass ihnen, um seinetwillen Umkehr zu Gott und Vergebung der Schuld angeboten wird. Auf diese Siege können wir unser Leben bauen. Und für wen Jesus das getan hat, wurden wir an einem Morgen klar.

 

6. Kein Bock oder der erste der glaubte war der Hauptmann
Ich fuhr zum Ostergarten und es kam eine Konfergruppe. Konfergruppe, 14-Jährige, ein Haufen Kaktusse. Ich sage immer, mit Teenagern lassen sich Kaktusse umarmen. Jetzt kam da aber eine ganze Gruppe. Und du denkst so: habt ihr heute Bock, habt ihr nicht Bock, mal gucken. Ich fuhr hin, bei der Einfahrt standen vier Teenager, drei gingen weg, einer blieb stehen. Ganz demonstrativ. Ich dachte schon, ja moin, das wird eine schöne Führung. Wir saßen im Eingangsbereich, da kannte ich seinen Namen schon auswendig, weil er so oft schon genervt hatte. Dann hast du gedacht, ja, okay, wir gucken mal wie es weitergeht. Dann gehst du so durch die Räume, und ich muss euch kurz eine Situation erzählen. Vielleicht hat er auch ADHS gehabt, ich will ihm nicht zu nahe treten. Er hat aber wirklich viel Scheiß gemacht. Und wir sitzen dann in dem Passa-Raum und im Passa-Raum beschäftigen wir uns damit, wie hat Jesus dieses Passamahl mit seinen Jüngern gefeiert. Und horcht mal ganz kurz, was wir dann hören. Und dann erzähle ich euch, warum das eine Bedeutung hat: >„Plötzlich, mitten im Feiern, sagte Jesus, einer von euch wird mich verraten. Seine Freunde waren völlig überrascht und bestürzt. Ein Verräter mitten unter ihnen? Jeder hat entsetzt gefragt, bin ich es? Und Jesus? Ruhig und traurig sagte er, wer von euch mit mir zusammen das Brot in die Schüssel taucht, der wird es tun.“<
Kurz bevor das kam, mit reintauchen, nahm der Junge sein Brot und tauchte es in die Schüssel. Das hat kein anderer in der ganzen Führung gemacht. Aber in dem Moment dachte ich, okay, jetzt hat es Einen halt echt erwischt. Er fand das ganz lustig, da reinzutauchen. Hat gar nicht zugehört, ich dachte, okay, okay. Dann gingen wir weiter in den nächsten Raum und dann gingen wir irgendwann nach Golgatha. Und dann hören wir die Geschichte von dem Hauptmann, einem Berufskiller, der die ganze Kreuzigung verwaltet hat und der Jesus ins Kreuz gebracht hat. Und man denkt, der ist es doch eigentlich nicht wert, oder? Dass der jetzt plötzlich glauben darf. Und dann kommt der zum Glauben, der Hauptmann. Und dann siehst du vorher, Barabbas, ein Verbrecher wird eingetauscht gegen Jesus. Ist der das jetzt überhaupt wert gewesen? Und dann siehst du die zwei am Kreuz neben Jesus. Und dann hörst du wie der eine der sagt: „ich bin ein Verbrecher.“ Und Jesus sagt: „morgen wirst du mit mir im Paradies sein.“ Denk mal: bist du das wert? Du hast gar nichts in deinem Leben geleistet. Du hast gar nichts gemacht. Und plötzlich spricht Jesus dir auf den Glauben hin zu: „du bist gerettet“. Wir müssen nur Glauben haben. Dann habe ich den Jungen angeguckt und habe gedacht, stimmt, für genau dich ist Jesus gekommen. Und ich wünsche dir von Herzen, dass du es verstehst. Auch für alle anderen. Auch für alle Braven. Aber auch für den Hauptmann, der Jesus hat umbringen lassen. Auch für den Verbrecher. Auch für 14-Jährige auf  Konfergruppen. Aber dann ist mir bewusst geworden, es stimmt, Jesus ist nicht nur für die gekommen aber vielleicht gerade für die, die ordentlich Dreck am Stück haben.
Jesus liebt es, sauber zu machen. Stellt euch vor, ihr habt ein schmutziges Auto durch den Schlamm gefahren. Da macht es dann doch noch mehr Spaß, das Auto sauber zu machen damit es richtig glänzt. Und wenn Leute Jesus kennenlernen, die vorher vielleicht gar nichts wussten, welche Hoffnung bekommen die plötzlich in ihr Herz. Wie bei Paulus, der sagt, ich habe die Christen vorher verfolgt, ich bin der Schlechteste von ihnen und umso mehr will ich diese Botschaft weitergeben. Das nächste ist:

 

7. Gibt es noch einen Raum oder das Tor, welches Jesus geöffnet hat?
Wir gehen im Ostergarten verschiedene Räume durch. Wir kommen nach Jerusalem, gehen in den Passaraum, dann gehen wir zur Verurteilung durch Pilatus und dann nach Golgatha. und man merkt so, wie die Stimmung sich langsam verändert. Es wird dunkler, es wird trauriger, es wird spannender und dann stirbt Jesus. Und dann hat ein Kind eine Frage gestellt.
„Aber das ist nicht der letzte Raum, oder?“
Das ist eine spannende Frage. Stell dir vor, du gehst da hin, das Grab wird zugemacht und das wäre der letzte Raum. Das wäre eine Katastrophe. Aber es ist nicht der letzte Raum. Das Kind war so gespannt, es ist doch jetzt nicht der letzte Raum.? Nein, das ist nicht der letzte Raum. Weil:
das Grab konnte Jesus nicht halten. Und der Tod konnte Jesus nicht halten.
Das ist nicht der letzte Raum. Die Korruption hat nicht gesiegt. Der Tod hat nicht gesiegt. Der Teufel hat nicht gesiegt. Und wisst ihr, eigentlich müsste es beim Ostergarten noch einen Raum geben. Wisst ihr, was für einen Raum? Von der neuen Welt Gottes. Und ich möchte euch einladen, mal gleich kurz die Augen zu schließen. und euch mal bewusst zu machen dass noch ein Raum wartet. Das offene Grab ist ein Versprechen, dass es noch einen Raum geben wird. Dass das Grab nicht das Ende ist, sondern der Anfang. Wir lesen in der Bibel, dass Jesus, als er weggegangen ist, gesagt hat: ich gehe jetzt weg, um Wohnungen vorzubereiten. Das heißt, seit 2000 Jahren bereitet Jesus Wohnungen vor. Was müssen das für Hütten werden? Seit 2000 Jahren bereitet Jesus ein Hochzeitsfest vor. Was muss das für eine Feier werden? Wir bekommen in der Bibel einen Blick in diesen letzten Raum. Schließt mal kurz die Augen und lasst uns mal hineinhören in das, was wir lesen, in der Offenbarung über den letzten Raum, den Jesus geöffnet hat. Jeder Mensch hat einen irdischen Körper wie Adam. Unser himmlischer Körper aber wird sein wie der Körper von Christus. Wenn dies geschieht, werden unsere vergänglichen irdischen Körper in unvergängliche himmlische Körper verwandelt. Tod, wo ist dein Stachel? Tod, wo ist dein Sieg? (1.Korinther 15,51-55)
Und dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden. Auch das Meer war nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabkommen, wie eine schöne Braut die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen. Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen. Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Weinen und kein Schmerz mehr. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen. Und der, der auf dem Thron saß, sagte, ja, ich mache alles neu. 
Und er nahm mich im Geist auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam. Sie war ganz von der Herrlichkeit Gottes erfüllt und funkelte wie ein kostbarer Edelstein, kristallklar wie Jaspis. Und der Engel zeigte mir einen reinen Fluss mit dem Wasser des Lebens, so klar wie Kristall, der vom Thron Gottes und des Lammes entspringt und in der Mitte der Hauptstadt hinabfließt.
Auf beiden Seiten des Flusses ist je ein Baum des Lebens, der zwölf verschiedene Früchte trägt und jeden Monat eine neue Frucht erfüllt. Die Blätter dienen zur Heilung der Völker. Nichts wird je wieder unter einem Fluch stehen, denn der Thron Gottes und des Landes wird dort sein und seine Diener werden ihn anbeten. Und sie werden sein Gesicht sehen und sein Name wird auf ihren Stirn geschrieben werden und es wird dort keine Nacht mehr geben weil wir wieder Lampen noch das Licht der Sonne brauchen, weil der Herrgott über ihnen leuchten will. Und sie werden für immer und ewig herrschen. Glücklich sind diejenigen, die ihre Kleider waschen, damit sie durch die Tore der Stadt eintreten und das Recht haben, vom Baum des Lebens zu essen. (Offenbarung 21-22)
Ihr dürft gerne eure Augen wieder öffnen. Ein Hoch auf alle, die eine gute Vorstellungskraft haben. Es gibt noch einen Raum und den Weg zu diesem Raum hat Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung weit aufgemacht. Das gilt allen Menschen. Das Einzige, was wir tun müssen, ist glauben. Wir können gar nichts anderes tun. Wir können gar nichts bringen weil Jesus alles gebracht hat. Jesus sagt auch wer ihn ablehnt, der hat sich schon selbst gerichtet weil er das Angebot nicht angenommen hat.
Wir kommen langsam zum Ende. Das Angebot ist das Versprechen des offenen Grabes. Das heißt, Gott hat gesiegt, das Böse ist besiegt, die Schuld ist besiegt, der Tod ist besiegt. Du bist so unfassbar geliebt. Und diese Liebe darfst du hier schon in Fülle erleben, so darfst du sein Kind sein. Und irgendwann wirst du vor ihm stehen. Und deine Freude wird keine Grenzen kennen. Es gilt denen, die ihre Kleidung in seinem Blut gereinigt haben. Hast du das schon in deinem Leben getan? Hast du schon diesen Jesus, der auferstanden ist, angenommen in deinem Leben? Wenn nicht, worauf wartest du? Was brauchst du noch? Es gibt einen tollen Satz, der heißt:
Heute, wenn du seine Stimme hörst und er anklopft, dann verschließe dein Herz nicht von der Hand, die Jesus uns entgegenstellt.
Der Auferstandene klopft an, an unsere Herzen und es wird ein neues Staunen kommen in Herzen, die ihm noch nicht geöffnet haben. An Herzen im Ostergarten klopft er an, aber er ist auch ein Gentleman das heißt, er klopft an und wenn wir nicht aufmachen, geht er auch wieder und dann klopft er irgendwann wieder an aber unsere Aufgabe ist es, ihm die Tür zu öffnen. Ich wünsche dir dass du, wenn du Jesus kennst ein neues, erstes Staunen bekommst, dass du dich auf den Weg zu ihm machst, dass du von diesem Ereignis Ostern deine Prioritäten neu ordnen lässt, dass du eine tiefe Vorfreude bekommst auf den nächsten Raum, auf das, was mal kommen wird. Jesus freut sich schon darauf, dass du mit deinem Leben ein Wohlgeruch vor ihm wirst. Und wenn du noch nicht aufgemacht hast, streckt Jesus dir seine Hand gerade an Ostern entgegen und sag, hey, glaube mir, vertraue mir. Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Und ich möchte schließen mit einer Stelle, dort heißt es, die Frauen liefen schnell vom Grab fort. Sie waren zu Tode erstrocken und doch zugleich außer sich vor Freude. So schnell sie konnten, liefen sie zu den Jüngern, um ihnen auszurichten, was der Engel gesagt hatte. Unterwegs begegneten sie Jesus. Das ist wieder der Humor von Jesus. Sie rennen los, unterwegs, kommt Jesus vorbei und sagt, „seid gegrüßt“. Sie liefen zu ihm hin und klammerten seine Füße und beteten ihn an. Was wollen wir jetzt zusammen tun? Ihn anbeten, ihm die Ehre geben, dem Gekreuzigten, dem Auferstanden, dem Herrn über alles, dem Lamm Gottes.
Wir Deutschen haben manchmal ja auch ein bisschen „Stock im Hintern“. Stell dir mal vor, du wärst dabei gewesen in dieser Situation und Jesus wäre plötzlich vor dir gewesen. Vielleicht hättest du die Hände in der Hosentasche gehabt. Vielleicht aber auch nicht. Und irgendwann wirst du vor Jesus stehen. Kannst du sagen, ich sitze hier, Hände in der Tasche?
Ihr seid eingeladen Jesus anzubeten, den Auferstanden. Vielleicht ist euch danach aufzustehen. Vielleicht ist euch danach die Hände zu heben. Vielleicht ist George danach Halleluja zu rufen. Ihr Lieben, der Herr ist auferstanden. Es warhaftig auferstanden. Lasst ihm die Ehre geben. Ihn anbeten, der alles getan hat. Ihr seid eingeladen aufzustehen. Manchmal tut es gut, wenn zum ersten Lied mal alle, denen es möglich ist, aufstehen. Denen, denen es nicht möglich ist, bleibt auch gerne sitzen. Aber gebt ihm die Ehre, der alles getan hat.
Amen
Siehe auch: Wer ist Jesus?
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